Forum: Politik
Das Sparpaket - gerecht und ausgewogen?
Das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesrepublik ist beschlossen: Die schwarz-gelbe Regierung will den Etat bis 2014 um 80 Milliarden Euro kürzen. Einkommen- und Mehrwertsteuer werden zunächst nicht erhöht. Ist das Gesamtpaket Ihrer Meinung nach ausgewogen und gerecht?
- #3300 08.06.2010 18:54 von
- #3301 08.06.2010 18:54 von Jens KleinertIm Grunde so ziemlich alle. Die Beamten allerdings haben das niedrigste von allen. Bitte erstmal schlau machen, bevor dumpfe Hetze betrieben wird!Menno, dafür haben die Beamten doch jetzt ganz großzügig auf ihre Weihnachtsgelderhöhung verzichtet.... lach
wer bekommt eigentlich NOCH Weihnachtsgeld! - #3302 08.06.2010 18:54 von
Das klingt sehr interessant, aber da nunmal der Sozialhaushalt der grösste Ausgabenbrocken ist, sollte vor allem dort angesetzt werden. Die Kosten müssen runter. Sie hingegen reden nur von höheren Einnahmen. Das ist der falsche Ansatz. Die Kosten müssen runter. Und zwar so, daß es weh tut. Bis es unerträglich wird. Bis auch der letzte Bierdosen-Fetischist nachmittags um 4 vom Sofa fällt und merkt: Mit einem Job wäre das nicht passiert.
- #3303 08.06.2010 18:54 von
ziel erreicht...
da haben ein paar schlaue leute wieder ihr ziel erreicht.
es wird hektisch darüber diskutiert wo, was , wie "gespart" wird, wer verzichten muß, wo es vielleicht noch was zu kürzen gibt...
und darüber verschwinden die verursacher der ganzen sauerei ganz langsam und sachte im hintergrund.
solange die bankster und die sonstigen roulettespieler an den börsen nicht zur rechenschaft gezogen werden und die banken nichts an echter wiedergutmachung leisten, ist alles andere blanke verar....
zwei milliarden euro müssen die banken jährlich zahlen...ein taschengeld in einen fond, damit bei einem eventuell weiteren zockerchaos der schaden etwas gedämpft werden kann....
freibrief für weiteren ungehemmten raubtierkapitalismus der allerübelsten sorte.
wenn jemand noch nicht weiss, was blanker zynismus und menschenverachtung gegenüber den armen in unserer gesellschaft ist, dann versteht er vielleicht jetzt. - #3304 08.06.2010 18:54 von
- #3305 08.06.2010 18:54 von
- #3306 08.06.2010 18:54 von
- #3307 08.06.2010 18:55 von
- #3308 08.06.2010 18:55 von UweZ
Da der gegenwärtige Spitzensteuersatz in unserer schnuckligen Republik sich nicht etwa auf dem langjährigen Normalniveau bewegt, sondern nachweislich nachkriegs historische Tiefststände erreicht hat, steht durchaus zur Debatte, ob wir uns solcherlei Pudern und Pampern Bestsituierter nicht etwaig "sparen" sollten.
Denn die zwecks Erlangung bestsituierter Puder- und Pamperfreuden übergstreifte Süsse-Kulleraugen-Maske verdeckt heimtückisch augenscheinlich nur eine darunter verborgene, finanzkritisch ausgesprochen unsympatische Fratze...!
Das Ding wurde zwar putzig "Schuldenbremse" getauft, bremst aber keine Schulden!
Denn die Gläubiger der deutschen Staatsverschuldung bekommen das ihnen Geschuldete ja mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nebst Zins und Zinseszins zurück, weshalb die Schulden unzweifelhaft weiter steigen werden.
Und da genannte Gläubiger grossteils mit den oben genannt gepudert und gepampert Bestsituierten aus unser Mitte identisch sind, verschulden wir uns bei denen, um die Einnahmeverluste aus deren reduziertem Spitzensteuersatz zu refinanzieren...!
Das Genannte uns nun wiederum zum "Sparen" auffordern, ist nachvollziehbar. Denn die Bestsituierten wollen ja via jener Zinserträge, die das mittels rostrot/olivgrüner Steuerreduzierung zusätzlich zusammengeballte Kapital abwirft, genau DAS haben, was wir anderenfalls konsumieren würden.
"Sparen" bedeutet aus deren Sicht - gebt es uns Steuerentlasteten, damit wir es euch dann gegen Zinsen leihen können... - #3309 08.06.2010 18:55 von
Weiterer Spartipp
Ein weiterer Sparvorschlag: Den Bundeszuschusses für das in der Bevölkerung höchst umstrittene und völlig anachronistische Prestigeprojekt "Stuttgart 21" in Höhe von 568 Millionen Euro sofort streichen. Es scheint aberwitzig das der Bund diese Summe für ein schwäbisches Luftschloss ausgeben will (zum Vergleich: das Stadtschloss sollte mit "nur" 400 Millionen Euro beglückt werden).
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