Mit den potentiellen und aktuellen Wählern läuft es für die Piraten bestens, mit den Mitgliedern schon weniger: Häufig gibt es Querelen um Radikale, Randgruppen und Störenfriede. Natürlich zieht eine junge Partei im Aufwind viele an, und die Partei hatte alle Hände voll zu tun mit Organisation und Programm. Aber dennoch: Geht die Partei energisch genug gegen Rechtsextreme im eigenen Haus vor?
...die Vorurteile!
Also gerade bei den Piraten reicht es doch die, größtenteils nicht vorhandene, Substanz zu kritisieren. Bei diesen "vorurteilsbeladenen" Kommentaren fragt man sich eben, ob zum einen man sich wirklich mit denen beschäftigt und beurteilt und zum anderen wie gute Bildung (wie ja auch gewünscht) und Verurteilung der oberflächlichen Erscheinung zusammen passen.
Das fällt dann in die Schublade, einer sagt was "Rechtsextremes" und die Piraten haben ein Rechtsextremismusproblem. Komischerweise passierte das nicht in der Form, als sich einer als "Linksextrem" offen bezeichnete.
Für eineBeurteilung ob jemand wählbar für einen ist oder nicht, sollte nicht nur die Oberfläche betrachtet werden. Denn Sie haben ja auch Erwartungen an einen Politiker, die über die Oberfläche hinaus gehen, oder habe ich Sie da falsch verstanden?
einfach ist das alles nicht. Die Oberfläche wird ja bewußt gewählt und soll auch etwas zum Ausdruck bringen. Als die "68er" anfingen, sich betont leger zu kleiden, war das eine bewußte Abgrenzung zu einer in Konventionen erstarrten Gesellschaft, die möglicherweise sinnvoll war. Heute, wo man Leute nur noch mit Mühe davon abhalten kann, sich mit Badeschlappen, kurzer Hose und freiem Oberkörper ins Cafè zu setzen, ist das anders. Da ist vielleicht der Auftritt im Müllwerker-Look oder schlimmerem auch ein Statement, das man diesen Egozentrikern durchaus zutraut: Ihr anderen seid mir eigentlich sch...egal.
Zu den Weimarer Verhältnissen hatte ich lediglich mehrmals Fragen gestellt, um Erläuterung gebeten und mich über die Gegenüberstellung zu den Piraten erkundigt. Leider erhielt ich keine Auskunft, die diesen Vergleich rechtfertigt. Falls Sie es können, schreiben Sie es. Mal sehen, wer hier "relativiert".
Man kann natürlich den Standpunkt vertreten, wenn alle gleich aus sehen, dann kann man sich auf deren Worte und Taten beschränken.
Doch kann man auch darüber nachdenken, wer sich äußerlich uniformiert um sich anzupassen, uniformiert sich leicht auch in seinen Worten und Taten.
Man könnte auch das Statement folgendermaßen verstehen: nehmt mich so wie ich bin und wir können uns um das Wichtige unterhalten.
schon gesagt, ist das bei den Piraten gar nicht nötig, denn aufgrund ihrer Struktur wird es noch etwas dauern, bevor man sich ernsthaft damit auseinandersetzen kann.
Ihre "Leitung" scheint Unterbrechungen zu haben. Habe mich klar und deutlich ausgedrückt.
Nochmal: Die Piraten sind Chaoten, die keine Konzepte, keine klare Linie haben, die sich NICHT eindeutig von rechtsradikalen Strömungen absetzen und selbige zudem relativieren. Die Presse hat zugenüge darüber berichtet.
Solche Chaotentruppen und dazu zählen neben den Piraten LINKE, Freie Wähler bereiten den Boden für Weimarer Verhältnisse. Auf dem besten Weg dahin sind wir.
Wenn's Ihnen immer noch nicht klar ist, dann lassen Sie es einfach dabei bewenden.