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Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo - eine gute Entscheidung?

Diese Ehrung hat Sprengkraft: Das Nobelkomitee zeichnet den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo mit dem Friedenspreis aus. Die Führung in Peking reagiert empört, Menschenrechtler in aller Welt sind hocherfreut. Was ist Ihre Meinung?
  1. #600

    .

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich sie anrufen und ihr noch einmal erklaeren, dass ihr Gatte gegen geltendes, chinesisches Recht verstossen hat??
    Ja, ist immer praktisch, in einer Diktatur mit dem "geltenden Recht" zu argumentieren. Hier geht es aber um Ihre Meinung, Ihren Standpunkt - den Sie vertreten sollen, ohne sich hinter Paragraphen zu verschanzen.

    Wenn Sie der Ansicht sind, der Mann sitzt zu Recht 11 Jahre, dann müssen Sie auch den Mumm haben, das so seiner Frau zu sagen: "Frau Xiaobo, ich finde es richtig, dass Ihr Mann für 11 Jahre eingesperrt ist!" Wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" übrigens, nicht bewaffneten Kampfes. Also, was sagen Sie konkret dazu? Ist es richtig, jemanden zu inhaftieren, weil er ein Schriftstück verfasst hat?

    Verstecken Sie sich nicht hinter Paragraphen, sondern stehen Sie zu "Ihrem" Standpunkt.

    Zitat von notty Beitrag anzeigen
    Ich verstosse hier in China nicht gegen geltendes Recht und poste locker vor mich hin...ohne merkbare Zensur. Auch kann ich hier saemtliche Zeitungen lesen, mich zum Thema Tibet einloggen etc.
    Warum so negativ??
    Es gibt also keine Internetzensur in China? Regimekritische Websites werden nicht blockiert? Das können Sie uns unmöglich weismachen wollen.

    Warum so negativ? Weil Sie hier Propaganda für ein Regime machen, das fundamentale Menschenrechte verletzt. Ob Sie ein bezahlter Propgandist für das Regime sind, weiß ich nicht, aber es ist beschämend, wie mitleidlos Sie auf das Schicksal eines Menschen reagieren, der nur sein Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.
  2. #601

    man kann es auch so sehen..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diese Ehrung hat Sprengkraft: Das Nobelkomitee zeichnet den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo mit dem Friedenspreis aus. Die Führung in Peking reagiert empört, Menschenrechtler in aller Welt sind hocherfreut. Was ist Ihre Meinung?
    Ich fordere den Friedensnobelpreis für Danny Lampley in den USA.

    Warum?
    Hier steht es:
    http://www.spiegel.de/panorama/justi...722054,00.html

    Ja, ja ist das falsche Land. China passt mehr in das westliche Befreiungsbild ;-))
  3. #602

    Maslose Arrgoganz gegen chinesische Qualitätsprodukte

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    so dumm wie Sie ist nicht einmal die KPCH. Die Chinesen kaufen Dollars, weil dort ihr größter Absatzmarkt ist. Wer kauft denn den Elektroschrott aus China? Die Amis. USA und China sind derzeit wirtschaftlich auf Gedeih und Verderb aneinandergekettet.
    Ich fahre seit 2006 chinesische Elektrorolller

    Andere Länder sind offensichtlich nicht in der Lage
    anständige Fahrzeuge zu produzieren, denken man
    könne fossilen Schrott mit Verbrennungsmotor
    noch ewig den Kunden und der Umwelt zumuten.

    Und was passiert, wenn eine Partei vorschlägt wenigstens ab 2015 das Benzinmoped nicht mehr zulassungsfähig zu machen, die bis 2025 von den Straßen zu bekommen?

    Sofort springt ein treuer Vasall der Öllobby vor

    Ist dies im Sinn seiner Wähler? Nein! Dies ist nur im Sinn der Lobby die ihm die Befehle gibt.
    und fordert 2 Takt Knatter Stink Mopeds auf ewig.

    Was haben wir davon irgendwelche Marionetten zu wählen, wenn diese dann von anderen kommandiert werden?
  4. #603

    Unfug

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    in Nordwest-China sind Bürgerkrieg,was denn sonst?
    Klar und die Aktivitäten von ETA, RAF und anderen verwirrten Splittergruppen (die prozentual zur Bevölkerung der jeweiligen Staaten/Regionen über der Grössenordnung der von Ihnen so empfundenen "gewaltigen Aufstände" in China liegen dürften) sind Bürgerkrieg?
  5. #604

    Substanzielles

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    in Nordwest-China sind Bürgerkrieg,was denn sonst?

    Mich würde eine Stellungnahme von Ihnen zu diesem Beitrag interessieren:

    Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo - eine gute Entscheidung?

    Ich bitte um Substanzielles!
  6. #605

    Blödsinn

    [QUOTE=Marenga;6398128]Wenn die Chinesen ihre US-Staatsanleihen auf den Markt werfen, gibts Erschüterungen auf den Finanzmärkten, die man sich nicht einmal in Ansätzen ausmalen kann.

    Vorher sollten sie aber noch einen großen Teil des wertlosen Papiers mit dem $-Zeichen dazu verwenden, auf der ganzen Welt Industriegüter, Maschinen und Waffen einzukaufen, nur nicht in den USA.
    /QUOTE]

    Sie wollen dass die Chinesen diese Papiere zweimal verkaufen?
    Einmal zum Einkauf von Waffen und dann auf den Markt werden. Und wieso glauben Sie dass Papiere wertlos sind, mit denen man hochwertige Waren kaufen kann?

    So ein Dummheit unterstelle ich nicht mal den Chinesen.

    Nicht mal die Dummheit massiv die Papiere zum Verkauf anzubieten. Die Preise würden sinken, die Papiere würden aufgekauft werden, gebunkert werden und anschliessend werden die Preise wieder steigen. Nur die Chinesen hätten nichts davon.
  7. #606

    Zitat von Waiguoren Beitrag anzeigen
    Tibet gehörte schon während der Qing-Dynastie zu China.
    Kann das jemand verifizieren? Soweit ich nämlich gehört habe, hat Tibet nie zu China gehört.
  8. #607

    Sie haben die chinesische Sicht...

    Zitat von Edog Beitrag anzeigen
    Vorweg: Ich wurde in China geboren, bin in Deutschland aufgewachsen und habe in den USA studiert. Kenne daher sowohl die chinesische Mainstream-Sicht der Dinge als auch die westliche sehr gut. In diesem Forum sind viele deutsche Blogger ueber die Reaktion von Auslandschinesen empoert, dazu moechte ich meine Sicht erlaeutern, die vielleicht beide Seiten nachvollziehen koennen:

    Vor dem Menschen Liu Xiaobo habe ich hohen Respekt. Er ist ein Idealist, der seit ueber zwei Jahrzehnten fuer seine Herzensangelegenheit eintritt, mit dem Ziel, die chinesische Gesellschaftsstruktur zu verbessern. Dabei hat er grosse persoenliche Opfer gebracht und ist nicht vor drakonischen Strafen zurueckgeschreckt.

    Das Problem besteht darin, dass seine Ziele nur von einer Minderheit chinesischer Intellektuellen geteilt wird und ein noch kleinerer Teil der Gesellschaft sich mit seiner Thematik beschaeftigt. Das mag aus westlicher Sicht unverstaendlich sein, ist aber die Realitaet. Die Mainstream- chinesische Sicht ist eine utilitaristische: Wie kann man das Leben der Menschen konkret / messbar verbessern. Und da ist die Antwort der meisten Chinesen, dass Dinge wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit etc. bei Weitem weniger wichtig sind als Wirtschaftswachstum, weniger Korruption, geringere Arbeitslosigkeit, bessere Schulen etc. Und ja, fuer viele besteht dazwischen ein Gegensatz: Man schaue sich als Gegenbeispiel nur Indien oder Indonesien an. Deren Buerger besitzen deutlich mehr Buergerrechte als chinesische, und doch wuerden wohl nur die wenigsten Chinesen mit ihnen tauschen wollen.

    Daher ist auch zu erklaeren, warum wahrscheinlich die Mehrheit der Chinesen die kommunistische Regierung unterstuetzen: In den letzten 30 Jahren hat sich der Lebensstandard im Land derart massiv verbessert (ja, trotz aller damit einhergehenden Probleme), dass viele gern ueber die mangelndeb politischen Rechte hinwegsehen. Auch die Mehrheit chinesischer Intellktuelle setzt darauf, dass Reformen langsam innerhalb der Partei stattfinden, anstatt durch eine revolutionaere Bewegung, die das Land in Chaos stuerzen koennte.
    ...richtig geschildert, den Chinesen müßte aber klar sein, daß die Voraussetzung zur Bekämpfung von Korruption Meinungs- und Informationsfreiheit ist. Und dafür kämpft Liu.
  9. #608

    so, so

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Nein, Menschenrechte sind sehr eindeutig.
    Recht auf Leben
    Recht auf Gesundheit
    Recht auf Meinungsfreiheit
    Recht auf Demokratie
    Recht auf Glaubensfreiheit, auch Glaubenslosigkeit
    Recht auf Gleichberechtigung, nicht nur dem Geschlecht nach.
    Recht auf sexuelle Selbstbestimmung
    Recht auf freie Berufswahl


    Diese Rechte sind unabhängig von Zeit und Ort, sie werden aber abhängig von der Kultur und den Herrschenden beeinträchtigt.

    China verweigert alle obigen Menschenrechte, nur bei der sexuellen Gleichberechtigung scheint es ein bisschen in Bewegung zu geraten

    Schönes Beispiel USA

    Recht auf Leben - Todesstrafe
    Recht auf Gesundheit - Keine Gesundheitsversicherung
    Recht auf Meinungsfreiheit - mal so -- mal so
    Recht auf Demokratie -- Für wen?
    Recht auf Glaubensfreiheit, auch Glaubenslosigkeit --- Neeee, nicht wirklich
    Recht auf Gleichberechtigung, nicht nur dem Geschlecht nach.-- OK
    Recht auf sexuelle Selbstbestimmung - z.Zt wieder rückwärts
    Recht auf freie Berufswahl - ok reich werden darf man auf Kosten anderer

    Die USA verweigern fast alle obigen Menschenrechte, nicht mal bei der sexuellen Gleichberechtigung scheint es ein bisschen in Bewegung zu geraten.
  10. #609

    Leeres UN Gebäude

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Nein, Menschenrechte sind sehr eindeutig.

    Recht auf Leben
    Recht auf freie Berufswahl
    Recht auf Leben impliziert das Recht auf Zukunft,
    dieses wird in der EU schwer verletzt

    Recht auf Berufswahl impliziert das Recht
    in einem rechtschaffenen Beruf ein ehrliches Leben führen zu können
    .

    Wenn aber die Steuergesetze so beschaffen sind, daß man in einem so rechtschaffener Beruf wie Architekt oder Baumesiter nur mit steuerlichen Unehrlichkeit überleben kann, dann ist das Menschenrecht auf Ehrlichkeit verlezt.








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