Forum: Politik
Die Mittelschicht - Zahlmeister der Nation?
Seit Jahren schrumpft die Gesellschaftsschicht in der Mitte Deutschlands. Unter- und Oberschicht wachsen dafür. Dennoch soll die Mittelschicht für staatliche Misswirtschaft und Finanzkrise blechen - und wird auch jetzt beim Sparpaket der Bundesregierung wieder zur Kasse gebeten. Wie lässt sich die Ausplünderung stoppen?
- #2360 12.06.2012 07:01 von
xxx
Abgesehen, davon, daß der Forist nicht pauschal auf "die Arbeitgeber" geschimpft hat, kann nicht jeder Unternehmer sein. Im Übrigen werden nicht nur Arbeitnehmer ausgeplündert, sondern auch Freiberufler und Kleinunternehmer. Die kriegen vom Fiskus nämlich für jeden Pipifax den Laden auf links gedreht. Große Konzerne hingegen verhandeln ihre Gewerbe- etc -Steuern, wenn sie überhaupt welche zahlen müssen.
Zahlen tut in Deutschland tatsächlich vor allem die schrumpfende Mittelschicht:
1. Steuerquote und Abgabenquote sind in D im internationalen Vergleich hoch, aber
2. Unternehmens- und Kapitalertragssteurn und Spitzensteuersätze sind im internationalen Vergleich niedrig und Vermögenssteuern gibt es nicht, und die Diskrepanz zwischen nominaler und effektiver Steuerlast ist gigantisch, wie gesagt brüsteten sich Konzerne wie Siemens noch vor einigen Jahren damit, überhaupt keine Steuern zu bezahlen. Es gibt zig Abschreibemöglichkeiten, Schlupflöcher, Subventionen, Verhandlungsmöglichkeiten (Standortargument) etc.
3. Das heißt, wenn die Steuerlast höher ist im internationalen Vergleich, die Unternehmens- und Kapitalertragssteuern aber niedrig, müssen die anderen Steuerarten um so höher sein. Wesentliche Teile des Steueraufkommens gehen über Lohn- Einkommenssteuern. Hier wiederum sind mittlere Erwerbstätigenhaushalte überproportional betroffen, denn:
a) Schauen Sie sich die Einkommenssteuerkurve an, dann werden Sie feststellen, daß diese im Bereich zwischen kleineren und mittleren Einkommen einen Buckel hat und dann nur noch sanft ansteigt bis zum im internationalen Vergleich niedrigen Spitzensteuersatz. Das heißt, daß ein Facharbeiter fast den selben Steuersatz bezahlt wie ein Spitzenverdiener. Es wird oft gesagt, die oberen 5% zahlten 40% des EKS-Aufkommens. Das ist richtig, liegt aber nicht an der Steuerspreizung (die ist, wie oben dargelegt, alles andere als groß) sondern an der starken Einkommenssspreizung. Die geht nämlich vom Zeitarbeiter bis zum Topmanager. 25% der Erwerbstätigen arbeiten heute im Billiglohnbereich und stocken teils noch auf und können daher gar keine Lohn- Bzw EK-Steuer bezahlen.
b) Nirgendwo auf der Welt dürfte die die Diskrepanz zwischen nominaler und effektiver Steuerlast höher sein als in D, und das gilt in steigendem Ausmaß bei steigendem Einkommen: Je mehr man verdient, desto mehr kann man prozentual an Steuern sparen.
4. Weiterhin wird ein wesentlicher Teil des Steueraufkommens durch die Konsumsteuern generiert, und die treffen Klein- und Mittelverdienerhaushalte ebenfalls überproportional. En Geringverdienerhaushalt zahlt praktisch auf sein komplettes Einkommen die MwSt und dürfte damit prozentual mehr Steuern bezahlen als so mancher EInkommensmillionär.
5. Dazu kommen Sozialabgaben. Auch diese gehen deutlich überproportional zu Lasten der Klein- und Durchschnittsverdiener, schlicht und einfach weil sie gedeckelt sind, Gutverdiener sich aus den Gesetzlichen ausklinken können und z.B. für Freiberufler und Kleinunternehmer Mindestumsätze als Berechnungsgrundlage dienen. Das heißt, jeder Durchschnittsverdiener zahlt prozentual weitaus mehr an Sozialabgaben als ein Gutverdiener.
Bund der Steuerzahler NRW - Die Verteilung der Lohn- und Einkommensteuer - #2361 14.06.2012 13:28 von
Umso besser
Neid ist gut!
Reichtum wird immer missbraucht.
Wer zulässt, dass andere mehr Geld & Einfluss haben, der ist immer deren potentielles Opfer.
Das einzige Mittel nicht aufgekauft zu werden, ist selber Geld zu haben.
Ich gönne anderen nicht mehr Reichtum als mir.
Oder es verlieren eben alle. Meinetwegen die ganze Mittelschicht.
Hauptsache nicht besser.
Ich denke, Neid ist etwas evolutionäres. - #2362 17.06.2012 15:54 von
Die Sandwichklasse
Wer ist überhaupt die Mittelschicht ?
Meine Definition :Wie beim Brötchen die dünne Scheibe Käse dazwischen.
Unter uns - sicher viele die unverschuldet in Arbeitslosigkeit sind oder im Niedriglohnbereich arbeiten müssen.
Allerdings auch manche ,denen wenig Geld durchaus reicht ,wenn man dabei auf Arbeit verzichten kann.
Auch nicht zu vergessen ,die Gruppe der Straftäter , bei denen die Partei der Leistungsträger ihr soziales Herz zeigen kann !
Ein soziales Herz beim Mindestlohn hat diese Partei sicher nicht !
Über uns - Die Steuerhinterzieher ( da gab es auch bekannte Namen in der Politik ) , die Banker (20% Rendite ) die Abzocker ( wieviele Millionen wurden allein durch Telefon und Internetabzocke verdient ? )usw.
Vielleicht haben wir es aber auch selbst verschuldet ?Wer von uns ist Mitglied in einer Partei ? Und wer schreibt seinen Ärger ins persönliche Notizbuch , damit er/sie es bis zur nächsten Wahl nicht wieder vergessen hat ? - #2363 09.07.2012 06:34 von
Die Mittelschicht -Zahlmeister der Nation?
Nein , Reichtum kann nur insoweit mißbraucht werden, wie die zuständigen Verwaltungen , also die Politik , es zuläßt. In Deutshcland wurden von Schröder ,von der SPD - insbesondere in den Großstädten katastrophal - die Regularien, um Steuern zeitnah und zu veranlagen und fehlerhafte Bescheide bei der Abforderung von Sozialhilfen zu unterbinden, das Meldegesetz ausgehebelt ( es war in Berlin der dümmliche SPD-OB Wowereit, der das Meldewesen zerschlagen hat - wie auch die Finanzbehörden - und so haben wir allein im Bezirk Mitte von Berlin 20 000 Wohnungen, die Scheinadressen sind, und somit einmal monatlich aus den ehemaligen Ostblockstaaten hier "einfliegen" und an diesem Tag unzulässigerweise - die Beträge für sämtliche angeblichen Familienangehörigen abholen.Wir haben ferner - im geförderten Wohnunsbau a) einen echten Leerstand - bewußt und gewollt - von den anlegenden Wohnungseigentümern
schließlich sind die Betriebskskosten echte Steuersenkungsknüller
,wenn die Wohnungen leerstehen - es wird nicht mehr veranlaßt , dass die Wohnungen umgehend zu vermieten sind. Geprüft schon garnicht. Ferner gibt es 1-Zimmerwohnungen, die überbelegt mit bis zu 8 polnischen Pflegekräften , die zu unterschiedlichen Zeiten und anderer Zusammensetzung anreisen, belegt sind. Der Schwarzarbeit wurde Tor und Tür geöffnet, abgesehen davon, dass die wenigen Mieter den Verbrauch der Überbelegung als Betriebskosten mit zahlen dürfen , während der WE schwarz seine Mieten von den nicht angemeldeten und fliegendem Personal kassiert.
Gan toll ist, dass viele Kriminelle Scheinadressen haben und obwohl 5 mal die Polizei sich überzeugte, dass die Wohnung, die übrigens seit 16 Jahren im Bauzustand ist, nicht bewohnt wird ,weiterhin die
Einschreibbriefe sowohl von der Polizei als auch vom Finanzamt als "zugestellt" in den Briefkasten geworfen werden. Ein Mieter leert den Briefkasten und sendet die Post dem Wohnungseigentümer an seine Firmenscheinadresse in Süddeutschland - dieser wohnt tatsächlich nach seinen Pleiten in einer Villa auf einer spanischen Insel.
Deshalb sind wir schlimmer als Griechenland. Die ganzen Betrüger - die SPD-Politiker zum Teil aktiv schuldig , machen lieber schwulenparty und der dumme Michel klatscht noch Beifall. Wegen u.a. dieser Ausfälle dürfen die Deutschen bis 67 Jahre arbeiten , die höchsten Steuersätze und die geringsten Renten - zu den Preisen gesehen - haben. Jedem , was diesen gebührt. Statt Flughafen alberne Modemessen und statt einer sauberen Stadt einen Dreckpfuhl - das wurde aus Berlin gemacht. Eine Asozialenstadt - nicht nur im unteren Sozialhilfebereich. - #2364 09.07.2012 06:43 von
Die Mittelschicht -Zahlmeister der Nation?
Sie haben eigentlich alles geschrieben - nur die KfW-Bank, die so großzügig die Gelder an angebliche "Firmengründer" vergibt, sollte mal Farbe bekennen - wie kommt es eigentlich, dass insbesondere Tabeakwaren-und Zeitungsläden so häufig 1,5 - 2 Jahre exitieren und dann pleite gehen und neue kurdisch-türkische Familien diesen - eigentlich gut frequentierten Laden -wieder mit KfW - Geldern übernehmen - hier schon das 4.Mal im selben Geschäft zu sehen. Wieviele Steuergelder gehen bei diesem Sand-in -die -Augen-Spiel eigentlich der KfW-Bank verloren? Die Liste der Versäumnisse der SPD-Finanzleute ist verheerend - Überschrift:"Wie gehe ich gesund Pleite". Und wie dumm sind die Bürger?
- #2365 09.07.2012 06:56 von
Die Mittelschicht - Zahlmeister der nation?
Die Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung, denn viele Firmen der Mittelschicht - insbesondere GmbH´s und GmbH,s und Co KG etc. auch viele eingetragene Vereine, plündern durch die Gründung von mehreren Firmen mit anderen Sparten, von dem selben Unternehmer , den Staat aus. Die Prüfungen, sofern diese stattfinden, sind unprofessionell von seiten der "Prüfer", die Finanzbehörden sind so mager besetzt , dass selbst die Prüfungspläne getürkt werden, viele Mittel und Klein- Unternehmer haben - im Gegensatz zu den Zeiten bis 1995 überhaupt kein Rechtsbewußtsein mehr - woher kommt das? Aus dem vond er SPD ausgebelten Gewerbegesetz u.a. - Wenn an jeder Berliner Ecke ein Bäcker ist, verdient keiner und Steuern können nicht fließen.Wenn die Stadt 5000 Taxen verkraften kann und von Wowereit und Co werden 8000 zugelassen und diese gehören Akademikern um ihre Steuern aus der Haupttätigkeit zu mindern , ferner werden nur schwarz - und /oder Aushilfskräfte beschäftigt und das in jeder Branche , dann muß man sich nicht wundern, dass auch daraus - außer den vielen anderen Verbrechen der SPD , enorme Schulden den Bürgern auf die Füße fallen.
Wenn zu den 8000 zugelasenen Taxen noch mehr als 2000 kurdisch /türkische Schwarzfahrer - überwiegend ohne P-Schein ,dazukommen, bleibt einem nur noch die Spucke weg und bei den seltenen Kontrollen ergreifen diese dann das Hasenpanier, aber Konsequenzen folgen von diesem Unrechtsgebilde in Berlin , nicht. Ich kann mich nicht erinnern jemals in dieser Stadt so viel Unrecht und Unfähigkeit von seiten der Regierenden erlebt zu haben. Ein Skandal! - #2366 09.07.2012 07:25 von
Die Mittelschicht - Zahlmeister der Nation?
Sie irren sich, die Menschen, die Sie "Unterschicht" nennen, erhalten -ohne jeglichen Solidarbeitragbeitrag als gesunde Menschen zu leisten, viel zu viel Geld.
Die Mittelschicht, der vor 1989 serh viele Menschen angehörten ist unter Schröder stark gesunken und die Anreize , eine Arbeit anzunehmen, ist durch die Hartz-4 - Gesetzte - auch verabschiedet von dem politischen Pfeifen der SPD - auch minimiert worden. Die meisten Stellenabbauten gab es unter der SPD. Hohe Subventionen an europäische Konzerne und den letzten deutschen Konzern Mannesman, die umgehend - statt in die Arbeitnehmer- in die teilweise kriminellen Betriebsräte (Hartz etc. , Esser etc.) ausgezahlt wurden als kriminell hohe "Abfindungen" . Diese perfiden Spiele der SPD-Oberen seit 1989 sind nur schaurich. Auch der Verkauf der vom Steuerzahler bezahlten sozialen Wohnugnsbauten Ende der 80ziger Jahre durch die Neue Heimat und sonstige SPD- GEnossenschaften etc. sind für 1.- DM verschleudert worden, aber zuvor haben sich noch die ganzen SPD-Oberklüngel selbst bedient.
Sobald die Millionen geflossen waren , waren auch die europäischen Firmen weg. Es wird Zeit, diese Unterschicht oben - wie unten - andrs zur Kasse zu bitten und Schröder und Konsorten die Konten zu pfänden. - #2367 10.07.2012 09:07 von
Die Ausplünderung der Mittelschicht ist schlimm, schlimmer ist jedoch die zunehmende Prekarisierung der wachsenden Unterschicht.
Alles liegt an einem grundsätzlichen Systemfehler in der ungerechten und unlogischen Finanzierung der Staatsabgaben und der Bestrafung von unselbständiger Lohnarbeit.
Kaum zu glauben aber unser Wohlfahrtsstaat bringt es doch tatsächlich fertig, sich von Niedriglöhnern und mittleren Angestellten bis zu 77% von ihrem sauer verdienten Arbeitseinkommen abzugreifen, während selbständige Spitzenverdiener sich bur bis 25% beteiligen müssen.
Wohlstandswachstum kann nur vom Wohlstand finanziert werden, das müssen wir endlich begreifen, dann können alle vom Wohlstand profitieren, nicht nur wenige Reichen.
Was getan werden muss, ist bekannt und im MWPOT-Konzept ausführlich beschrieben.. - #2368 12.07.2012 11:29 von
Sie setzen einfach so Selbständige mit Reichen gleich. Erstens stimmt da so nicht, zweiten hat ein Selbständiger auch selbständig Arbeitsmittel, Material, Arbeitstechniken, Transporte, Bütrotechnik, Immobilien, Mieten, Pachten u.v.m. zu begleichen. Deswegen wird die Selbständige Tätigkeit bevorzugt bei der Besteuerung.
Und wo Sie die 77% hernehmen, die der "Staat abgreift", sollten Sie mal erläutern. Sicherlich haben Sie da forsch Sozialversicherungsbeiträge gleich mit zu den Staatseinnahmen gerechnet. Versicherungen sind aber keine Abgaben an den Staat. Außerdem sind wohl 77% etwas zu hoch gegriffen. - #2369 12.07.2012 12:04 von
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