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Gelten für den Bundespräsidenten strengere Regeln als für den Normalbürger?

Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
  1. #1740

    Zustimmung!

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Wenn Sie es mir erlauben, möchte ich dazu auch eine Meinung äussern:

    Warum regen wir uns über das Gebaren des „Herrn Wulff“ denn eigentlich so auf.
    Er reiht sich doch ein in die Phalanx unserer so ehrenwerten.....
    Sehr geehrter Mitforist,

    äußerst treffend: Wir haben Herrn Wulff und die ganzen anderen verdient! Eine Gesellschaft bekommt immer genau das, was sie selbst produziert!
  2. #1741

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen
    Sie sollten wenigstens so willig sein und hier nicht über halbe Warheit
    schreiben zumal von dieser- in meinem Posting nie die Rede war- sondern lediglich von "...nicht die ganze Warheit gesagt...."!
    Auch hier sind Sie nicht auf dem Laufenden oder verwechseln etwas- sondern man spricht maximal von "ein bischen Schwanger"
    Stimmt ausnahmsweise- aber eben auch nur halb...
    Denn Wulff hatte Geschäftsbeziehung zu Geerkens!
    Die Herr Geerkens auch selbst öffentlich zugegeben hat- dass er Wulff bei den Kredit/Darlehensverhandlung beraten hat.
    Mehr Geschäftsbeziehung geht eigentlich garnicht.
    Na gut, dann war es halt nicht die halbe Wahrheit sondern nur 1/10tel.
    Einverstanden.
    Geschäftsbeziehung? Angeblich hatte doch Geerkens gar kein Geschäft mehr. Ich weiß, bei der vereinigten Absäger spielt so etwas keine Rolle.
    Nur bei Wulff wird jedes einzelne Wort auf die Goldwaage gelegt.
  3. #1742

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Ähh, die "halbe Million" kam doch von einem deutschen Konto per Scheck:
    Auszug Erklärung:
    "Die Darlehenssumme wurde per Bundesbankscheck durch die Sparkasse Osnabrück unter
    Belastung des dortigen Kontos von Frau Edith Geerkens Ende November 2008 ausgezahlt. "

    So da fragt sich der aufmerksame Leser, wieso jetzt auch noch von "Geldwäsche" des "väterlichen Freundes" die Rede ist! Klar das die Möglichkeit von tatsächlichem Schwarzgeld von dem "väterlichen Freund "in der Schweiz bestünde, aber in dieser Angelegenheit ist das wohl mal ganz günstige Stimmungsmache!
    Also eben Gerüchteküche light!
    Vollkommen richtig. Man kann sich nur wundern, was manche Voll ..
    in die Welt setzen. Ich bin sogar der Überzeugung, daß es ein Glücksfall war, diesen Bundesbankscheck auszustellen. Hätte Frau Geerkens die 500.000,-- als Bargeld übergeben, dann wäre bei den Jägern für Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Jetzt ist doch alles schön nachprüfbar. Glück gehabt hat er auch, indem er nicht das Geld von einer Niedersächsischen Bank genommen hat. Wieder hätte es Verdächtigungen wegen Vorteilsgewährung gegeben, und die hätte näher gelegen, als bei einer Württembergischen Bank. Ich komme aus dem Lachen nicht raus, wenn ich an die Rekonstruierung der Porsche-Rettung durch Wulff denke. Diese Bank hat ihm sicherlich günstige Konditionen angeboten und bewilligt, wie jede andere Bank mit Stolz einem Ministerpräsidenten die gleichen Konditionen wie einkommensmäßig gleich gestellten Personen gegeben hat. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die BW hier einen Kredit gegeben hat, an dem sie nichts verdient. Und wenn? Wulff und sein Berater kennen doch nicht die Interna der Bank. Dann soll man das doch bitte der Bank vorwerfen und nicht Kreditnehmern. Hier wird jemand für manche Sachen ans Kreuz genagelt, für das er gar nichts kann.
  4. #1743

    Zitat von verwunderterzeitungsleser Beitrag anzeigen
    Die 46% Ablehner sind eindeutig. Die anderen 46% müssen noch lange nicht für Wulff sein, sondern können auch ganz pragmatisch denken. Etwa so: Bezahlt wird er jetzt so wie so. Löst man ihn ab, bekommt er sein Geld umsonst....
    Dabei aber bitte berücksichtigen und das wird doch in vielen Foren bestätigt: Warum weichen denn die repräsentativen Umfragen so eklatant von den Umfragen z.B.bei N-TV ab. Haßposter schreiben doch mehr als Leute denen das ganze Theater am Arsch vorbei geht. Die Wenigen, die Wulff verteidigen gegen die Mega-Medienwelt, weil sie Ungerechtigkeit bei der Beurteilung der Fakten sieht, eher gegen die Presse gerichtet als f ü r Wulff, wo ja doch einige unschöne Dinge passiert sind. Aber diese Hetzjagd ist ungerecht, so mein Verständnis.
  5. #1744

    Auch richtig...

    Zitat von willige Beitrag anzeigen
    Vollkommen richtig. Man kann sich nur wundern, was manche Voll ..
    in die Welt setzen. Ich bin sogar der Überzeugung, daß es ein Glücksfall war, diesen Bundesbankscheck auszustellen. Hätte Frau Geerkens die 500.000,-- als Bargeld übergeben, dann wäre bei den Jägern für Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Jetzt ist doch alles schön .....
    ...doch bleibt der Vorwurf des Umgangs mit der Angelegenheit. Klar ist er derzeit ein Getriebener, auch selbst wüsste ich nicht wie man sich da verhalten sollte. Doch ist die Art und Weise wie er damit umgeht nicht gut für das Amt. Die Presse macht das, was sie immer macht. Jeder Kaufmann würde ein Produkt prominent platzieren um den Absatz zu steigern, wir sind es doch die die Zeitungen kaufen und nach diesen ganzen Meldungen süchtig sind, weil sie uns von anderem ablenken. Von daher bekommen wir was wir verdienen bzw. wollen!

    trotz alle dem, kann Wulff nicht im Amt bleiben. Ist ahlt dumm gelaufen.
    Mal am Rande, Herr de Mazière wurde in einer der letzen Ausgaben des Spiegels als möglicher Kanzler durchleuchtet, nun wird er als Nachfolger von Wulff ins Spiel gebracht. Ist da wieder "Frauenpower" am Werk?
  6. #1745

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Sehr geehrter Mitforist,

    äußerst treffend: Wir haben Herrn Wulff und die ganzen anderen verdient! Eine Gesellschaft bekommt immer genau das, was sie selbst produziert!
    So ist es und so soll es auch bleiben. Das ist Demokratie.
  7. #1746

    Teile der Politischen Klasse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
    haben durch die Hatz auf den Bundespräsidenten einen so großen Grad an Heuchelei erreicht, da hat man sich verbissen hat und kommt nicht mehr los davon. Langeweile hat beim Publikum Einzug gehalten!
    Die Extremen von Rechts und von Links reiben sich die Hände.
  8. #1747

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen
    Stimmt ausnahmsweise- aber eben auch nur halb...
    Denn Wulff hatte Geschäftsbeziehung zu Geerkens!
    Die Herr Geerkens auch selbst öffentlich zugegeben hat- dass er Wulff bei den Kredit/Darlehensverhandlung beraten hat.
    Mehr Geschäftsbeziehung geht eigentlich garnicht.
    Hat Geerkens ein Honorar für die Beratung genommen?
    Wenn ja, dann ist es in der Tat eine Geschäftsbeziehung.
  9. #1748

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen
    Die Geschichte mit Wulff fing damit an, dass er im niedersächsischen Landtag nicht die ganze Warheit verraten hat und eskalierte dann in dem unsäglich dilettantsischen Berater-Management und seiner dto. entsprechenden eigenen Dämlichkeit.

    Eine starke Opposition hätte und wird ihn auch nur darauf festnageln können und sonst nix!
    Dazu muß man ganz klar sagen, das ihm eine geschlossene Frage gestellt wurde. Die man mit Ja oder Nein beantwortet.
    Ein Jurist wird die auch genauso beantworten. Wenn ein Anwalt oder Richter Jemanden vor Gericht so eine Frage stellen, dann wollen die auch nur ein Ja oder Nein hören und Nichts Anderes.
    Und da er zu diesem Zeitpunkt Ministerpräsident und damit ein taktierender Politiker (kein unparteiischer BP) war, hat er die Frage ganz genauso beantwortet.
    Es bekommen noch ganz andere führende Politiker in den entsprechenden Gremien Fragen gestellt, die sie taktierend beantworten.

    Man hätte ihm die Frage offen stellen müssen. Gelernte Rethoriker wissen das und machen das gegebenenfalls auch so.
  10. #1749

    Zitat von unglücksstern Beitrag anzeigen
    Missbrauch einer Vertrauensstellung. Es ist schon merkwürdig in unserem Land. Da wird ein Polizist gefeuert, weil er ein Rasierwasser annimmt, oder der Müllmann abgemahnt, weil man ihm Zigaretten geschenkt hat. Der Bundespräsident lässt sich aber, von teils ambivalenten Personen, in Villen, auf Jachten und zu exclusivem Essen einladen und noch dazu Designer-Damenmode schenken, Kredite ausreichen von 0,9-2,10%, wo man normal 3,50-4,00% für sein Haus zahlen muss. Wenn man sich das so richtig durch den Kopf gehen lässt, glaubt man, man sei in einer Bananenrepublik irgendwo in Lateinamerika. Aber selbst dort geht es nicht so korrupt zu. Korruption bezeichnet Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Herr Wulff sie sind ein Desaster, ein Fiasko, einfach ein Unglücksstern.
    Na vielleicht findet die Bild noch heraus, das in Bellevue "Bunga Bunga Partys" stattgefunden haben.
    Und vielleicht hat man als MP oder BP einen besonderen Scoringwert. Wulff lässt es sich genauso gut gehen, wie sehr vielen anderen Politikern in diesem Land. Vielleicht sollte man bei der nächsten BP Wahl sowas berücksichtigen. Aber das scheint mir inzwischen zu einem Politikum verkommen zu sein, wo nun auch Parteienspielchen stattfinden.


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