Die afghanische Wahlkommission hat die für kommenden Samstag geplante Präsidentenstichwahl abgesagt. Hamid Karzai hatte zuvor angekündigt, allein antreten zu wollen - nachdem sein Konkurrent Abdullah Abdullah seinen Verzicht erklärt hatte. Bringt Karzai Stabilität für Afghanistan?
Na, dann schauen Sie sich doch einfach einmal um ... in der „Schönen Neuen Welt“!
Da müssen Sie lange suchen, bis Ihnen jemand von der autochthonen Bevölkerung leibhaftig vor die Augen kommt!
Schauen Sie sich in Vietnam z.B. um: Missgebildete Kinder werden Jahrzehnte nach dem segensreichen Wirken der USA dort in zunehmendem Maße geboren – Folgen eines Krieges, der angeblich lange für die USA beendet und vergessen zu sein scheint!
Man kümmert sich einfach nicht um die hinterlassenen Schäden ... man zahlt keinen Cent Entschädigung, sondern wendet sich anderen Regionen des Globus zu, um mit milliardenschwerem Kriegsgerät ähnliche Verwüstungen und Traumatisierungen auf unabsehbare Zeit anzurichten und „Demokratien“ anzustiften, fröhlich mit von der Partie zu sein.
In Afghanistan und dem Irak läuft es auf dasselbe wohl unabwendbar hinaus.
Und es gibt Jubler zuhauf ...! O sancta justitia – man möchte rasen!
Glauben Sie, dass Karzai jemals Interesse hatte etwas "Positives fuer sein Volk zustande zu bringen"? Dem ging (und geht) es nur um die eigene Macht und die seines
Clans; dass er etwas Positives fuer sein Volk (oder Afghanistan als ethnischen Sammelbegriff) zustande bringt, war nur von sekundaerer Bedeutung fuer die Invasoren, die glaubten ihn fuer ihre Interessen zum Funktionieren zu bringen. Er hat mit ueberlegener List, Wahlbetrug und pseudodemokratischen Firlefanz die Invasoren dazu gebracht, dass sie von ihm abhaengen, um ueberhaupt aus dem selbstgeschaffenen Sumpf herauszukommen.
Nun geht es nur noch darum, "Stabilitaet" fuer und waehrend der Absetzbewegung der Invasoren zu erzielen.
simpelkopp
Auf jeden Fall. Ein bißchen sind auch diese ständigen Unterstellungen und die typisch deutsche Häme nervig, die die Vereinigten Staaten betreffen. Entgegen jedweder "Expertenmeinung" haben es "die Amerikaner" ja nun doch geschafft, halbwegs geordnete Verhältnisse im Irak herzustellen. Mittlerweile geht es in Afghanistan weitaus schlimmer zu als dort. Mit Geschwätz und Beschwichtigungen jedenfalls, wie es die europäischen Politiker z.B. im Kosovo-Konflikt jahrelang getan haben, kommt man nicht weiter. Ex-Jugoslawien würde heute noch brennen, wenn die Vereinigten Staaten nicht eingeriffen hätten. Und aus welchem Grund? Weil Europa nicht einmal in der Lage ist, seine eigenen Probleme zu lösen. So traurig sieht es aus.