Forum


 

Gelten für den Bundespräsidenten strengere Regeln als für den Normalbürger?

Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
  1. #2820

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Man muss sich auch mal darüber Gedanken machen unter welchen Aspekten man solche Ämter bekommt. In bestimmte Branchen bekomme ich nur einen Job, wenn mein Führungszeugnis stimmt, der Auszug aus dem Bundeszentralregister und die Schufa. Warum kann man nicht für die Politiker so eine Datenbank einführen?
    Nun denken wir uns mal die Suche nach einem Nachfolger aus: man stellt jemandem eine Nominierung in Aussicht, unter der Bedingung, dass vorher sein gesamten politisches und privates Leben akribisch durchleuchtet wird: Urlaube, Freunde, Autokäufe, Spendengelder, Ratenzahlungen, Empfänge, Freundinnen, Flüge, Geschäftsessen, Handyverträge, Wohnungsmietverträge, Kontobewegungen, Immobilienbesitz, E-Mail-Verkehr usw. und alles in einer Kladde der Öffentlichkeit, also den Medien zur Verfügung gestellt wird. Dgl. für alle näheren Familienangehörigen, Bekanntschaften, Schulfreunde usw. Da wird sicherlich jeder Nominierte laut jauchzen:"Jaa! Gerne! Hier sind alle Belege, Tagebücher, Kalender! Da brauche ich wenigstens meine Biografie nicht selber zu schreiben." :-)
  2. #2821

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Nun denken wir uns mal die Suche nach einem Nachfolger aus: man stellt jemandem eine Nominierung in Aussicht, unter der Bedingung, dass vorher sein gesamten politisches und privates Leben akribisch durchleuchtet wird: Urlaube, Freunde, Autokäufe, Spendengelder, Ratenzahlungen, Empfänge, Freundinnen, Flüge, Geschäftsessen, Handyverträge, Wohnungsmietverträge, Kontobewegungen, Immobilienbesitz, E-Mail-Verkehr usw. und alles in einer Kladde der Öffentlichkeit, also den Medien zur Verfügung gestellt wird. Dgl. für alle näheren Familienangehörigen, Bekanntschaften, Schulfreunde usw.
    Ruhig Blut, wenn die Vorratsdatenspeicherung sich durchsetzen sollte ist der Aufwand nicht mehr so groß.:-))
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  3. #2822

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ruhig Blut, wenn die Vorratsdatenspeicherung sich durchsetzen sollte ist der Aufwand nicht mehr so groß.:-))
    Stimmt. Diese technische Frage ist unwesentlich. Aber das hatte ich doch nicht gemeint. Sondern wie der Kandidat und seine Familie und seine Freunde darauf reagieren würden. Auf deutsch gesagt: würde sich das jemand gefallen lassen oder nicht doch verzichten?
  4. #2823

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Nun denken wir uns mal die Suche nach einem Nachfolger aus: man stellt jemandem eine Nominierung in Aussicht, unter der Bedingung, dass vorher sein gesamten politisches und privates Leben akribisch durchleuchtet wird: Urlaube, Freunde, Autokäufe, Spendengelder, Ratenzahlungen, Empfänge, Freundinnen, Flüge, Geschäftsessen, Handyverträge, Wohnungsmietverträge, Kontobewegungen, Immobilienbesitz, E-Mail-Verkehr usw. und alles in einer Kladde der Öffentlichkeit, also den Medien zur Verfügung gestellt wird. Dgl. für alle näheren Familienangehörigen, Bekanntschaften, Schulfreunde usw. Da wird sicherlich jeder Nominierte laut jauchzen:"Jaa! Gerne! Hier sind alle Belege, Tagebücher, Kalender! Da brauche ich wenigstens meine Biografie nicht selber zu schreiben." :-)
    Sie vergessen, dass die denunziatorische Suche nach möglichen "Vergehen" etwas finden wird, weil sie etwas finden will.
    Notfalls kann man ja auch auf der Gerüchteebene säen, was man ernten will, etwa indem man Schlagzeilen in Frageform kreiert:
    Ist der Bundespräsident 2005 in der 30er Zone vor der Schule seiner Kinder zu schnell gefahren?
    Man muss nur darauf achten, dass die als Frage verkleideten Behauptungen sich weder beweisen noch widerlegen lassen. Das sichert ihre wochenlange Präsenz in den Medien und dient dem "Es-wird-schon-etwas-Hängenbleiben".
  5. #2824

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Ruhig Blut, wenn die Vorratsdatenspeicherung sich durchsetzen sollte ist der Aufwand nicht mehr so groß.:-))
    Den technischen "Schnickschnack" wie diese Vorratsdatenspeicherung gab es doch in anderer Form schon lange.

    Die Mädels und Joungens aus der Politik, welche sich für Karriere entscheiden brauchen doch bloß ehrlich sein und Vorwürfe zugeben.

    Zum Beispiel so:
    "Ja, habe Darlehen bekommen allerdings von Frau Geerkens"

    Andere Fragen bei anderen Politikern z.B. nach BTM- Konsum haben diese Politiker auch schon zugegeben...und hier und da mal nen kleinen Bordellbesuch im Rotlichtmillieu- z.B. im Saarland ;) .....

    Bonusmeilen auch schon alles da gewesen- der Eine bleibt halt der Andere geht zurück...oder halt nach Brüssel.
    Alles nur eine Rechenaufgabe für die Pensionsberechnung!

    Private Nutzung von Dienstwagen/Privatflüge?-pff, die
    ganz G'scheiden, machen eben heute "in Gaz" oder in Mörtel, Steine und Beton- alles nur Mathematik und lassen sich nicht mehr vom Kai ans Bein pinkeln-Ende.

    Nur Dilettanten wie Wulff- haben halt fertig!
  6. #2825

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen
    Nur Dilettanten wie Wulff- haben halt fertig!
    Sie wiederholen sich.
    Nun also nehmen wir an, er und die family sind raus aus dem Schloss, und eine nächster Kandidat wird gesucht. Und der soll doch wohl besser sein: ein Profi (kein Dilletant), ohne Dreck am Stecken, keinen Fleck auf der Weste, mit makelloser Vergangenheit, keine Täter-Stasiakte, nicht besoffen Auto gefahren, keine Rückspiegel gestreift, alle günstigen Bankangebote abgelehnt, nie einen Vorteil genossen, ohne Verbindungen zu Wirtschaftslobbyisten, nicht geschieden, und alles das soll natürlich auf dem berühmten Tisch vor der Öffentlichkeit ausgebreitet liegen, damit jeder sich dort scheibchenweise bedienen kann. So und nur so kann man sicher sein, dass nicht nach der Wahl fatalerweise noch etwas gefunden wird. - Auf diese Kandidatensuche bin ich sehr gespannt.
  7. #2826

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Sie wiederholen sich.
    Kann man bei diesem Dilettanten nicht oft genug machen!

    Hier noch ein feines kleines Beispiel für Wulffs Dilettantismus:

    ".....Während das Paar eigens für die Kameras scheinbar einsam unterm Regenschirm 30 Meter in den Wald lief und wieder kehrtmachte, sagte Wulff zu den Journalisten: „Wie haben sie denn herausgefunden, wo wir immer sonntags spazieren gehen? Ich bin ganz verblüfft!“ Und zu den Fotografen: „Oh, jetzt kommen zwei Jogger, das macht das Ganze realistischer!“ Als schließlich eine Kamera des NDR die Inszenierung einfing, mahnte Wulff: „Sie filmen ja sogar die Fotografen, dadurch wird die ganze Sache ja auffliegen!“....

    Wulff und die Medien: Wulffs Werk und Diekmanns Beitrag | Medien*- Berliner Zeitung

    Ob so einer bei Gazprom oder Bilfinger & Berger einen Job bekommt- glaube ich schon einmal nicht.

    Höchstens bei der EU als "Gurke" zum Gurken bestimmen, nur fürchte ich, das kann er auch nicht!
  8. #2827

    "Natürliche Selektion"

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen

    Die Mädels und Joungens aus der Politik, welche sich für Karriere entscheiden brauchen doch bloß ehrlich sein und Vorwürfe zugeben.

    Nur Dilettanten wie Wulff- haben halt fertig!
    Genau so ist es! Man Brauch von einem neuen Kandidaten nicht erwarten, dass er sich "nackisch" macht. Ein neuer Kandidat wird sich, im Gegensatz zu Wulff, bewußt sein wie er sich in der Vergangenheit verhalten hat. Und wenn er das ein oder andere " am Stecken" hat, wird er dazu stehen und ehrlich sein. So einfach ist das!
  9. #2828

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Genau so ist es! Man Brauch von einem neuen Kandidaten nicht erwarten, dass er sich "nackisch" macht. Ein neuer Kandidat wird sich, im Gegensatz zu Wulff, bewußt sein wie er sich in der Vergangenheit verhalten hat. Und wenn er das ein oder andere " am Stecken" hat, wird er dazu stehen und ehrlich sein. So einfach ist das!
    Und ich denke mal, so einfach wird es eben nun nach dieser Affäre nicht mehr gehen. Oder werden wieder alle brav warten, dass der Kandidat - so er sich bereit erklärt hat zur Durchleuchtung - erst nach seiner Wahl aufs Korn genommen wird?
  10. #2829

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Nun denken wir uns mal die Suche nach einem Nachfolger aus: man stellt jemandem eine Nominierung in Aussicht, unter der Bedingung, dass vorher sein gesamten politisches und privates Leben akribisch durchleuchtet wird: Urlaube, Freunde, Autokäufe, Spendengelder, Ratenzahlungen, Empfänge, Freundinnen, Flüge, Geschäftsessen, Handyverträge, Wohnungsmietverträge, Kontobewegungen, Immobilienbesitz, E-Mail-Verkehr usw. und alles in einer Kladde der Öffentlichkeit, also den Medien zur Verfügung gestellt wird. Dgl. für alle näheren Familienangehörigen, Bekanntschaften, Schulfreunde usw. Da wird sicherlich jeder Nominierte laut jauchzen:"Jaa! Gerne! Hier sind alle Belege, Tagebücher, Kalender! Da brauche ich wenigstens meine Biografie nicht selber zu schreiben." :-)
    Eine üble Vorstellung - aber leider die Wahrheit.








TOP



TOP