Forum: Politik
Griechenland-Krise - muss sich Europa ändern?
Nach der Krise ist vor der Krise: In ganz Europa hat die Debatte darüber begonnen, wie die Eurozone künftige Staatspleiten effektiver bekämpfen kann. Muss Europa sich ändern?
- #2740 15.05.2010 14:44 von
Motto: Werdet Griechischer als die Griechen
In einer Welt, in der Moral und Seriosität noch etwas galten, DA hätten wir sparen müssen.
Da es diese Welt (längst) nicht mehr gibt und eh alle Dämme gebrochen sind, wäre dies das Absurdeste was man jetzt machen kann
NUN gilt es nur noch beim NEUSTART, der bald erfolgt, eine gute Ausgangsposition zu haben, das heißt Schulden-Raketen für Infrastruktur-Programme (Schulen, Unis, Straßen, ...) ohne Ende zu starten.
- Wir haben dann wenigstens noch einen tollen Konjunkturschub mit Arbeit für alle und glücklichen Menschen
- Wir müssen dann beim EU-Umverteilen auch nicht mehr so viel für PIGS-Schulen, Unis usw abgeben und uns anhören, dass wir mit unserer unerhörten Leistungsfähigkeit die anderen zurück drängen
- und alle werden uns obendrein lieben, weil wir nicht mehr so „böse“ exportieren und uns nun so wie die EU-Länder-Mehrheit verhalten
- das nennt man auch „win-win“-Spiele, aber die kennen unsere Politiker nicht (oder sie sind clever, spielen jedoch zielstrebig ein ganz anderes Spiel?)
(Merken: nächstes Jahr wird der Finanzminister sagen, dass die Schuldenbremse AUSNAHMSWEISE ausgesetzt wird - alternativlos blah, blah...). Er macht das dann leider nicht als Strategie sondern wieder einmal als Getriebener - #2741 15.05.2010 14:46 von
einfache geschichte
einfache geschichte. Der Euro wird zur europäischen Weichwährung. Es genügte nicht, Griechenland mit einem 110-Milliarden-Euro-Paket unter die Arme zu greifen. Die EU-Regierungschefs legten die skurril anmutende Summe von 750 Milliarden Euro nach, um einen «Rettungsschirm» über den wankenden Euro-Ländern aufzuspannen. Die Grösse des Betrags macht das Ausmass der Verzweiflung deutlich. Wer so viel Geld in die Hand nimmt, um eine Währung zu stützen, zWeder noch. Der Euro war von Anfang an eine ökonomische Fehlleistung.
Die Finanzmärkte legen jetzt nur etwas unsentimental offen, was an diesem Konstrukt schon im Kern falsch angelegt war: Es kann keine vernünftige gemeinsame Währungspolitik für so unterschiedliche Volkswirtschaften geben wie das Kleinstfürstentum Luxemburg, den Industriegiganten Deutschland und Larifari-Staaten wie Portugal oder Griechenland. Der Euro ist ein politisches Projekt – und dieses Projekt ist gescheitert. Was jetzt abläuft, sind lebenserhaltende Massnahmen für eine klinisch tote Währung.
Gut möglich, dass sich diese Rettungsübungen gegen jene richten werden, die nun als barmherzige Samariter auftreten: Deutschland stemmt mit 22,4 Milliarden Euro den Löwenanteil der Kredite für Griechenland. Dabei ist der Staat selber mit über 1,7 Billionen Euro verschuldet.
Gleichzeitig füttert Berlin die EU jährlich mit immensen Nettozahlungen: 2008 waren es 8,8 Milliarden Euro. Davon flossen, Ironie der Mutwilligkeit, 6,3 Milliarden nach Athen. Ein schöner Zustupf: Auf einen griechischen Vier-Personen-Haushalt gerechnet, sind das rund 2200 Euro Subventionen.
es ist ja nur unser geld .. ;-). - #2742 15.05.2010 14:47 von
- #2743 15.05.2010 14:47 von
Bleiebn wir mal bei diesem Gedanken. Dass mit virtuellem "Geld" gezockt wird, wäre eigentlich ungefährlich; aber es gibt keine Bremsen/Regeln, wenn virtuelle Gewinne in reales Geld wieder eingetauscht werden. Deswegen: Einführung von zweierlei "Geld":
- reales Geld für die Realwirtschaft (incl. realer Kredit- und Guthabenrechnung, Spargeld- und Darlehenbalance, Aktienbetrieb, Abchreibungen, Angebot/Nchfrage, Staatshaushalte, Import/Export usw.)
- virtuelles Geld (Verrechnungseinheiten, Buchungsgeld, fiktives Geld) für den reinen Geld-Spielbetrieb, für Wetten, Zocken, Pokern
- Grundregeln: Umtausch von realem Geld in virtuelles und umgekehrt streng reglementieren, kontrollieren, überwachen und sanktionieren. - #2744 15.05.2010 14:48 von
- #2745 15.05.2010 14:49 von
- #2746 15.05.2010 14:50 von
;-)
Die Hungersnöte waren vorher :-)
Energiesicherungsgesetz vom 9. November 1973 insgesamt vier autofreie Sonntage (25. November, 2., 9. und 16. Dezember 1973)
Am 1. Januar 1999 wurde der Euro als Buchgeld, drei Jahre später am 1. Januar 2002 erstmals als Bargeld eingeführt.
Liebe Grüße. - #2747 15.05.2010 14:51 von Rainer Daeschler
Wirtschaft hocheffizient
Deshalb muss der moderne Gerichtsvollzieher dem Porschfahrer genug Geld geben, damit der seinen Lebensstil fortsetzen kann und dabei auch noch genug Geld übrigbleibt, damit er die Raten für den Porsche zahlen kann und der Porschebauer nicht pleite geht. So funktioniert die hocheffiziente Wirtschaft, wie sie die Politik zu verstehen glaubt.
- #2748 15.05.2010 14:51 von
Ja die Franzosen
Ach da sehen Sie doch etwas falsch. Wir sind doch alle Europäer, oder nicht? (Vorsicht Ironie)
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy,
EZB-Chef Jean Claude Trichet und
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben das Euro-Rettungspaket gemeinsam ausgekungelt.
Lauter Franzosen als Entscheider! Logo, die hatten sicher voll auch die deutschen Interessen im Blick, noch dazu, wo Strauss-Kahn auch noch FRANZÖSISCHER Präsident werden will (Hihihi)
Der eitle Sarko prahlte dann auch, dass 95% (!) des Rettungspakets nach seinem Plan entstand. Was blieb da nur für Fr Merkel? Rechenschieber raus - #2749 15.05.2010 14:53 von
Halleluja!
Endlich fängt Angie an etwas sinnvolles zumachen. Halleluja!
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