Forum: Politik
Existenzkampf - was tun gegen Kinderarmut?
Sie haben kein eigenes Bett, bekommen nie Taschengeld, gehen ohne Pausenbrot zur Schule. 2,5 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Was kann schnell und effizient gegen Kinderarmut getan werden?
Ein aktueller Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...518249,00.html
- #1 29.11.2007 11:28 von Tarja13
Die Bevölkerung tut doch schon was
Die Bevölkerung tut doch schon seit Jahren etwas gegen Kinderarmut, und zwar ganz radikal NICHTS: Es gibt immer weniger Kinder, also verringert sich auch die Anzahl von in Armut lebenden Kindern. Mich wundert es überhaupt nicht, denn schließlich landen gewöhnlich nicht nur die Kinder in der Armutsfalle, sondern ihre Eltern gleich mit. Nachdem es offenbar gesellschaftlicher Konsens (=Meinung der Arbeitgerberverbände und inoffizielle Meinung der politischen Parteien) zu sein scheint, dass in diesem Land noch nicht mal Erwachsene eine Chance brauchen, der Armut zu entrinnen, indem sie bei wenigstens bei Vollzeitbeschäftigung sich und ihre Familie alleine finanzieren können, ist es doch nur konsequent, dass die Politik gegen Kinderarmut noch viel weniger als nichts tut. Schließlich können die noch nicht einmal wählen.
- #2 29.11.2007 11:29 von Coolie
- #3 29.11.2007 11:37 von Julia B.
Geld ist genug da!
Der Staat sollte Familien stärken und nicht noch weiterhin ihr Auseinanderbrechen künstlich fördern.
Darüberhinaus sollten Familien finanziell bessergestellt werden: Das läßt sich einfach und schnell erreichen, indem man die vorhandenen Steuergelder für Kinder und Familien verwendet, statt für aberwitzige Projekte, vornehmlich im Ausland, die von der Mehrheit ohnehin abgelehnt werden. Im Klartext: Sofortiger Stopp aller (!)weiteren Zahlungen an die EU, sofortiges Ende aller (!) Auslandseinsätze der Bundeswehr usw. Falls dies den "Freunden und Verbündeten" nicht paßt: Sofortiger Austritt aus diesen Vereinen.
Solange auch nur ein deutsches Kind in Armut lebt, sind EU, Auslandseinsätze und vieles andere mehr eine Schande, viel mehr noch: eine Sünde!!!
Viele Grüße
JB - #4 29.11.2007 11:38 von Pinarello
Warum die Aufregung, das ist doch gewünschte Politik von Wirtschaft und Regierung, die Löhne und Gehälter nach unten auf chinesisches und indisches Niveau, denn mit denen werden wir zukünftig konkurrieren, in jeder Weise.
Außerdem haben die Damen und Herren Abgeordneten ja vor kurzem die richtigen Prioritäten gesetzt, die Diäten wurden sofort um 10% erhöht, die Erhöhung des Kindergeldes auf 2010 verschoben, mindestens, oder wie der Herr Finanzminister es audrückte "es ist nach der erneuten Unternehmenssteuerreform kein Geld mehr da".
So werden die wirklich wichtigen Akzente gesetzt. - #5 29.11.2007 11:41 von
- #6 29.11.2007 11:45 von Fritz II
Antriebslosigkeit der Eltern bekämpfen!
Hier muss etwas gegen die Antriebslosigkeit der Eltern getan werden. Früher gab es auch materiell arme Eltern - diese wollten aber, dass es ihren Kindern besser geht und haben auf eine gute Bildung ihrer Kinder geachtet. Diese Werte sind abhanden gekommen. Warum? Ein Grund wird sein, dass Arbeit für Geringqualifizierte kaum mehr einbringt als die Transferleistungen - Arbeit lohnt sich wirtschaftlich nicht mehr. Also bleibt man morgens lieber liegen und schaut in die Glotze - ein gesellschaftliches Leben findet nicht mehr statt. Lösung? Wir können unproduktive Arbeit subventionieren oder die Transferleistungen senken oder beides zusammen ...
- #7 29.11.2007 11:46 von Hypotheker
10-20% der Bevölkerung ist arm
na und..80% geht es gut. Arm sind meistens nur die ungebildeten, Immigranten und alles was sich zur Unterschicht zählen kann. Für diese Menschen gibt es keine Hilfe. Sie haben weder eine Lobby noch interessiert sich jemand für Sie. Politiker reden gerne, das weiß ja jeder.
Fakt ist , das dieser Anteil der Armen in der Bevölkerung abgeschrieben sind. Hilflos ausgeliefert zwischen purer Armut oder einem dieser berühmten Niedriglohn Jobs für unter 5 € Brutto Stundenlohn.
Wenn Frau Merkel von bei der Bevölkerung ankommenden Aufschwung redet, fühle ich mich an DDR Reden erinnert, wo die Realität zugunsten eigenes Machterhalts stets verdreht wurde.
Bedauerlicherweise sind 20% der Bevölkerung arm und 80 % dumm. Sonst gäbe es schon lange ein Aufstand gegen die schleichende Verarmung,Steuerverschwendung,Korruption durch Lobbyisten usw..
Aber eine gute Nachricht habe ich dennoch: Es ist alles nicht so schlimm sondern nur gefühlt..
A.Durmus - #8 29.11.2007 11:48 von the_flying_horse
Was träumen sie eigentlich im Schlaf?
Arme Kinder haben auch immer arme Eltern, die Kinder leben nicht allein. Und diese Eltern kümmern sich oft nicht um ihre Kinder, weil sie (die Eltern) kein Interesse daran haben - TV, Alkohol und Zigaretten sind wichtiger. Diese arme Unterschicht ist oft völlig verwahrlost und hat sich aufgegeben.
Was meinen sie wohl, wenn man denen mehr Geld gibt, ob das bei den Kindern ankommt? 100%ig nie! Das wird versoffen und verqualmt - sorry, aber das ist die Realität.
Diesen Kindern kann man mit Geld an die Eltern nicht helfen.
Was man machen könnte: mehr Kinder- und Jugendeinrichtungen wie Kitas, Freizeitheime, wo diese Kinder ihrem tristen Elternhaus entfliehen können. Dazu Ganztagsschulen mit voller Verpflegung (Frühstück, Mittag) und Lehrmittelfreiheit.
Aber das kostet viel Geld, was kein Politiker bereit ist, zu zahlen. Aber eine Gesellschaft, die ihre Kinder nicht achtet, wird es in Zukunft schwer haben. Andere Länder haben das begriffen und handeln entsprechend, das sind dann die Länder der Zukunft - in jeder Hinsicht. Deutschland versinkt bald im Mittelmaß oder noch tiefer... - #9 29.11.2007 11:48 von Coolie
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