Mit den potentiellen und aktuellen Wählern läuft es für die Piraten bestens, mit den Mitgliedern schon weniger: Häufig gibt es Querelen um Radikale, Randgruppen und Störenfriede. Natürlich zieht eine junge Partei im Aufwind viele an, und die Partei hatte alle Hände voll zu tun mit Organisation und Programm. Aber dennoch: Geht die Partei energisch genug gegen Rechtsextreme im eigenen Haus vor?
In erster Linie sind die Piraten eine Partei, die die meisten Bürger als eine Protestpartei ansehen wollen, aber es könnte sich ja noch ändern, dazu müssen sie politisch Form annehmen und sich ein Programm erarbeiten.
Auch ich hatte diese Partei zum Protest gegen die etablierten Parteien schon gewählt, nur hatte damals noch keiner von ihnen gesprochen, sie waren damals bei 0,20 Prozent.
HR
Lieber Hubert,Sie haben vollkommen Recht,das gestern veröffentlichte
aktuelle Politbarometer hat das klar zu Tage befördert,dass die Piraten-
partei vorrangig als Protestpartei angesehen und gewählt wird,aber
es stimmt auch,wie Sie konstatieren,dass sich das auch ändern kann!
Leider ist es auch immer so,dass "Neue Parteien/Protestparteien"
von Rechtsradikalen magnetisch angezogen werden,sie wittern da
ihre x-te Chance ihre Gesinnung ausleben zu können,aber wie ich
die Lage sehe,werden diese Ewiggestrigen bei der Piratenpartei
schnell im Abseits landen,denn man kann ja vieles über die Piraten-
partei spekulieren und kommunizieren,aber das sie eine radikale
Partei ist,das ist total abwegig und dass das so bleibt,dafür wird
auch schon das Piratenparteien-Netz in Europa sorgen,denn auch
da,wie in der Netzpoltik sind die Piraten Pioniere,die schon lange
ihren Zusammenschluss als Europapartei erledigt haben werden,wenn
die etablierten Parteien erst anfangen darüber nachzudenken,dass das
ja ganz sinnvoll wäre!MfG Biberli
Lieber Montanabear,gute Frage zur Abgrenzung zwischen Konservativ
und Rechts- bzw.Rechtsextrem,ich denke,die Grenze ist da fliessend,
ich würde sie so setzen,dass für mich jemand noch zum demokratischen
Spektrum zählt,wenn er eine konservative Weltanschauung und
eine patriotische Grundeinstellung hat und keine nationalistische
Gesinnung,die mit Feindbildern arbeitet,sich selbst erhöht und andere
erniedrigt,das wären für mich Rechte bzw.Rechtsextreme!
Lieber Berg-neu,es muss ja nicht gleich in eine Beteiligung an einer
Regierungskoalition führen,wenn die Piratenpartei weiter wächst so
wie in den letzten Wochen und Monaten,mir würde es schon ge-
fallen,wenn die Piratenpartei vielleicht zum Mehrheitsbeschaffer einer
Minderheitsregierung werden würde,das wäre doch ein guter Anfang
und allemal besser als in der Oppositionsrolle zu versauern und als
Mehrheitsbeschaffer wäre es auch für die Piraten ideal,denn dann
müssten sie ihr Prinzip "Keinen Fraktionszwang auf die gewählten Abgeordneten seitens der Fraktion auszuüben",nicht brechen und könnten
so auch die etablierten Parteien vielleicht zu einem anderen Politikstil
bewegen,das wird aber wohl dauern,aber hauptsache es bewegt
sich was bei denen!MfG Biberli
Rechts ist für die meisten schlicht (demokratisch) bürgerlich konservativ, lustigerweise oft liberal genannt, was bei Euch wieder etwas ganz anderes bedeutet. Rechtsextrem kann konservativ mit übertriebener Betonung des Nationalen, aber ohne Gewalt sein, rechtsradikal ist dann das Ganze mit Gewalt (bei uns z.B. die 3 Neonazi mit den 9 Türkenmorden als schreckliches Beispiel, In Norwegen der Breivik, etc.
Wie sagt Ihr in den USA von Leuten wie Mc Veigh oder dem Kerl, der letztes Jahr auf die dem. Abgeordnete geschossen hat: Rechtsradikale oder bloss Verrückte? Verrückt wäre allerdings der nicht, der kürzlich auf der Pirsch den schwarzen unbewaffneten Jungen erschossen hat. Bürgerwehren haben oft etwas Rechtsextremes bis Rechtsradikales an sich. Unsere Piraten sind, wie Eure Occupy-Leute, harmlos, deshalb unterstütze und verlange ich ja auch die Distanzierung gem. Strangthema! Occupy muss sich übrigens überall auch von linksextremer Gewaltbereitschaft lossagen. Einverstanden?
Sagte der Typ nicht, daß der rasante Aufstieg der Piraten dem der alten Nazis gleicht? Damit sagt er doch nicht, daß das Nazis sind, sondern nur, daß die Zuwachsraten ähnlich beeindruckend sind.
Erinnert mich an die Falschinterpretationen des Grassschen "Gedichts", der schrieb auch nichts Antisemitisches und man sog Honig aus seiner SS-Mitgliedschaft, obwohl er nichts Unrechtes tat.
Glaube eher an eine Wahlkampfkampagne der Gegner, fehlen nur noch zusätzlich "Roten Socken", aber da wird sich auch etwas finden lassen, vielleicht über eine Kapitalismuskritik?
Kaum holen die Meinungsmacher die Moralkeule raus, beugen die Piraten ihre Knie und verabschieden sich sang und klanglos von ihrem Grundrecht der Meinungsfreiheit. Mal schauen, wie lange sie brauchen um sich der Vorratsdatenspeicherung anzunähern und ihr positive Aspekte abzuringen.
Mich wundert es nicht mehr, das die Revolution von 48 gescheitert ist. Revolutionen sind in Deutschland verboten, deshalb gibt es sie nicht.
Naja, war ja ein netter Versuch aber die Piraten machen sich schneller entbehrlich als die Grünen, scheint mir.