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Frankreich nach der Wahl - was ändert sich?

Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
  1. #170

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen
    sollte endlich damit aufhoeren uns Merkel als Sparerin verkaufen zu wollen. Das genaue genaue Gegenteil ist der Fall, denn seit Merkel Regierungsverantwortung traegt ist die Staatsverschuldung von rd. 1500 Milliarden auf rd. 2100 Milliarden gestiegen. Hierbei ist wohlgemerkt nicht beruecksichtigt in welchem Umfange die sogenannten systemrelevaten und alternativlosen Rettungschirme zu Buche schlagen werden. Merkel mag ja alles Moegliche sein, nur eine Sparerin ist sie absolut nicht, wer das behauptet hat grosse Schwierigkeiten mit den Grundrechenarten.

    Was soll das staendige Verdrehen von Tatsachen? Selbst bei einer brummenden Wirtschaft nimmt die Neuverschuldung in D um rd. 38 Milliarden zu. Von Sparen kann nicht die Rede sein, was soll dieser Gefaelligkeitsjornalismus ? Meinen Sie wirklich alle Leser seien total verbloedet ?
    Wieso?
    Es funktioniert in Deutschland doch immer wieder.
    Das mit dem Gefaelligkeitsjournalismus meine ich, nicht mit dem Sparen.
  2. #171

    Nichts

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
    Wenn man bei einem Marionettentheater den Seppel mit den roten Haaren gegen den Seppel mit den blonden Haaren und der grünen Hose austausch, dann bleibt das Theaterstück doch dasselbe.
    Der Herrscher der Welt lässt sich (fast) nicht in die Suppe spucken.
    Aber immerhin, Politik ist ist ein Hobby, mit dem man die Zeit ebenso tot schlagen kann wie mit Kreuzworträtseln oder Sudoku.
  3. #172

    Sauce Hollandaise an griechischem Salat

    Eigentlich mögen die Kapitalmärkte Politik à la Hollandaise. Sollte die EZB - nun auf Druck oder aus Notwendigkeit, um ein Chaos zu verhindern - mit Zinssenkungen oder weiteren LTROs den Markt mit Liquidität fluten, werden die Bedenken über ein Ende der Spar-Achse Paris-Berlin bald in den Hintergrund treten. Ganz frei nach Keynes, mich interessiert nur der Börsenkurs von nächster Woche, nächsten Monat könnte ich ja tot sein. Sollten sich die schlimmsten Befürchtungen nicht gleich bewahrheiten, wird der Markt Hollande eine Schonfrist geben.
    Griechenland ist das grössere Problem. Wenn es Samaras nicht gelingt, die 'Unabhängigen Griechen' oder die 'Demokratische Linke' ins Boot zu holen, wird es turbulent. Dann wird nächsten Monat noch einmal gewählt werden müssen.
    Oder das Militär wird erwägen, einzugreifen.
  4. #173

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Nicht vergessen:
    * die Griechen haben bei den Haushaltszahlen betrogen
    * die Griechen betreiben eine nachlässige Steuereintreibung
    * die Griechen zahlen Rente an längst .....
    Die Positionen 1,2,4,5, können wir doch auch auf Deutschland übertragen ?
    Deutschland hat nur mehr Substanz und Industrie.
    Die Griechen haben doch eigentlich genau das gemacht was Westerwelle und Co uns weisemacht haben. Steuern senken .... für Wohlhabende .
    Dass die Bilanz irgendwann ohne Einahmeseite nicht aufgeht ist doch klar.

    Und die paar toten Rentner ( BILD läßt grüßen ?) waren ganz gewiß nicht entscheident für den Niedergang.
    Und wo genau geht denn das Geld hin was den Griechen so edel gespendet wird ? Rüstungskäufe, Bedienung ausländischer "Anleger " ....

    Endlich kommt jemand in Europa der diesen Vorhang an Mief und Korruption etwas lüften kann, Danke an die Franzosen !
  5. #174

    das wird natürlich schlechter

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
    Schließlich sind deutsche Politiker durch ihren Amtseid verpflichtet, für die Illusionen des M. Hollande keinen Cent auszugeben. Und wenn Hollande sich das Geld, das er verbraten will, selbst zu besorgen hat, wird er entsetzt feststellen, dass ihm niemand etwas leihen will. Und schon ist der Ofen aus. Und nach altfranzösischer Manier werden daran die Amerikaner und wir schuld sein.
  6. #175

    Frankreich hat gewählt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich hat einen neuen Präsidenten: François Hollande besiegte den Umfragen zufolge im zweiten Wahlgang den bisherigen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Wie wird Frankreich sich durch diese Wahl ändern? Und was bedeutet sie für Europa und im Besonderen für das deutsch-französische Verhältnis?
    Die Franzosen haben sich einen neuen Präsidenten gewählt, wollten den Herrn Sarkozy (kleinen Napoleon nicht) eben nicht mehr, wo ist denn da das Problem?
    Mit seinen nationalistischen Wahlkampfgeschrei hätten die Europäer den Herrn Sarkozy die rote Karte zeigen müssen und ihn aus der Gemeinschaft ausschließen sollen.
    In einer Demokratie sollten eeigentlich alle Demokraten zusammenarbeiten können und so wird sich die Frau Merkel auch mit den neuen französischen Präsidenten zusammenraufen, oder sie sollte sonst ihren Stuhl räumen.
    Meines Erachten wird in den deutschen Medien schon wieder einmal zu viel gejammert, man möchte Untracht säen, denn friedliches Zusammenleben bringt ja nicht genügend Auflagen, oder?
    Ich wünsche mir von den europäischen Politikern das sie mal ein wenig mehr ihr Augenmerk auf die Entwicklung von Europa legen und die Banken und Spekulanten mehr an die Leine nehmen, aber das werden sie wohl nicht wollen und auch nicht schaffen, denn sie sind viel zu schwache Persönlichkeiten.
  7. #176

    fehlerhafte ausführungen im artikel: der präsident, der frnkreich enttäuschen mussu

    der Artikel vom spiegel online ist in vielen aspekten mangelhaft und falsch dargestellt. so äußerte sich sarkozy nie gegen den islam oder einwanderer, so nahm frnkreich unter der regierung von sarkozy doppelt so viele flüchlinge und migranten auf als deutschland un diesen kurs wollte er auch fortsetzten. die behauptung er richte sich dagegen ist falsch und vor allem sehr rufschädigend. desweiteren ist die ump in keinem fall gespalten. in den kommenden wahlen im juni/juli liegen vieler orts die abgeordneten der ump vorne mit mehr als 60% in manchen gegenden. und hätte der spiegel bzw die redaktion vo spiegel die wahlen objektiv und auch seriös verfolgt und sich nicht noch wie viele andere schlechte zeitungen auf ein diffuse erklärungen und wahlergebnisse vor 20 uhr verlassen, dann hätte der spiegel sehr wohl erkennen können, dass die aussage von sarkozy, dass die wahlen auf messers schneide lägen, stimmen. diesbezüglich ist festzuhalten, dass lediglich 3,4 % unterschied zwischen den beiden rivalisierenden kandidten herrchen, was für eine präsidentschaftwahl sehr gering ist. dazu kommt, dass rund 2 millonen bürger blanc gewählten haben also niemanden. sie waren gegen sarkozy ber nicht für hollande. der wunsch nach veränderung war größer obwohl viele zustimmten, dass hollande in vielen bereichen kein guter präsident ist. diese aussage anti sarkozy , war eine der wenigen, die im artikel der spiegel online redaktion gestimmt hat.
  8. #177

    Naja

    Zitat von geronimo49 Beitrag anzeigen
    ...

    Was soll das staendige Verdrehen von Tatsachen? Selbst bei einer brummenden Wirtschaft nimmt die Neuverschuldung in D um rd. 38 Milliarden zu. Von Sparen kann nicht die Rede sein, was soll dieser Gefaelligkeitsjornalismus ? Meinen Sie wirklich alle Leser seien total verbloedet ?
    gemeint ist wohl die Neuverschuldung. Immerhin sank diese von
    80 Mrd. € im Jahr 2000 auf die jetzt von Ihnen bereits genannten 38 Mrd. €. Ziel in den nächsten 3-4 Jahren ist ja der ausgeglichene Haushalt, wo man zwar weiter seine Schulden abträgt, aber keine neuen aufnimmt.
    somit trägt sie schon dazu bei, die Zukunft unserer Kinder zu sichern.
    Sicher kann man vieoles an ihrer Politik kritisieren, wie zum beispiel der viel zu niedrige Spitzensteuersatz für Reiche, generell das viel zu komplizierte Steuerrecht, etc. aber nicht die Sparpolitik...
  9. #178

    Sciences Po

    Was oft vergessen wird:
    Hollande war in den 80-ern ein paar Jahre lang Professor für Ökonomie an der Elitehochschule Sciences Po.
    Könnte also gut sein, dass er durchaus weiss wie Wirtschaft funktioniert.

    Übrigens: in genau diesen 80-er Jahren zeigten im Rahmen des "Washington Consensus" die "Chigaco-Boys" in Lateinamerika, wie verheerend sich eine neoliberale Kaputtsparerei auswirkt.
    Hat damals genau so wenig funktioniert, wie es heute auch in Europa nicht funktionieren wird.
    Einfach USA durch Deutschland ersetzen und Lateinamerika durch die südlichen EU-Mitglieder .....

    Zum Glück können sich die Leute heute in Europa besser wehren.
  10. #179

    Arroganz?

    Zitat von herr_kowalski Beitrag anzeigen
    (Die CDU fordert)dass er seine Ankündigungen zum Fiskalpakt zurücknimmt.
    Solche abgehobene Arroganz kommt sicher gut an beim neuen Präsidenten Frankreichs.
    Wer ist denn hier arrogant und abgehoben? Doch offenbar Hollande! Immerhin hat Frankreich den Fiskalpakt mit ausgehandelt und bereits unterschrieben, der außerdem in einigen EU-Ländern schon ratifiziert wurde. Und jetzt will er den Vertrag im Alleingang kippen? Dumm ist Hollande wahrscheinlich nicht, also kann es eigentlich nur Arroganz sein.
    Vielleicht hat aber auch seine Ex Ségolène Royale recht mit ihrer Meinung, dass ihr Francois noch nie etwas zustande gebracht habe...


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