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FDP - kann Philipp Rösler seine Partei noch aus dem Tief führen?

Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
  1. #400

    Oh wie geil! Die FPD zerfleischt sich gegenseitig. Dass ich das noch erlaben darf :-)
  2. #401

    Einzige Opposition

    Zitat von fuenfringe Beitrag anzeigen
    Ich begreife nicht, dass sich SPON ständig mit dieser Randgruppen"partei" befasst. Da gibt's doch tausend spannendere Themen.
    Wie ein anderer Forist oben schon schrieb, sind die Liberalen die einzige Partei, welche gegen einen immer allmächtig werdenden Staatsapparat noch opponiert.
  3. #402

    Nein, er kann es nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?

    Herr Rösler geriert sich als PArtei-Diktator in einer Partei, deren Grundüberzeugung es vor langer Zeit war, für die Freiheiten aller Bürger und Einwohner auf dem Gebiet der BRD und innerhalb der Europäischen Union Politik zu betreiben.

    Schon vor langer Zeit wurden die Weichen aber so gestellt, dass aus den allgemeinen Freiheitszielen Partikulatinteressen wurden, die sich insbesondere "der Wirtschaft" andienten - und das alles in Hinblick auf die reine Machterhaltung konservativ-liberaler Regierungen. Gleichwohl kann man nicht behaupten, dass diese vergangenen und vergehenden Regierungen ausschließlich wirtschaftliche oder Machtinteressen bedienen. Dazu ist Politik zu vielseitig.

    Was die FDP allerdings schon seit ihren Umfrage-Tiefs der frühen 90iger Jahre nie schaffte, das ist, sich dieser vielen politischen Fragen profilbildend anzunehmen. Stattdessen pflegte die FDP lieber das Image der Partei der Besserverdiener, später der Steuersenker und zwischendurch ... Ja was eigentlich? Genau: Der Hoteliers.

    Das die Außenwirkung.

    Leider wird übersehen, dass es gerade der FDP zu verdanken ist, dass die rigorosen politischen Entscheidungen zum großen Lauschangriff oder zur Vorratsdatenspeicherung (und anderen vergleichbaren Themen) ins Wanken gebracht wurdem: übersehen wird auch, dass die FDP nach wie vor die Partei ist, die zumindest ansatzweise die Bedeutung und Tragweite der Grund- sowie der Justizgrundrechte kennt und in politische Entscheidungen einfließen lässt. Dass dies nicht erkannt wird, das hängt eben mit dem zu tun, was diese Partei nach außen trägt und mit den Bürgerinnen und Bürgern kommuniziert. Wie Gift wirken derzeit zudem die programmatischen Thesen, wie sie auf den Internetseiten der FDP-Parteien zu lesen sind - sie sind neo-liberal und so hoch abstrakt, dass selbst Akademiker (abgesehen von Philosophen vielleicht) Probleme haben dürften, so etwas wie ein politisches Profil dieser Partei herauszuarbeiten.

    Aus diesem Dilemma wird Herr Rösler nie herausführen, wenn er sich bei Lanz als "Smart Guy" geriert, vor der Presse wie ein Telegramm-Ticker in drei-Wort-Absätzen spricht und ansonsten von den Parteizielen in der Ich-Form spricht ...

    Die FDP ist am Ende. Und die, die etwas daran ändern könnten, die schweigen - klar, die sind ja auch lange genug im Amt, dass sie sich sang- und klanglos aus dem politischen Leben verabschieden können, während sie gleichzeitig bis ans Ende ihrer Tage ausgesorgt haben.

    tl;rd
  4. #403

    Niebel?

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Wie ein anderer Forist oben schon schrieb, sind die Liberalen die einzige Partei, welche gegen einen immer allmächtig werdenden Staatsapparat noch opponiert.
    Von Opposition gegen einen allmächtig werdenden Staatsapparat kann z.B. im Ministerium des Herrn Niebel wohl kaum die Rede sein. Oder wie erklären Sie, dass in dem Ministerium, für dessen Abschaffung Niebel sich einst aussprach, zwei neue Abteilungen geschaffen wurden? Es entsteht der Eindruck, dass in einer sich auflösenden FDP noch Leute untergebracht werden sollen. Da werden Parteifreunden lukrative Jobs gesichert, bevor die Partei überhaupt nichts mehr zu verteilen hat.
  5. #404

    FDP Ersatz ist bereit!

    Es gibt Ersatz! Die Piraten stehen bereit, die Stelle der FDP als schrille Partei zu übernehmen bei der keiner genau weiß wofür sie steht aber alles möglich ist. Und Tyrannei der Massen klingt in meinen Ohren besser als Klientelpolitik für Mövenpick.
  6. #405

    Stimmt so...

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Wie ein anderer Forist oben schon schrieb, sind die Liberalen die einzige Partei, welche gegen einen immer allmächtig werdenden Staatsapparat noch opponiert.

    Sie arbeiten an zwei wesentlichen Sachen:

    1. Den Gedanken einer "Liberalen Politik" und damit verbunden einer
    "Liberalen Partei in Deutschland" nachhaltig zu diskreditieren.

    2. Sie opponieren wohl tatsächliche gegen den deutschen Staat in dem sie ihn durch gelungenes Dauertheater diskreditieren.
  7. #406

    ja, wir

    Zitat von JohannWolfgangVonGoethe Beitrag anzeigen
    Oh wie geil! Die FPD zerfleischt sich gegenseitig. Dass ich das noch erlaben darf :-)
    sind auch voll glücklich darüber! Rätseln aber noch, wer da mit wem streitet ;-), sind das denn noch so viele? Zwei müssten es doch mindestens sein! Oder streitet bei der FDP schon einer allein, mit sich selbst? ... :-)
  8. #407

    ?

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Wie ein anderer Forist oben schon schrieb, sind die Liberalen die einzige Partei, welche gegen einen immer allmächtig werdenden Staatsapparat noch opponiert.
    Sie scheinen noch nicht erfasst zu haben, dass die FDP, die vier Minister in Berlin stellt, Teil des Staatsapparates ist. Opponiert diese Partei gegen sich selbst, ihre Minister oder gegen die Politik der den Staatsapparat unterstützenden Bundestagsfraktion??
  9. #408

    Transfergesellschaft für neue Ideen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst war er Hoffnungsträger des Umbruchs, jetzt scheint er für viele FDP-Mitglieder eher zum Problem zu werden: Der Parteivorsitzende Philipp Rösler segelt in schwerer See. Kann er die angeschlagene Partei noch aus dem Tief führen?
    Ob die FDP als Transfergesellschaft für neue Ideen sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln
  10. #409

    Als ich gehört habe, daß Maschmeyer sich ...

    Als ich gehört habe, daß Maschmeyer sich als Spitzenpolitiker für die FDP zur Wahl stellen will, habe ich nur gedacht:
    "Ein echtes Aushängeschild für Seriösität"!

    Mal ehrlich gesagt:
    Jetzt noch 3% zu erreichen wird erst recht zu einer echten Herausforderung für die FDP.


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