Forum: Politik
Gelten für den Bundespräsidenten strengere Regeln als für den Normalbürger?
Ein Kredit mit Folgen für die Glaubwürdigkeit: Bundespräsident Wulff musste sich ernsten Vorwürfen in Sachen Integrität und Amtsführung stellen. Zwar räumte er Versäumnisse ein, doch seine Stellungnahme festigte seine Position in der Öffentlichkeit keineswegs. Gelten für den Bundespräsidenten strengere moralische Regeln als für den Normalbürger?
- #1310 06.01.2012 08:37 von
Staitistische Gesetze und Wunschdenken
- #1311 06.01.2012 08:54 von
Selbstverständlich
Der Normalbürger darf auch schon mal straffällig werden, ohne dass dieser Umstand seine Vita zerstören würde. Sofern es sich um keine Kapitalverbrechen handelt.
Ein Bundespräsident hat eine im wesentlichen repräsentative Funktion, er ernennt und entläßt aber auch Bundesminster, den Bundeskanzler, unterschreibt Gesetze. Er kann im Bewusstsein von Bürgern und Politikern etwas "bewegen" (vgl. Ruck-Rede). Er kann dem Volk ein Mahner sein.
Die Ausgestaltung obliegt dem Amtsinhaber selber. Insofern fand ich im ARD/ZdF Interview den Hinweis interessant, dass CW einräumte, sehr schnell vom Amt des Ministerpräsidenten in das Amt des Bundespräsidenten gekommen zu sein. Er räumte damit ein, dass er sich selbst nicht für fähig hält, dieses Amt auszuüben. Anscheinend gibt er sich der Illusion hin, mit "learning by doing" bis zum Ende der Amtszeit soweit gereift zu sein, dass er es dann vielleicht ausfüllt.
Das war peinlich. Die Vorgänge Kredit und Urlaubsreisen lagen ja vor einer Amtszeit. Die Anrufaffäre ist natürlich unter dem Aspekt zu sehen, dass bisher keiner seiner Amtsvorgänger von den Medien derart als Person angegriffen wurden. Angriffe gegen Horst Köhler, die zu dessen vorzeitigem Rücktritt führten, waren gegen gewisse politische Aussagen gerichtet, nicht gegen die Person selber. - #1312 06.01.2012 08:58 von
Wer macht den nun wen "Kaputt" ?
Ich finde die BILD ehrlich gesagt auch zum kotzen.(Entschuldigung ist
aber so).Das hat nichts mit dem Artikel zu tun.
Herr Bundespräsident Wulff wär in der Lage gewesen, die Vorwürfe von
BILD eigentlich sofort und endgültig zu widerlegen.
Ganz einfach, durch die Zustimmung zur Veröffentlichung des Textes
seien Anrufes beim Chefredakteur.Im Gegenteil zur Verweigerung
der Veröffentlichung wäre es an Wulff gewesen, dass ausdrücklich
zu verlangen.Dann wäre nicht nur der Vorwurf der versuchten
Nötigung gegenüber der Bild widerlegt sondern der Rest auch in eine
andere Richtung eingeordnet.Hier bleibt es wohl dabei, erlügt ganz
unverfroren weiter , nicht nur gegenüber der Öffentlichkeit zum
Bildanruf sondern letztendlich auch zur versuchten Verfahrensweise
bei der versuchten Unterdrückung eines eigentlich unwesentlichen
Artikels in der Welt am Sonntag.
Für mich nun eigentlich nicht mehr erträglich.Er ist schon eher für mich ein Problem für eine Therapie durch einen qualifizierten Psychologen.
Er hat ein Persönlichkeitsproblem das ihn für das Amt untragbar
macht. - #1313 06.01.2012 09:12 von
Ohje...!
Mit Verlaub: ..denjenigen, die versuchen, die Angelegenheit auf "Neid" zu reduzieren, kann ich nur unterstellen.. (falls dies ernst gemeint ist..):
Nix verstanden!!
Ansonsten wiederhole ich mich gern:
Die Einsicht, dass es hier nicht um Herrn Fritz Müller geht,
setzt sich nicht durch..!
Solange es so ist, und Gutenbergs, Wulffs sowie andere, übrigens egal welcher Zugehörigkeit.. spüren, dass sie oft nicht nach wirklichen Werten im Kontext des Amtes und unserer Gesellschaft bewertet werden, sondern nach vorgefassten Meinungen.. wird die Polarisierung in der Beurteilung, bar jeder Selbstkritik, zum Selbstzweck!! ..wie arm!! - #1314 06.01.2012 09:24 von
Ob das Ansehen von Deutschland
durch diese Debatte über den BP schaden nimmt?
Ich glaube eher, das Ausland lacht über uns!
Wir haben hier eine echte Luxusdebatte, weil wir sonst keine Probleme haben.
In anderen europäischen Ländern haben die Präsidenten / Ministerpräsidenten ganz andere Affären laufen...
Wie heißt es so schön:
"Die Lage in Deutschland ist ernst, aber nicht hoffnungslos. In anderen EURO- Ländern ist die Lage hoffnungslos, aber nicht ernst" :-) - #1315 06.01.2012 09:29 von
Da stimmen wir ausnahmsweise mal überein.
Wenn man dann noch bedenkt, für was die Bundesrepublik unter rot/grün Bürgschaften übernommen hat und wo Schröder als Berater gelandet ist. Ist das für mich anrüchiger, als ein zinsgünstiger Kredit.
Es sind einige ehemalige Regierungspolitiker butterweich im Schoße der Industrie gelandet.
Da wird nicht mit so einer Vehemmenz berichtet. - #1316 06.01.2012 09:39 von
- #1317 06.01.2012 09:45 von
- #1318 06.01.2012 09:45 von
Ich habe auch schon mal in rage, was auf einen AB gesprochen, was bei nüchterner Betrachtung nicht nur nicht in Ordnung war *grins*
Das wird wohl Jeder mal durchhaben.
Was soll die Veröffentlichung des AB bringen, ausser den BP weiter an die Wand zu nageln.
Für mich ist das seitens der Medien ein sehr schmutziges Schmierentheater, mit stetigen lancierten Meldungen, die langsam nerven. - #1319 06.01.2012 09:47 von
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