Hätten Europa und die USA mehr für die politische Stabilität Haitis tun müssen?

Die Erdbebenkatastrophe in Haiti hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit wieder auf den gebeutelten Karibikstaat und seine Probleme gelenkt. Haben die USA und Europa es über die Jahre versäumt, hier mehr für politische Stabilität und wirtschaftliche Perspektiven zu tun? Diskutieren Sie mit!
  1. #1790

    ich schon wieder wegen Haiti

    Zitat von chinola Beitrag anzeigen
    und
    rosarinimara
    Registriert seit: 28.11.2007
    Beiträge: 124

    Rosarinimara:
    Bei der Trinkwasserversorgung und der Nahrung müssen Sie natürlich erstmal unterstützt werden, aber ansonsten Hände weg von dem Land!
    *************************************************
    Chinola:
    Das liest sich einesteils nicht schön,wichtig ist für die Zukunft schon,daß die Haitianer immer mehr auf eigenen Füßen stehen. N U R -Sie sollten nicht unbedingt so selbstherrlich davon ausgehen,daß alle "Helfer"(wie Sie es so schön in Gänsefüßchen setzen)die Menschen in Abhängigkeit und Unselbständigkeit bringen wollen. Da gibt es aber gewaltige Unterschiede. Es wäre schon angesagt, daß Sie da mal etwas sorgfältiger recherchieren, bevor sie werturteilen.
    Die Situation im Moment drüben (ich bekomme das durch live-berichte von bekannten, die hin- und herfahren mit)ist nicht mit n' paar Almöschen zu retten. diese sind in jedem Falle nötig(und man kann es ja so schön von der Steuer absetzen,nicht wahr!).Nur,die Leute mit Essen u.Wasser ver- sorgen und dann alleine lassen g e h t j e tz t n o c h n i c h t. Es bedarf fachkundiger medizinischer Hilfe, jetzt und noch eine Weile, weil schlicht und einfach nix ausreichend da ist.Sonst verrecken die leute, mal knallhart gesagt.Und für die Zukunft z.b. Gebäude neu errichten, so,daß sie einem Beben einigermassen standhalten -auch da braucht's Anleitung.DASS EINFLUSSNAHME IN SELBSTSÜCHTIGER ART VON DIV. REGIERUNGEN NICHT SINNVOLL IST, WISSEN WIR JA WOHL ALLE.
    Freundliche Grüße über'n Teich,Chinola
    Was die "grosse Politik" künftig in Haiti bewirkt - wer weiss das? Aber ich möchte mal erwähnen, daß man schon mal im Kleinen beitragen kann:
    Ich wehre mich dagegen, was in etlichen Kommentaren(das ist jetzt nicht unbedingt nur auf's Forum hier bezogen),auch in privaten Gesprächen,so locker rauskommt, pauschal zu sagen, daß diese Menschen eh' zu nichts in der Lage sind. Seit einigen Jahren beobachten wir mit Freude hier (Dominikanische Republik), wie sich etliche haitianische Arbeiter entwickelt haben,die zum Teil auch für uns tätig waren und es noch sind,wenn was ansteht.Es wird nicht im Befehlston rumkommandiert, sondern besprochen, was ansteht - siehe da, was da an eigenen guten Ideen der Jungs rauskam. Selbstverständlich war und ist für uns eine faire Bezahlung und menschenwürdige Behandlung und Förderung, z.b.Englisch lernen(was auch heute leider nicht immer der Fall ist, gibt schon etliche der "weissen Rasse",die auch noch stolz drauf sind, wenn die "Schokoboys" allerbilligst Schwerarbeit verrichten).
    Wir hoffen sehr, daß das gebeutelte Land Haiti nun vielleicht eine etwas bessere Chance für die Zukunft haben wird.
    Freundliche Grüße über'n Teich,Chinola
  2. #1791

    "open Air GefÄngnis H A I T I

    In den Medien findet man so gut wie keine Berichterstattung mehr,daher hier ein aktueller Bericht eines Freundes,der ebenfalls hier in der anderen Häfte der Insel HISPANIOLA lebt. TEIL 1:
    Zweites Open-Air-Gefängnis im Aufbau: Haiti
    14. März 2010
    Eineinhalb Jahre vor dem Beben in Haiti habe ich einen Artikel geschrieben "Haiti verreckt im Abseits der Weltpolitik". Damals hieß es, dass es Haitianer gibt, die Erdkekse essen, weil sie absolut nichts zu Essen haben. Nachdem die Situation bereits so schlimm war, kamen noch 3 Hurrikane im gleichen Jahr.Im Jahr 2009 gab es Gott sei Dank keine Hurrikane aber dafür jetzt, im Januar 2010, das katastrophale Erdbeben mit unglaublich vielen Betroffenen. Ich möchte mit diesen Aussagen zu Verstehen geben, dass das Hinterland von Port-au-Prince nicht in der Lage ist die Hauptstadt zu versorgen. Haiti war vor dem Beben bereits in einer Notlage ohnegleichen. Und jetzt ist alles um einen Zehnerpotenz schlimmer geworden.
    René Preval, Haitis Präsident, wohnhaft in Miami, Florida, hat schon vor Wochen verboten Baby-Milchpulver nach Haiti zu schicken, damit die Mütter ihnen Muttermilch geben sollen. An die vielen Kinder ohne Mütter hat er nicht gedacht. So was kann man ja mal vergessen.
    Seine nächste kluge Entscheidung war, vor kurzem, das Verbot Medizin ins Land zu bringen. Die Medizin-Versorgung sollte von der Regierung zentral geregelt werden. Von dieser Versorgung hat man aber nichts bemerkt.
    Und jetzt das Allerbeste: René Preval ordnet an, dass die Hilfslieferungen eingestellt werden sollen. Nur so hätten die Haitianer eine Chance die eigene Wirtschaft wieder anzukurbeln. Und in der Tat haben unsere Leute von Petit Troll festgestellt, daß an der Grenze massenhaft Container mit Hilfsgütern stehen, die nicht ins Land eingelassen werden. Hilfslieferungen sind jetzt verboten!
    Die Schule, die jetzt ein Überlebenscamp ist, wird seit zehn Jahren von einer Norwegischen Stiftung aufgebaut und unterstützt. Wie dies nun weitergeht ist fraglich? Ich warte hierzu auf weitere Informationen aus Haiti.
  3. #1792

    Hätten Europa und die USA mehr für politische Stabilität Haitis tun sollen ?

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Ich behauptete solches nicht. Ich schrieb von keine PR Agentur.

    Das ist Quatsch. Das "R" in PR steht fuer "Relations".

    Keine Angst, die Anzahl......
    Zwischen Immer-die-Wahrheit-sagen und verlogen zu sein ist ein großes Feld, das man intermenschliche Beziehungen nennt. Und ich weise Ihre Unterstellung zurück.
    Ja, ich weiß, was PR bedeutet. Die "Relations" sagen nichts über den Wahrheitsgehalt der Behauptungen aus. Oder an was für "relations" hatten Sie gedacht?
  4. #1793

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Haben die USA und Europa es über die Jahre versäumt, hier mehr für politische Stabilität und wirtschaftliche Perspektiven zu tun?
    Warum wird so eine Frage gestellt wenn der Großteil der Welt den Westen haßt
    und ihn nicht will?
  5. #1794

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Zwischen Immer-die-Wahrheit-sagen und verlogen zu sein ist ein großes Feld, das man intermenschliche Beziehungen nennt. Und ich weise Ihre Unterstellung zurück.
    Ja, ich weiß, was PR bedeutet. Die "Relations" sagen nichts über den Wahrheitsgehalt der Behauptungen aus.
    Natuerlich nicht. Sie sagt ja auch nichts ueber den Unwahrheitsgehalt aus. Es waren sie, der sich diesebzueglich kategorisch geaeussert hatte -nicht ich.
    Koennen sie nachlesen.
    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Oder an was für "relations" hatten Sie gedacht?
    As the name says, the "Public" ones.:-)
  6. #1795

    der Großteil der Welt

    Zitat von FNTrH Beitrag anzeigen
    Warum wird so eine Frage gestellt wenn der Großteil der Welt den Westen haßt
    und ihn nicht will?
    meinen sie das jetzt traurig/sarkastisch oder ist das Ihr heiliger Ernst?
    Ist's denn wahrhaftig wahr, daß der Großteil der Welt den Westen hasst - Zahlen,wer hasst denn alles so gewaltig, aussagefähige Berichte? Können sie die bitte präsentieren. Und ganz abgesehen davon, das Kernthema wird schon wieder mal schlicht und einfach mit Füßen getreten (na,ja, das sind die Haitianer nun schon gewöhnt).Heisst das in Ihren Augen, man solle sich damit gar nicht erst befassen, einfach mal eben so dahinsterben lassen,nach dem Motto "natürliche Auslese" ?
    womöglich? Mir graut so sehr, ich muss erst mal Pause machen.
    Chinola
  7. #1796

    Zitat von chinola Beitrag anzeigen
    meinen sie das jetzt traurig/sarkastisch oder ist das Ihr heiliger Ernst?
    Leider irgendwie von allen drei, bisauf das mit dem heilig.

    Zitat von chinola Beitrag anzeigen
    Heisst das in Ihren Augen, man solle sich damit gar nicht erst befassen, einfach mal eben so dahinsterben lassen,nach dem Motto "natürliche Auslese" ?
    Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil, ich bin dafür daß man Verantwortung
    übernimmt, daß man hilft wo man kann und jede verfügbare Möglichkeit nutzt.
    Ich führe nur eine längere Diskussion, und ja,
    eigentlich hat es hiermit nichts zu tun, und daß ich hier überhaupt schreibe,
    also von dem, verwirrt mich gerade, darüber
    wie wichtig es ist, solche Hilfe zu leisten und es wird...

    Zitat von chinola Beitrag anzeigen
    Und ganz abgesehen davon, das Kernthema wird schon wieder mal schlicht und einfach mit Füßen getreten (na,ja, das sind die Haitianer nun schon gewöhnt)
    ...einfach mit Füßen danach getreten.

    Mein vorigen Beitrag sollte nicht beabsichtigen daß dieses Thema, bzw.,
    die Haitianer egal wären.

    Zitat von chinola Beitrag anzeigen
    Ist's denn wahrhaftig wahr, daß der Großteil der Welt den Westen hasst - Zahlen,wer hasst denn alles so gewaltig, aussagefähige Berichte?
    Ich denke, das Leben stellt dies leider mit der Zeit fest. Da möchte ich
    auch nicht wen bestimmtes aufzählen.
  8. #1797

    Danke für Ihre freundlichen Zeilen und

    Zitat von FNTrH Beitrag anzeigen
    Leider irgendwie von allen drei, bisauf das mit dem heilig.
    Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil, ich bin dafür daß man Verantwortung
    übernimmt, daß man hilft wo man kann und jede verfügbare Möglichkeit nutzt.
    Ich führe nur eine längere Diskussion.....
    bitte um Verständnis, wenn ich etwas provozierend gefragt hatte.Ich hatte, so zwischen Ihren Zeilen lesend, auch nicht wirklich angenommen, daß Ihnen das alles egal ist.
    Wollte nur auch die Gelegenheit wahrnehmen, allgemein aufzurütteln.Wir sind hier in der anderen Hälfte der Insel Hispaniola so unmittelbar mit all dem konfrontiert, es tut einem in der Seele weh.Grad' vorhin kam die Info, daß nun für die Hilfsgüter Zoll zu zahlen ist. Es dauert teils 2 Tage, bis aller Papierkram durch ist und vielleicht doch mal ein Transport durchdarf, wenn er in der Lage ist, die Gebühren zu entrichten. Stehen über 100 Trucks an der Grenze rum.Unsere kleine private Gruppe macht jedoch weiter, wir lassen uns nicht entmutigen, s'gibt immer einen Weg.
    Herzliche Grüße über'n Teich,Chinola
  9. #1798

    Die Frage sollte lauten: Muss die Welt mehr fuer Haiti tun?

    Wie kann es sein, dass der Praesident Haitis die Einfuhr von Trockenmilch fuer Baby's untersagt, damit die Frauen ihren Kindern Muttermilch geben... Dabei aber ganz vergisst, dass es tausende Waisenkinder gibt...??
    Wie kann es sein, dass der Praesident Haiti's die Einfuhr von Medikamenten untersagt??
    Wie kann es sein, dass hunderte Hilfslieferungen an der Grenze nach Haiti nicht rein gelassen werden wenn keine Einfuhrsteuer bezahlt wird??
    Wie kann dieser Praesident Steuern fuer humanitaere Hilfslieferungen festsetzen??
    Der Praesident argumentiert folgendermassen:
    Wenn wir weiterhin internationale Hilfe akzeptieren wird
    unser Land niemals wieder sich selbststaendig versorgen koennen!
    Selbst vor der Erdbebenkatastrophe war das Land total am Boden. Das Hinterland hat nicht einmal die Mittel um damit die Hauptstadt zu speisen!!
    Man sollte diesem Praesidenten, der sich in Miami die Sonne auf den Pelz brennen laesst, seiner Macht entheben und dieses Land als weiteren Staat den USA zu schreiben...
    Alle wichtigen haitianischen Politiker haben Haiti verlassen und lassen die gesamte Bevoelkerung in ihrer
    Misere verrecken!!
  10. #1799

    Appel an die Weltpresse: Informiert die Welt ueber kontraproduktiven Praesidenten

    Was ich damit meine, nicht nur die haitianische Regierung
    laesst die gesamte Bevoelkerung im Schutt verrecken, jetzt
    schliesst auch noch die nahezu gesamte Weltpolitik die Augen
    vor diesen Problemen der Haitianer und nehmen dies einfach
    alles so hin... So nach dem Motto: "aus den Augen, aus dem Sinn"!! Ein Appel an die Presse: Informiert die Weltbevoelkerung ueber diese absolut kontraproduktive Vorgehensweise der haitianischen Regierung!!

    Zitat von chinola2 Beitrag anzeigen
    Wie kann es sein, dass der Praesident Haitis die Einfuhr von Trockenmilch fuer Baby's untersagt, damit die Frauen ihren Kindern Muttermilch geben... Dabei aber ganz vergisst, dass es tausende Waisenkinder gibt...??
    Wie kann es sein, dass der Praesident Haiti's die Einfuhr von Medikamenten untersagt??
    Wie kann es sein, dass hunderte Hilfslieferungen an der Grenze nach Haiti nicht rein gelassen werden wenn keine Einfuhrsteuer bezahlt wird??
    Wie kann dieser Praesident Steuern fuer humanitaere Hilfslieferungen festsetzen??
    Der Praesident argumentiert folgendermassen:
    Wenn wir weiterhin internationale Hilfe akzeptieren wird
    unser Land niemals wieder sich selbststaendig versorgen koennen!
    Selbst vor der Erdbebenkatastrophe war das Land total am Boden. Das Hinterland hat nicht einmal die Mittel um damit die Hauptstadt zu speisen!!
    Man sollte diesem Praesidenten, der sich in Miami die Sonne auf den Pelz brennen laesst, seiner Macht entheben und dieses Land als weiteren Staat den USA zu schreiben...
    Alle wichtigen haitianischen Politiker haben Haiti verlassen und lassen die gesamte Bevoelkerung in ihrer
    Misere verrecken!!