Frankreich nach der Wahl - was ändert sich?

Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
  1. #320

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    Dann erhebt sich m.E. aber die Frage, warum die "Griechen" die griechischen Altparteien gewählt haben. Dies in Kenntnis der Tatsache, dass das "Etablissement" in den -ungeliebten - "Kreis der Euro-Länder" eintreten will!
    Gute Frage die nur vielseitig beantwortet werden kann.

    Wie wollen Sie die Anhänger von einem Zweiparteiensytems ( seit fast 40 Jahren ) die allen immer alles versprochen haben und auch so traurig wie es ist immer eingehalten haben , überzeugen?

    Salopp würde ich sagen , sehr gewagt von mir , die hatten nur ihre Besitzstandswahrung im Sinn.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  2. #321

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Gute Frage die nur vielseitig beantwortet werden kann.

    Wie wollen Sie die Anhänger von einem Zweiparteiensytems ( seit fast 40 Jahren ) die allen immer alles versprochen haben und auch so traurig wie es ist immer eingehalten haben , überzeugen?

    Salopp würde ich sagen , sehr gewagt von mir , die hatten nur ihre Besitzstandswahrung im Sinn.
    Solange die Griechen den Euro haben, haben sie auch viel grössere
    Möglichkeiten von Hilfsprogrammen aller Art.
  3. #322

    Frankreich hat mehr als 64,5 Millionen Einwohner

    Nach der World Bank 64,876,618 - also fas 65 Millionen - undnicht wie seitlich angegeben 62,787 Mio

    Wäreschön, wenn Spiegel seine Zahlen mal korrigieren könnte
    Und für ganz Europa ist zu hoffen, dass Hollande weniger das Schosshündchen von Fr. Merkelsein wird, wie H. Sarkozy es war - Europa braucht Wirtschaftsimpulse, um aus der Krise zu kommen
    Ein Europa, wo in versch. Ländern die Arbeitslosigkeit die 20% überschreitet, und wo Regierungen nur ansSparen denken , führt zu Rechstextremismus und zu Politverdrossenheit
  4. #323

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Diese Arroganz koennen sich die Franzosen schon lange nicht mehr leisten. Mal sehen, wann Hollande das kapiert.

    Hollande wurde nur von 1/4 der Franzosen im 1. Wahlgang gewaehlt. Das ist im Kern seine Gefolgschaft. Damit hat er wohl kaum ein Mandat, 500 Mio EU Buergern Vorschriften zu machen. Auch das wird er wohl noch begreifen muessen: Die EU funktioniert nur durch Kompromisse und wir sind nicht mehr im Jahr 1958.

    Und wenn Hamon, der wohl immer noch im Wahlkampfmodus ist, ernsthaft behaupten will, dass Griechenland wegen seines Sparprogramms am Boden liegt, muss er sich wohl schleunigst mit den Fakten vertraut machen.

    Hollande zeigt jetzt schon, da er doch eher ein Provinzpolitiker ist. Er wird schnell lernen muessen, das Sprueche alleine nicht weiterhelfen.
    Und Sie meinen Merkel hätte so ein Mandat ?
    Ich glaube Ihnen werden die Augen noch aufgehen.
  5. #324

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    ----------------
    wir einmal davon aus, Sie heben recht, es gibt diesen maßgeblichen Unterschied. Dann erhebt sich m.E. aber die Frage, warum die "Griechen" die griechischen Altparteien gewählt haben. Dies in Kenntnis der Tatsache, dass das "Etablissement" in den -ungeliebten - "Kreis der Euro-Länder" eintreten will!
    Schon besser, sie beginnen zu verstehen.
    Die letzte Wahl in Griechenland war für die etablierten Parteien schon ein Erdrutsch:
    Parlamentswahl in Griechenland 2012
    ND und PASOK sind die Etablierten.
    Der Ton der Protestparteien ist viel zu aggressiv, um mit Europa wirklich verhandeln zu können. Außerdem, wie sollen extrem Rechte und extrem Linke denn zusammenarbeiten.
    Den Griechen bleibt also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Die Wut der Griechen hat sie in die Lager der Extremisten getrieben.
    Vernünftiges Wahlverhalten ist aber kaum zu erwarten, wenn man als Wähler nirgends Vernunft erkennen kann.
    Eine griechische Partei, die sagen würde : O.K. wir haben einen Fehler gemacht, denn wir hätten nie in die Eurozone eintreten dürfen - wir wollen in Übereinstimmung mit den europäischen Partnern und geordnet zu einer eigenen Währung zurückkehren - wir möchten auch so viele Schulden wie möglich zurückzahlen - nur alles, das geht leider nicht, denn ansonsten bleibt uns nur die Staatspleite; so eine Partei wäre meiner bescheidenen Meinung nach das beste für Griechenland.
  6. #325

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Das Problem aller Länder ist, dass man Geld ausgibt, das man nicht hat.
    Das Wort Sparen ist einfach ein Witz, kein Land spart.
    Durch diese enormen Schulden werden wir immer abhängiger von
    den Finanzmärkten. Das......
    Das Geld ist vorhanden, nur halt in wenigen Händen. Hier ist der große Unterschied.
    Deutschland hatte im ersten Rang daran Interesse, dass so in Europa gewirtschaftet wurde und ist unter diesen Verhältnisse der einzige Gewinner, noch. Eine Euro, die wie die DM geführt wird, ist für die meisten europäischen Wirtschaften Unsinn.
  7. #326

    Ich sehe nicht, wo ..

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Sparen war mal, aber ob das wirklich so schlecht ist??
    Die Kanzlerin wird auch für die neue Situation eine Formel finden, bei der auf sie selbst ein gutes Licht fällt. Die deutsche "Hegemonie" als Imagefaktor bleibt. 2013 naht ja schliesslich mit Riesenschritten. Schleswig zeigt in diesen Minuten, wie das etwa aussehen könnte (einfach die Linke anstelle der "Dänen" einsetzen). Weil die SPD auch nicht effizient performt, stehen ihre Chancen nicht mal schlecht.
    .. Deutschland spart. Geld für Hoteliers, Herdprämie, reiche Erben, Steuergeschenke für diverse Klientelgruppen ist genug da. Schäuble sonnt sich eitel im Glanz steigender Steuereinnahmen und denkt schon darüber nach, wie dieser wieder verpulvern kann. D hat > 2 Bio. € Staatschulden und erdreistet sich, bei anderen das Sparen anzumahnen.
  8. #327

    Eklatante Verkennung der Realität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Paris/Berlin - Die Stimmung bei François Hollandes Kennenlerntreffen mit Angela Merkel könnte frostig werden. Zwei Tage vor der Berlin-Reise des neuen französischen Präsidenten hat sich seine sozialistische Partei mit deutlichen Worten gegen die Bundeskanzlerin gewandt. Merkel könne nicht alleine über das Schicksal Europas im Sinne deutscher Wirtschaftsinteressen entscheiden, sagte Parteisprecher Benoît Hamon am Sonntag im französischen Fernsehsender France 3.
    Wie kommen die französischen Sozialisten darauf, dass Frau Merkel alleine über das Schicksal Europas entscheiden will? Das ist doch nichts anderes als üble Propaganda. Während ihrer gesamten Amtszeit hat sie das Miteinander der europäischen Staaten in den Vordergrund gestellt. Wer etwas anderes behauptet, der hat in den vergangenen Jahren entweder geschlafen oder er behauptet wissentlich die Unwahrheit. Allerdings ist es nun mal eine unumstößliche Tatsache, dass Deutschland das wirtschaftlich stärkste Land der EU ist, was sich auch in unseren Beitragsleistungen für die EU ausdrückt. Insofern kann es uns doch niemand verdenken, dass wir auf die Entscheidungen der EU einen angemessenen Einfluss ausüben wollen, insbesondere dann, wenn Milliarden an deutschen Steuergeldern auf dem Spiel stehen. Anstatt Feindbilder gegen die deutsche Regierung aufzubauen sollten sich die französichen Sozialisten lieber fragen, weshalb wir in der gesamten EU als Hort der Stabilität angesehen werden. Offensichtlich haben wir in den letzten Jahren einiges richtig gemacht, wo andere versagt haben. Wenn die Genossen eins und eins zusammenzählen können, dann werden sie das auch früher oder später erkennen.
  9. #328

    Systemwechsel

    1. Wahlen ändern nichts. Wenn die Wahlen etwas ändern können, werden sie verboten. Die Parteifunktonäre sind nicht solidarisch mit ihren Wählern, sonder nur mit den Funktionätren von anderen Parteien und ihren Geldsponsoren. Die sitzen tief in der Tasche von Finanzkapital, die Parteiwahlkampfkosten finanziert. Damit werden die Wählern durch die Söldner wie sg. Spindoktoren verführt und belogen.
    2. Um diese Fianazparteioligarchie zu brechen, muss man vor allem: erstens - Parteisystem aufzulösen und neue Politmachtstrukturen zu organisieren; zweitens - Finanzkapital und Milionäre mit 20% Einmalige Abgabe zu besteuern. Die haben schon lange "über unsere Verhälnisse gelebt". Das tilgt die Staatsschulden ab, und macht den Weg frei für neue Staatsystemgrundung.
    3. Parteisystem in einem Klassenlosengesellschaft ist anachronistich. Er representiert keinen außer sich selbst. "Die Parteien sind Reiter ohne Pferde" (Ulrich Beck) und als solche sind wie ein geschwör an der klasenlosen Gesellschaftskörper.
  10. #329

    Nein!

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Es hört sich gut an was Sie erzählen, es hat aber den Nachteil, dass
    es nicht stimmt.
    2011 hat D gerade einmal im Euroraum 19 Mrd Euro Exportüberschüsse
    erziehlt. Ziehen Sie da einmal die Tourismuskosten der Deutschen
    ab und dann die .....
    Das stimmt nicht!
    Was Sie meinen ist eher das:
    open automation | ZVEI: Elektrische Automatisierungstechnik wchst 2012 um 5 %
    Tatsächlich ist es so:
    Deutsche Exporte knacken Billionenmarke | Wirtschaft | DW.DE | 29.11.2011

    Ich hoffe Sie bemerken den feinen Unterschied.
    Es ergibt sich ein Überschuss von 156 MRD Euro für 2011! Schreiben Sie von unseren Politikern, die in den Talkschows ihre Ahnungslosigkeit zur Schau stellen, ab, oder was?