CSU - Was leistet der kultivierte Eigensinn?

Die CSU ist ein mitunter sperriger Partner für die Schwesterpartei CDU. Die Bayern kultivierten stets das eigene weiß-blaue Profil, und in den 60 Jahren des Bestehens war ihre Stellung im Freistaat nie gefährdet. Doch die Festung wankt. Ist Edmund Stoiber nach seinem Berlin-Verzicht noch der richtige Spitzenmann? Wie geht es nach dem Jubiläum mit der CSU weiter?
  1. #140

    Zitat von lab61 Beitrag anzeigen
    Nur sollten die Bayern nicht vergessen, wer sie nach dem Krieg vom armen und rückständigen Bauernland in einen High-Tech-Standort mit hochsubventioniert hat. Das waren zu einem nicht unwesentlichen Teil auch die Bergleute und Stahlkocher von Rhein und Ruhr. Etliche Standortfragen großer deutscher ....
    Nicht nur südlich der Donau, auch nördlich war Armut angesagt, dabei denke man nur an den Bayerischen Wald und das Umfeld!
    Das war téilweise noch in den siebziger Jahren so.
    Aber die CSU hat es bisher mit den ihnen zugewendeten und gehörenden Massenmedien (Zeitungen und TV) so hingekriegt, dass Bayern immer als das Beste in Deutschland dargestellt wurde und wird. Also "Tarnen und Täuschen" aus dem militärischem Gebrauch abgeleitet, wendet man dort in der CSU-Regierung vortrefflich an!
  2. #141

    Zitat von bipomi Beitrag anzeigen
    Nicht nur südlich der Donau, auch nördlich war Armut angesagt, dabei denke man nur an den Bayerischen Wald und das Umfeld!
    Das war téilweise noch in den siebziger Jahren so.
    Aber die CSU hat es bisher mit den ihnen zugewendeten und gehörenden Massenmedien (Zeitungen und TV) so hingekriegt, dass Bayern immer als das Beste in Deutschland dargestellt wurde und wird. Also "Tarnen und Täuschen" aus dem militärischem Gebrauch abgeleitet, wendet man dort in der CSU-Regierung vortrefflich an!
    Man spekuliert auf auf die Vergesslichkeit der Leute.

    Die Bayern sind leider keine Föderalisten, sondern Separatisten.... Meine Landsleute haben etwa vergessen, daß sie selbst jahrzehntelang vom Länderfinanzausgleich profitiert haben.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  3. #142

    Freistaatliche Separatisten

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Man spekuliert auf auf die Vergesslichkeit der Leute.

    Die Bayern sind leider keine Föderalisten, sondern Separatisten.... Meine Landsleute haben etwa vergessen, daß sie selbst jahrzehntelang vom Länderfinanzausgleich profitiert haben.
    Von nicht erarbeitetem Einkommen trennen sich auch Bayern ungern. Seltsam, dass man diese Separatisten - sie leben ja nicht in einem Bundesland Deutschlands, sondern in einem Freistaat - früher durchgefüttert hat. Kein Dank in dieser Welt!
  4. #143

    Zitat von Thymian Beitrag anzeigen
    Von nicht erarbeitetem Einkommen trennen sich auch Bayern ungern. Seltsam, dass man diese Separatisten - sie leben ja nicht in einem Bundesland Deutschlands, sondern in einem Freistaat - früher durchgefüttert hat. Kein Dank in dieser Welt!
    Nun, wenn die Bremer oder Berliner ähnlich produktiv wie seinerzeit die Bayern mit den erhaltenen Geldern umgegangen wäre, bräuchte diese Diskussion nicht geführt werden. Es geht dabei nämlich nicht darum, kein Geld zahlen zu wollen, es geht dabei darum, kein Geld in Fässer ohne Boden kippen zu wollen...
  5. #144

    Zitat von Kapaun Beitrag anzeigen
    Nun, wenn die Bremer oder Berliner ähnlich produktiv wie seinerzeit die Bayern mit den erhaltenen Geldern umgegangen wäre, bräuchte diese Diskussion nicht geführt werden. Es geht dabei nämlich nicht darum, kein Geld zahlen zu wollen, es geht dabei darum, kein Geld in Fässer ohne Boden kippen zu wollen...
    Ups' das Saarland vergessen
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  6. #145

    Zitat von Kapaun Beitrag anzeigen
    Nun, wenn die Bremer oder Berliner ähnlich produktiv wie seinerzeit die Bayern mit den erhaltenen Geldern umgegangen wäre, bräuchte diese Diskussion nicht geführt werden. Es geht dabei nämlich nicht darum, kein Geld zahlen zu wollen, es geht dabei darum, kein Geld in Fässer ohne Boden kippen zu wollen...
    Dann erklären Sie doch mal, warum sich ausgerechnet Bayern immer aufplustert, das erstmal Jahrzehnte lang die Hand aufgehalten hat, und nicht zum Beispiel Hamburg, das im Gegensatz zu Bayern mit der Ausnahme von zwei Jahren immer eingezahlt hat, und auch heute pro Kpof mehr einzahlt als die Bayern.
  7. #146

    Zitat von BillBrook Beitrag anzeigen
    Dann erklären Sie doch mal, warum sich ausgerechnet Bayern immer aufplustert, das erstmal Jahrzehnte lang die Hand aufgehalten hat, und nicht zum Beispiel Hamburg, das im Gegensatz zu Bayern mit der Ausnahme von zwei Jahren immer eingezahlt hat, und auch heute pro Kpof mehr einzahlt als die Bayern.
    Das liegt daran, dass die Bayern ein wildes Bergvolk sind, die Hamburger dagegen vornehme Hanseaten: Mögen täten sie schon wollen, nur dürfen ham's sich bisher nicht getraut... ;)
  8. #147

    Welch falsches Bild!!

    Zitat von Kapaun Beitrag anzeigen
    Das liegt daran, dass die Bayern ein wildes Bergvolk sind, die Hamburger dagegen vornehme Hanseaten: Mögen täten sie schon wollen, nur dürfen ham's sich bisher nicht getraut... ;)

    ANTWORT: Betrachten Sie mal die Landkarte. Bayern besteht aus den Altbaiern, den Franken und den Schwaben. Gerade die Franken sind für ihre Eigenständigkeit in Bayern bekannt. Nur die Mehrheit will eben noch im Freistaat Bayern leben. Nach 45 und nach 1990 kamen viele Nord-u. Ostdeutsche nach Bayern. Sehen Sie sich mal am Tegernsee um, wieviel reiche Norddeutsche sich hier einkauften. Aber wir sind ja weltoffen und tolerant und akzeptieren diese Deutschen, auch wenn mir manchmal die Südeuropäer näher und sympatischer sind, als gewisse sture und arrogante Südschweden. Sehen Sie, das sind jetzt die umgekehrten Klischees. Warum Altbaiern und Schwaben anders sind. Bei uns gibt es noch viele keltoromanische Spuren, auf die wir stolz sind und wir sehen uns als Brücke zwischen Nord und Süd und Ost und West. Leider vergessen viele bayerischen Landsleute, dass die CSU sie immer belogen hat. Vor allem die fränkische Seite der CSU wollte nach 45 keinen eigenen bayerischen Staat, sondern Teil v. D bleiben. Dann wurden mit gewissen Methoden für die die CSU berühmt ist, die Bayernpartei niedergemacht und seidem vereinnahmt die CSU Bayern und die Bayern merkens nicht, dass die CSU eine deutschnationale Partei ist, die nur den Machterhalt kennt und ausübt. Aber Hoffnungsschimmer sind am Horizont erkennbar.
  9. #148

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die CSU ist ein mitunter sperriger Partner für die Schwesterpartei CDU. Die Bayern kultivierten stets das eigene weiß-blaue Profil, und in den 60 Jahren des Bestehens war ihre Stellung im Freistaat nie gefährdet. Doch die Festung wankt. Ist Edmund Stoiber nach seinem Berlin-Verzicht noch der richtige Spitzenmann? Wie geht es nach dem Jubiläum mit der CSU weiter?
    Von 60% auf 43%. Ende offen.
  10. #149

    Der Eigensinn der CSU.

    Die CSU ist schon teilweise zu bewundern.Sie hat am lautesten auf Frau Ypsilanti geschimpft, wegen Wortbruch und so. Aber in Bayern haben wir einen Ministerpräsidenten der nicht gewählt wurde und nicht zur Wahl stand.Keiner regt sich auf. Der Ministerpräsident verkündet die Rettung der Landesbank für 10 Milliarden und sagt gleichzeitig, keine Panik das zahlt der Staat und nicht der Steuerzahler.Solche Rechnungen gehen wohl nur in einem Land mit kultivierten Eigensinn auf.
    Vor allem viele Denken man hätte mit Seehofer mehr Stimmen bekommen, keiner kommt aus die Idee, man denke an die Bauern, es hätte alles noch schlimmer kommen können.