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Hat Barack Obama eine zweite Chance verdient?

Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
  1. #180

    Es kommt noch was ! Zweiter Teil.

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen

    Ich auch. Wo ist Ihr Problem?
    Weil es dann etliche hundert Tote jedes Jahr weniger geben würde, die z. B. in Schulen von Mitschülern erschossen würden.
    Na und? Das ist eine Frage der persoenlichen Einstellung. Da gibt es kein "richtig" oder "falsch".
    Es ist eine Frage der Toleranz ! Und die ist bei Frau Palin in diesem Punkt nicht vorhanden. Und die sollte in der Politik heute eigentlich vorhaden sein. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Friedrich den Großen.

    Aha. Nur mal aus Neugier: wie stehen Sie zur Frage der Abtreibung.
    Ich lehne die Abtreibung grundsätzlich ab. Mit einer Ausnahme: nach einer Vergewaltigung.
    Die Todesstrafe ist für mich staatlich sanktionierter Mord ! Sie sollten sich mit der Fehlerquote bei den Todesurteilen beschäftigen, speziell in den USA.

    Da ist sie uebrigens nicht die Einzige. Mittlerweile trauen sich mehr und mehr Wissenschaftler aus der Deckung und fangen an, unbequeme Fragen zu stellen. Sie dagegen laufen wahrscheinlich mit der Herde und haben kritisches Denken vergessen.
    Ich habe es hier schon einmal gesagt: Wie wollen Sie wissen, was ich denke ?

    Zum Thema: Die Anzahl der Wissenschaftler, die der Meinung sind die Erderwärmung sei nicht durch Menschen hervorgerufen, ist eine Minderheit. Aber auch diese Minderheit ist der Meinung, dass seitens der Menschheit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das lehnt aber Sarah Palin ab.

    Das sagt - ganz offensichtlich - ja nichts aus.
    Doch, denn Erfahrung ist bekanntlich durch nichts zu ersetzen !

    Hier wird voellig klar, dass Sie - nehmen Sie's mir nicht uebel - keinen blassen Schimmer von unserem Gesundheitssystem haben. Absolut null. Und ganz ehrlich, ich bin es leid, die diesbezueglichen Wissensluecken zu schliessen.
    Im Jahre 1999 wurde vom Commonwealth Fund gegonnen die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem in den verschiedenen Ländern zu beleuchten. Dabei ist herausgekommen, dass in den USA 67 % der behandelnden Primärärzte eine grundlegende Reform des Gesundheitssystems für notwendig halten.

    Ich habe Sie gefragt, was Ihnen an der tea party platform aufstoesst. Kommt da noch was?
    Oh ja ! Eine Frage: Die Tea-Party-Plattform tritt für eine Beseitigung des "National Dept" ein. Lobenswert ! Aber wie passt das zu der Tatsache, dass ausgerechnet unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush die Staatsverschuldung von 2001 bis 2009 um 67 % auf 10,71 Billionen US-Dollar gestiegen ist ?
  2. #181

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Weil es dann etliche hundert Tote jedes Jahr weniger geben würde, die z. B. in Schulen von Mitschülern erschossen würden.
    Diese Auswuechse gibt es auch in Laendern mit gun control, das Problem scheint eher ein soziales zu sein und nicht so sehr die Existenz von Schusswaffen. Wir haben hier in Chicago jedes Wochenende Schiessereien. Und wenn Sie dann mal nachhaken, dann finden diese Dinge in genau abgegrenzten Stadtteilen statt, in der Regel in Gegenden, wo Gangs sehr haeufig in Unwesen treiben.

    Es ist eine Frage der Toleranz ! Und die ist bei Frau Palin in diesem Punkt nicht vorhanden. Und die sollte in der Politik heute eigentlich vorhaden sein. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Friedrich den Großen.
    Das widerspricht nicht meiner These, dass die Einstellung zur homosexuellen Ehe ein Thema der persoenlichen Einstellung ist. Es gibt kein "richtig" oder "falsch".

    Ich lehne die Abtreibung grundsätzlich ab. Mit einer Ausnahme: nach einer Vergewaltigung.
    Die Todesstrafe ist für mich staatlich sanktionierter Mord ! Sie sollten sich mit der Fehlerquote bei den Todesurteilen beschäftigen, speziell in den USA.
    Vor dem Hintergrund, dass Sie Abtreibung ablehnen, sind Sie glaubwuerdig. Ich persoenlich bin der Todesstrafe gegenueber kritisch, weil ich nicht glaube, dass wir Menschen Gott spielen sollten.

    Ich habe es hier schon einmal gesagt: Wie wollen Sie wissen, was ich denke ?
    In diesem Forum publizieren die Teilnehmer, was sie denken.

    Zum Thema: Die Anzahl der Wissenschaftler, die der Meinung sind die Erderwärmung sei nicht durch Menschen hervorgerufen, ist eine Minderheit. Aber auch diese Minderheit ist der Meinung, dass seitens der Menschheit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das lehnt aber Sarah Palin ab.
    Dazu muesste man denn erstmal klaeren, wie die Quantitaeten verteilt sind. Wieviel % der Erderwaermung ist durch Menschen hervorgerufen? Und wieviel ist naturbedingt? Klima ist nichts Statisches, der Wandel des Klimas ist eine Konstante. Und wenn Sie sich mal die grossen Zyklen anschauen, dann stellen Sie fest, dass wir historisch gesehen nur 5 Minuten von der naechsten Eiszeit entfernt sind. Das Thema ist sehr komplex, und die Wissenschaft hat noch keine klaren Antworten.

    Doch, denn Erfahrung ist bekanntlich durch nichts zu ersetzen !
    Ich habe in meinem Leben viele Erfahrungen gesammelt, denn ich habe in verschiedenen Laendern gelebt. Mein Erfahrungsschatz ist wahrscheinlich ein anderer als Ihrer, von daher muesste man das qualifizieren.
  3. #182

    Im Jahre 1999 wurde vom Commonwealth Fund gegonnen die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem in den verschiedenen Ländern zu beleuchten. Dabei ist herausgekommen, dass in den USA 67 % der behandelnden Primärärzte eine grundlegende Reform des Gesundheitssystems für notwendig halten.
    Das ist ja alles gut und schoen, und ich bezweifle das ja auch nicht, nur sagt das nichts ueber Ihren persoenlichen Wissenstand ueber unser System aus.

    Oh ja ! Eine Frage: Die Tea-Party-Plattform tritt für eine Beseitigung des "National Dept" ein. Lobenswert ! Aber wie passt das zu der Tatsache, dass ausgerechnet unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush die Staatsverschuldung von 2001 bis 2009 um 67 % auf 10,71 Billionen US-Dollar gestiegen ist ?
    Die tea party ist durchaus Bush-kritisch. Sie vermengen Dinge, die eigentlich gar nicht zusammengehoeren. Die tea party entstand 2009, als Antwort auf die ganzen bailouts, die Bush initiierte, und die Obama dann durchfuehrte. Nun, wo sich herausstellt, dass Obama ein "fiscal trainwreck" ist, ist Obama natuerlich der primaere Gegner der tea party. Aber nochmal:
    wo ist Ihr primaerer Kritikpunkt, wenn wir uns ueber die Plattform der tea party unterhalten?
  4. #183

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    das ist schon ein Fortschritt, "beiden Parteien einen Knochen hinzuwerfen" Hoffentlich tut er das auch in Sachen Health Care Reform;-) Ausgewogenheit ist beim sehr konservativ besetzten Gericht schon ein Schritt in die richtige Richtung.
    Guten Morgen, ray. Zunaechst mal, der Supreme Court ist nicht "sehr konservativ" besetzt, sondern sehr ausgewogen nach der Ernennung von Sotomayor und Kagan. Kennedy ist "swing voter", man kann berechtigterweise sagen, dass der SC in der Balance ist. In Sachen HCR hoffe ich, dass der SC das "individual mandate" als verfassungsfeindlich erklaert (was es auch ist), und somit dieses Mostrum in den historischen Orkus kippt (wo es auch hingehoert). Und dann kann man sich ueberlegen, wie man das Gesundheitssystem dahingehend reformiert, dass es nicht zu einer Kostenlawine kommt.

    Beim andern Giftzahn, der gezogen werden musste, die unwiderrufliche Einbuchtung von unter 18 jährigen, hast Du wohl nichts einzuwenden, oder?
    No objection, your Honor.
  5. #184

    Zitat von HaPeGe Beitrag anzeigen
    Sind Sie eigentlich nur polemisch ? Nach einem Test von "Newsweek" ist das Wissen von 70 % der US-Amerikaner über ihr Land als "dürftig" einzustufen. Bei uns Deutschen sind es nur 35 %.
    Hat Newsweek dieselbe Studie in beiden Laendern durchgefuehrt? Was genau waren die Parameter?

    Habe ich bereits erwähnt ! Ich habe im Juni/Juli 2009 eine Reise nach den USA/Kanada gemacht. Das Treffen mit Sarah Palin fand Anfang Juli in Alaska statt. Das sollte reichen, da ich keinen Anlass sehe, meine Bewegungsdaten zu veröffentlichen.
    Nun beruhigen Sie sich doch. Ich stelle einfach nur Fragen. Die koennen Sie beantworten oder auch nicht.

    Ihre Begründung war, dass sich die Natur schon alleine helfen werde. Auf den Einwand, dass Wissenschaftler da aber etwas anderes festgestellt hätten, antwortete sie, dass die Wissenschaftler sich in letzter zu Zeit auch des öfteren geirrt hätten. Entschuldigung ! Aber meiner Meinung nach ist diese Aussage nicht zu übertreffen !
    Wissenschaftler irren sich staendig. Das koennen Sie jeden Tag in den verschiedenen Medien nachverfolgen. Ich bin immer sehr kritisch, wenn es um Aussagen von Wissnschaftlern geht, vor allem (!) bei politisch brisanten Themen. Schauen Sie sich doch das Debakel um den Euro an. Jeder "Wirtschaftswissenschaftler" hat da sein eigenes Konzept. Und um welche Arten ging es in der Diskussion eigentlich? Mosquitoes, Baeren, Elche, Spinnen, Ameisen?

    Ja, ihr Eintreten für den Kreationismus, den sie für bedeutender hält als die Evolutionslehre. Auf Nachfrage meinte sie, zumindest gleichbedeutend.
    Ich hab so meine Probleme mit Kreationismus, allerdings sehe ich keine Probleme, Kreationismus als Diskussionsgegenstand ins Curriculum einzubringen.

    Entschuldigung, vertippt. Sie tritt dafür ein, kein neues Gesundheitssystem zu begründen. Sie ist der Meinung, dass das von Obama angestrebte System "böse" sei und dann nur noch Bürokraten bestimmen würden, wer wie behandelt würde.
    Damit hat sie auch Recht. Denn Obamas HCR wird in der Folge bestimmte Behandlungen rationieren, das ist bereits abzusehen (wenn Sie sich diesbezueglich schlau machen wollen, helfe ich gerne aus, es gibt mittlerweile genug Literatur darueber, allerdings primaer in English).
  6. #185

    Betrachte ich die letzten Jahre..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
    ... sehe ich in der amerikanischen Außenpolitik Obamas kaum einen signifikanten Unterschied zur Politik seiner Vorgänger.
    Letztlich ist es daher wohl egal, ob nun Obama oder jemand anderes an der Spitze einer amerikanischen Regierung steht.
    Unabhängig davon bin ich eh der Überzeugung, dass Politik in erster Linie Wirtschaftspolitik ist und die in erster Linie den Interessen einer kleinen Klientel dient und die entsprechenden Entscheidungen von einer Handvoll, nicht der Öffentlichkeit Verantwortlicher getroffen werden.
    Den Glauben an demokratische Zustände in unserer westlichen Hemisphäre habe ich eh schon seit einiger Zeit verloren und ich halte mich daher an das, was ich sehe. - Und ich sehe auf unserem Planeten und in unserer westlichen Hemisphäre politisch nicht viel Positives.

    MfG
    Alfred
  7. #186

    Zitat von alfred-wilhelm Beitrag anzeigen
    ... sehe ich in der amerikanischen Außenpolitik Obamas kaum einen signifikanten Unterschied zur Politik seiner Vorgänger.
    Was haben Sie denn realistischerweise erwartet? Eine Aussenpolitik wie die Schweiz?

    Letztlich ist es daher wohl egal, ob nun Obama oder jemand anderes an der Spitze einer amerikanischen Regierung steht.
    Fuer Sie als Europaer moeglicherweise, fuer uns allerdings nicht.

    Unabhängig davon bin ich eh der Überzeugung, dass Politik in erster Linie Wirtschaftspolitik ist und die in erster Linie den Interessen einer kleinen Klientel dient und die entsprechenden Entscheidungen von einer Handvoll, nicht der Öffentlichkeit Verantwortlicher getroffen werden.
    Nein. Obamas zerstoererische Politik (lesen Sie mal "The Great Destroyer") ist anti-business vom Feinsten. Koennen Sie halbwegs logisch erklaeren, wie z.B. Dodd-Frank business-Interessen dient?

    Den Glauben an demokratische Zustände in unserer westlichen Hemisphäre habe ich eh schon seit einiger Zeit verloren und ich halte mich daher an das, was ich sehe. - Und ich sehe auf unserem Planeten und in unserer westlichen Hemisphäre politisch nicht viel Positives.
    Das hat aber weniger was mit der Realitaet zu tun, sondern moeglicherweise etwas mit einer naiven Weltsicht?
  8. #187

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Guten Morgen, ray. Zunaechst mal, der Supreme Court ist nicht "sehr konservativ" besetzt, sondern sehr ausgewogen nach der Ernennung von Sotomayor und Kagan. Kennedy ist "swing voter", man kann berechtigterweise sagen, dass der SC in der Balance ist. In Sachen HCR hoffe ich, dass der SC das "individual mandate" als verfassungsfeindlich erklaert (was es auch ist), und somit dieses Mostrum in den historischen Orkus kippt (wo es auch hingehoert). Und dann kann man sich ueberlegen, wie man das Gesundheitssystem dahingehend reformiert, dass es nicht zu einer Kostenlawine kommt.
    Hank, was machst Du denn nun, nachdem die HCR verfassungskonform
    ist ? Akzeptierst Du nun die Entscheidung ?
    Gibt es da jetzt so ne Art Dolchstosslegende, mit anderen Worten
    die HCR ist dennoch verfassungsfeindlich ?
  9. #188

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Nein. Obamas zerstoererische Politik (lesen Sie mal "The Great Destroyer") ist anti-business vom Feinsten. Koennen Sie halbwegs logisch erklaeren, wie z.B. Dodd-Frank business-Interessen dient?
    Hank, um den Kapitalismus der "westlichen Welt" zu retten sollte man
    IMHO eine Art "new deal" machen und die Mittelklasse stärken, ohne
    eine solche Reform bin ich pessimistisch, dass unsere Gesellschaft in
    der uns bekannten Form überleben wird. Wenn ich als Beispiel die USA
    nehme, dann hat sich seit Clinton mit dem drop der government
    receipts von 20% auf 15% des GDP eine Wende vollzogen die für
    unsere ganze Gesellschaft "suboptimal" ist. Daran ist zu arbeiten.
  10. #189

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Hank, was machst Du denn nun, nachdem die HCR verfassungskonform
    ist ? Akzeptierst Du nun die Entscheidung ?
    Gibt es da jetzt so ne Art Dolchstosslegende, mit anderen Worten
    die HCR ist dennoch verfassungsfeindlich ?
    Nein natuerlich nicht, jetzt werden die republicans erst richtig los legen.
    jetzt wird die wahl im november darum gehen die HCR auf politischem weg aufzuhalten.
    Das heisst House und Senat, das geht nur wenn die Reps dort die absoluten Mehrheiten haben.
    Im Senat koennten die von ihnen aufgestellten Regeln, 60% z.B. und natuerlich Filibuster das verhindern.
    Jetzt hat der Wahlkampf einen ganz neuen Twist bekommen.








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