Frankreich nach der Wahl - was ändert sich?

Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
  1. #60

    Das sehe ich ähnlich

    Zitat von Amepap Beitrag anzeigen
    ...
    Was mich interessiert sind der Ausgang der kommenden PArlamentswahlen in Frankreich. Ich denke es wird eine Mehrheit für die Sozialisten geben die im "linken" Lager die stärkste Komponente sein wird. Auf der rechten / konservativen Seite ist meines Erachtens eine interessante Konstellation zu erwarten mit einer wohlmöglichen Verschiebung der Wähler hin zur Nationalen Front und weg von Sarkozys UMP Partei. Im ersten Präsidentwahlgangs schnitt Marine LePen im ganzen Norden, Osten und Süd Osten sowie Korsika über ihren nationalen Durchschnitt ab. In manchen departements wurde sie gar erste.
    Ich habe im Norden der französischen Republik noch viele Verbindungen aus alter Zeit und für mich waren einige Nachrichten im Meinungsaustausch mehr als erschreckend. Wenn Sie eine Verschiebung zur FN für möglich halten... ich bin der festen Überzeugung, dass (bei gleichbleibender Lage in Europa) sich die FN mit zweistelligen Werten in einigen Kommunen etablieren wird und das wird nicht vorübergend sein, denn die Anhänger sind bei den Kindern (vor allen Töchtern) mit höherem Bildungsabschluß zu finden. Und das macht Angst, denn diese gestalten die Zukunft.
  2. #61

    Zitat von hahahans Beitrag anzeigen
    In der Schimpfe über "Spardiktate" schwingt wohl eher die Sorge mit, sich in Zukunft auf eigene Leistung als auf die anderer verlassen zu müssen/können.
    Haha, lieber Hans, wohl in die "Eigenverantwortungsfalle" reingelaufen, gelle? In die Falle für die Selbstgerechten. In die Falle, welche für Banken nicht gilt, nur für die Lohnsklaven.
  3. #62

    Sensationell!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist sogar möglich, dass Merkel und Hollande sich persönlich gut verstehen werden - besser sogar als einst Merkel und Sarkozy.
    Was um Gottes Willen kann/hat diese Frau, dass Ihr jede Niederlage, jeder klare Unsinn und jegliche personelle Fehlentscheidung in das Gegenteil umgedeutete wird?

    Am Ende siegt immer Mutti! Warum verschont die Presse eigentlich diesen Irrsinn und beschreibt potemkinsche Dörfer in der interlektuellen Einöde?
  4. #63

    Interessenlage wird entscheiden!

    Am Ende wird es so ausgehen wie all die Male zuvor: Frankreich und Deutschland haben Interessen und diese sind glücklicherweise zum überwiegenden Teil deckungsgleich. Bisher haben sich Präsidenten und KAnzler jedweder Couleur noch kurzer Zeit selbst nach anfänglichen Antipathien zusammengefunden und das ist auch gut so. Denn ein ernsthaftes deutsch-französisches Zerwürfnis wäre so überflüssig wie ein Kropf!
  5. #64

    Hollande hat bereits verkündet, dass am heutigen Tage das französische Volk entschieden hat, wie es in EUROPA (nicht in Frankreich!!!) weiter geht. Gleich am ersten Tag seines Amtsantritts will er nach Berlin reisen und die Kanzlerin über künftige Entscheidungen informieren. Er hat heute (zumindest für kurze Zeit) erreicht, was Sarkozy nie gelang: Ein Kontinentaleuropa, in dem Frankreich wieder den Ton angibt.
  6. #65

    ....

    Zitat von thueringenomsker Beitrag anzeigen
    Herzlichen Glueckwunsch Hr. Hollande zur Wahl als neuer Praesident von Frankreich! Das ist der Anfang vom Ende des Merkozyischen Spardiktates das die gesamte EU in den
    wirtschaftlichen Abgrund getrieben haette! Aber so wird diese neoliberale Politik, die einzig und alleine den Banken
    und Finenanzhaien dient, endlich zu Grabe getragen!
    Und auch die deutschen Grossmachtallueren bekommen einen kraeftigen Daempfer!!!
    Ist schon traurig, welch geringe Bildung in Bezug auf wirtschaftliche Zusammenhänge in diesem Land vorherrscht. Das Nicht-Sparen hat uns an den Rand des Abgrundes gebracht. Und bald wird auch das Proletariat erkennen, dass uns die jetzt vielleicht bevorstehende Aufgabe des Sparens hinabstoßen wird....
  7. #66

    Keiner redet von der Vermögenskrise

    Zitat von Christian Wernecke Beitrag anzeigen
    Schuldenberg von mehr als 2 Billionen Euro, an dem unsere Kinder und Enkel noch lange abzutragen haben.
    Vielleicht sollten unsere Kinder und Enkel die 2 Bio Schulden von den 14 Bio Geldvermögen bezahlen, die "wir" ihnen hinterlassen?
    Wohlgemerkt: Geldvermögen, da sind Immobilen nicht mit enthalten.
    Also ich, als nachfolgende Generation, würde mich da nicht sonderlich beschweren...
    Achso, das Vermögen ist ungleich verteilt?
    Die armen Leute sollen die Schulden bezahlen, währen die Reichen weiterhin Zinsen und Zinseszinsen kassieren?
    Das ist sie! Die Vermögenskrise!
  8. #67

    Der Neue Aion

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
    Ein Neuer Aion bricht an, Jubel erlüllt die Place de la Bastille, ganz Tulle steht Kopf, der neue Präsident (der alte trat unter Tränen ab) verspricht, das Land, la Patrie, ganz Frankreich zu lieben, Gerechtigkeit für alle und für die Jugend alles: ein Aufbruch ganz a la Mitterand vor 30 Jahren, es wird sich alles, alles wenden. Die Menge versinkt in quasireligöser Begeisterung, ja Inbrunst.
    Die Enttäuschungen werden nicht lange auf sich warten lassen. Obama versprach alles und machte Schulden über Schulden. Und Frankreich wird den europäischen Geleitzug jetzt in schnellere Fließgewässer bringen, die EZB wird dem bald folgen.
    Schulden bekämpft man mit neuen Schulden, wo nichts ist, wird auf Zukunft gepumpt - und die Zeche, die zahlt eben diese Jugend, der alles Versprechen gilt.
  9. #68

    Exakt:

    Zitat von ayee Beitrag anzeigen
    Die EZB soll schonmal die Druckerpressen anschmeißen, denn Frankreich und Griechenland verlangen nach mehr frisch gedrucktem Geld. Ich weiß mittlerweile auch gar nicht mehr, weshalb Deutschland das Sparen predigt. Zum einen bekommen wir selbst in guten Zeiten keinen ausgeglichenen Haushalt hin, zum anderen ist mehr und mehr gedrucktes (immer wertloseres) Geld nunmal offensichtlich der westliche Konsenz in Sachen Haushaltspolitik. Die EZB soll einfach drucken, was die Presse hergibt. Der Reset des Finanzsystems ist ohnehin nur eine Frage der Zeit.
    getroffen.
    Wenn das Geld nichts mehr wert ist, ist ein neu gebaute Straße oder ein renovierter Kindergarten noch da.
    Lasst es uns doch wie die anderen machen _
    haut die Kohle raus!

    Schafft Werte - anstatt für ander bezahlen zu wollen!

    Und wenn alles den Bach runter geht haben wir noch einen hübschen, neuen Kindergarten -( im übertragenen Sinne)
  10. #69

    !!

    Zitat von roastbeef Beitrag anzeigen
    Find ich krass die Artikelüberschrift.

    Die Wahllokale sind noch nicht geschlossen, aber das Ergebnis wird auf einer namhaften deutschen Nachrichtenseite schon veröffentlicht!
    Ich bitte Sie, das kann doch nicht sein!!
    Belgien!