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Geht die Piratenpartei energisch genug gegen Rechtsextreme in den eigenen Reihen vor?

Mit den potentiellen und aktuellen Wählern läuft es für die Piraten bestens, mit den Mitgliedern schon weniger: Häufig gibt es Querelen um Radikale, Randgruppen und Störenfriede. Natürlich zieht eine junge Partei im Aufwind viele an, und die Partei hatte alle Hände voll zu tun mit Organisation und Programm. Aber dennoch: Geht die Partei energisch genug gegen Rechtsextreme im eigenen Haus vor?
  1. #70

    Jo

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    ..die europäische Allianz der Willigen" ?? Diesen Begriff habe ich noch nie gelesen. Hat er auch eine geopolitische Dimension?
    Wie ist Ihre Frage gemeint?
    Diesen Neologismus habe ich in Anlehnung an Georg Dabbelju's Begrifflichkeit i. V.m. dem Irakkrieg kreiert. Ob er dadurch geopolitische Dimensionen bekommt, ist unerheblich, weil dieses Thema lediglich die Alte Welt betrifft.
  2. #71

    Protestwähler

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    Die Piraten sammeln erst mal um sich die Unzufriedenen, das Protestpotenzial eben, das jede neue Partei einsammelt, haben die Grünen bei ihrer Parteigründung auch gemacht, da sind eben auch mal Unzufriedene aus allen politischen Richtungen dabei:

    Die Achse des Guten: Braune Grüne einst und jetzt

    Ich denke, das wird sich noch relativieren, wie es sich auch bei den Grünen relativiert hat. Besser diese Leute versuchen es nun mal bei den Piraten und "normalisieren" dabei ihr Weltbild, als das sie sich bei der NPD einreihen.
    In erster Linie sind die Piraten eine Partei, die die meisten Bürger als eine Protestpartei ansehen wollen, aber es könnte sich ja noch ändern, dazu müssen sie politisch Form annehmen und sich ein Programm erarbeiten.
    Auch ich hatte diese Partei zum Protest gegen die etablierten Parteien schon gewählt, nur hatte damals noch keiner von ihnen gesprochen, sie waren damals bei 0,20 Prozent.
    HR
  3. #72

    Zitat von pcpero Beitrag anzeigen
    Wie ist Ihre Frage gemeint?
    Diesen Neologismus habe ich in Anlehnung an Georg Dabbelju's Begrifflichkeit i. V.m. dem Irakkrieg kreiert. Ob er dadurch geopolitische Dimensionen bekommt, ist unerheblich, weil dieses Thema lediglich die Alte Welt betrifft.
    alles klar, also. Nix Geopolitik! Irrtum aufgeklärt! Gruss. Ray
  4. #73

    Piraten werden vorrangig als Protestpartei angesehen!

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    In erster Linie sind die Piraten eine Partei, die die meisten Bürger als eine Protestpartei ansehen wollen, aber es könnte sich ja noch ändern, dazu müssen sie politisch Form annehmen und sich ein Programm erarbeiten.
    Auch ich hatte diese Partei zum Protest gegen die etablierten Parteien schon gewählt, nur hatte damals noch keiner von ihnen gesprochen, sie waren damals bei 0,20 Prozent.
    HR
    Lieber Hubert,Sie haben vollkommen Recht,das gestern veröffentlichte
    aktuelle Politbarometer hat das klar zu Tage befördert,dass die Piraten-
    partei vorrangig als Protestpartei angesehen und gewählt wird,aber
    es stimmt auch,wie Sie konstatieren,dass sich das auch ändern kann!
    Leider ist es auch immer so,dass "Neue Parteien/Protestparteien"
    von Rechtsradikalen magnetisch angezogen werden,sie wittern da
    ihre x-te Chance ihre Gesinnung ausleben zu können,aber wie ich
    die Lage sehe,werden diese Ewiggestrigen bei der Piratenpartei
    schnell im Abseits landen,denn man kann ja vieles über die Piraten-
    partei spekulieren und kommunizieren,aber das sie eine radikale
    Partei ist,das ist total abwegig und dass das so bleibt,dafür wird
    auch schon das Piratenparteien-Netz in Europa sorgen,denn auch
    da,wie in der Netzpoltik sind die Piraten Pioniere,die schon lange
    ihren Zusammenschluss als Europapartei erledigt haben werden,wenn
    die etablierten Parteien erst anfangen darüber nachzudenken,dass das
    ja ganz sinnvoll wäre!MfG Biberli
  5. #74

    Die Grenze ist fliessend!

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Genau das wollte ich fragen : gibt es im rechten Spektrum eigentlich - per SPON-Definition- nur Rechtsradikale und Rechtsextreme ? Vielleicht sollte ich hier SPON nicht direkt ansprechen, sondern die deutsche Presse im allgemeinen. Rechts zu sein bedeutet bei Ihnen etwas Anderes als konservativ zu sein, ja ? Wo ist da die Grenze ?
    Lieber Montanabear,gute Frage zur Abgrenzung zwischen Konservativ
    und Rechts- bzw.Rechtsextrem,ich denke,die Grenze ist da fliessend,
    ich würde sie so setzen,dass für mich jemand noch zum demokratischen
    Spektrum zählt,wenn er eine konservative Weltanschauung und
    eine patriotische Grundeinstellung hat und keine nationalistische
    Gesinnung,die mit Feindbildern arbeitet,sich selbst erhöht und andere
    erniedrigt,das wären für mich Rechte bzw.Rechtsextreme!
  6. #75

    Es muss ja nicht gleich eine Beteiligung sein!

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Alle Wahlprogramme, Parteiprogramme, Konzepte etc. werden überhaupt erst dann relevant, wenn nach der Wahl die betreffende Partei auch in der Regierungskoalition landet. Das ist bei den Piraten zunächst gar nicht zu erwarten. - Allgemein gesehen sind solchen Wahlprogramme Vorhaben der Partei, die selbstverständlich nach der Wahl an den Realitäten, den vorgefundenen Gesetzen, Beschlüssen, Verträgen usw. gemessen werden müssen. Und da ist es nicht "dumm" (Ihr Ausdruck), wenn die Koalition nach den realen Fakten handelt, und nicht nach partei-ideologischen Prämissen; da ist es klug, neue Prioritäten zu setzen. Und so werden auch die Piraten die Erfüllung vieler ihrer Ziele auf nächste und übernächste Wahlperioden verschieben müssen - falls sie dann irgendwann einmal in eine Regierungskoalition aufgenommen werden.
    Lieber Berg-neu,es muss ja nicht gleich in eine Beteiligung an einer
    Regierungskoalition führen,wenn die Piratenpartei weiter wächst so
    wie in den letzten Wochen und Monaten,mir würde es schon ge-
    fallen,wenn die Piratenpartei vielleicht zum Mehrheitsbeschaffer einer
    Minderheitsregierung werden würde,das wäre doch ein guter Anfang
    und allemal besser als in der Oppositionsrolle zu versauern und als
    Mehrheitsbeschaffer wäre es auch für die Piraten ideal,denn dann
    müssten sie ihr Prinzip "Keinen Fraktionszwang auf die gewählten Abgeordneten seitens der Fraktion auszuüben",nicht brechen und könnten
    so auch die etablierten Parteien vielleicht zu einem anderen Politikstil
    bewegen,das wird aber wohl dauern,aber hauptsache es bewegt
    sich was bei denen!MfG Biberli
  7. #76

    Semantik und Politik

    Zitat von Montanabear Beitrag anzeigen
    Genau das wollte ich fragen : gibt es im rechten Spektrum eigentlich - per SPON-Definition- nur Rechtsradikale und Rechtsextreme ? Vielleicht sollte ich hier SPON nicht direkt ansprechen, sondern die deutsche Presse im allgemeinen. Rechts zu sein bedeutet bei Ihnen etwas Anderes als konservativ zu sein, ja ? Wo ist da die Grenze ?
    Rechts ist für die meisten schlicht (demokratisch) bürgerlich konservativ, lustigerweise oft liberal genannt, was bei Euch wieder etwas ganz anderes bedeutet. Rechtsextrem kann konservativ mit übertriebener Betonung des Nationalen, aber ohne Gewalt sein, rechtsradikal ist dann das Ganze mit Gewalt (bei uns z.B. die 3 Neonazi mit den 9 Türkenmorden als schreckliches Beispiel, In Norwegen der Breivik, etc.
    Wie sagt Ihr in den USA von Leuten wie Mc Veigh oder dem Kerl, der letztes Jahr auf die dem. Abgeordnete geschossen hat: Rechtsradikale oder bloss Verrückte? Verrückt wäre allerdings der nicht, der kürzlich auf der Pirsch den schwarzen unbewaffneten Jungen erschossen hat. Bürgerwehren haben oft etwas Rechtsextremes bis Rechtsradikales an sich. Unsere Piraten sind, wie Eure Occupy-Leute, harmlos, deshalb unterstütze und verlange ich ja auch die Distanzierung gem. Strangthema! Occupy muss sich übrigens überall auch von linksextremer Gewaltbereitschaft lossagen. Einverstanden?
  8. #77

    Habe ich allein das falsch verstanden?

    Sagte der Typ nicht, daß der rasante Aufstieg der Piraten dem der alten Nazis gleicht? Damit sagt er doch nicht, daß das Nazis sind, sondern nur, daß die Zuwachsraten ähnlich beeindruckend sind.
    Erinnert mich an die Falschinterpretationen des Grassschen "Gedichts", der schrieb auch nichts Antisemitisches und man sog Honig aus seiner SS-Mitgliedschaft, obwohl er nichts Unrechtes tat.
    Glaube eher an eine Wahlkampfkampagne der Gegner, fehlen nur noch zusätzlich "Roten Socken", aber da wird sich auch etwas finden lassen, vielleicht über eine Kapitalismuskritik?
  9. #78

    Rundumschlag

    Kaum holen die Meinungsmacher die Moralkeule raus, beugen die Piraten ihre Knie und verabschieden sich sang und klanglos von ihrem Grundrecht der Meinungsfreiheit. Mal schauen, wie lange sie brauchen um sich der Vorratsdatenspeicherung anzunähern und ihr positive Aspekte abzuringen.

    Mich wundert es nicht mehr, das die Revolution von 48 gescheitert ist. Revolutionen sind in Deutschland verboten, deshalb gibt es sie nicht.

    Naja, war ja ein netter Versuch aber die Piraten machen sich schneller entbehrlich als die Grünen, scheint mir.
  10. #79

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aber dennoch: Geht die Partei energisch genug gegen Rechtsextreme im eigenen Haus vor?
    Was ist rechtsextrem?


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