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Bringt Hamid Karzai jetzt Stabilität für Afghanistan?

Die afghanische Wahlkommission hat die für kommenden Samstag geplante Präsidentenstichwahl abgesagt. Hamid Karzai hatte zuvor angekündigt, allein antreten zu wollen - nachdem sein Konkurrent Abdullah Abdullah seinen Verzicht erklärt hatte. Bringt Karzai Stabilität für Afghanistan?
  1. #90

    Zitat von Arg-US Beitrag anzeigen
    Nur zweimal?
    Benutzen die USA diese Art von „Politik“ nicht seit Anbeginn ihrer kurzen Geschichte als immer wieder aus der Schublade hervorgezogene Schablone? Nur Schauplätze und Kulissen unterliegen einem Wandel, der Plot bleibt derselbe: Für sie selbst eine Farce und eine Gaudi von exotischem Erlebniswert, für die Opfer jeweils eine nachhaltige Tragödie, wenn nicht sogar....
    Sieht man ja an Westeuropa so deutlich. ;-)

    Im Gegensatz zu wo die Russen waren. Und sind.;-)
  2. #91

    O sancta justitia!

    Zitat von Willie Beitrag anzeigen
    Sieht man ja an Westeuropa so deutlich. ;-)

    Im Gegensatz zu wo die Russen waren. Und sind.;-)
    Na, dann schauen Sie sich doch einfach einmal um ... in der „Schönen Neuen Welt“!
    Da müssen Sie lange suchen, bis Ihnen jemand von der autochthonen Bevölkerung leibhaftig vor die Augen kommt!

    Schauen Sie sich in Vietnam z.B. um: Missgebildete Kinder werden Jahrzehnte nach dem segensreichen Wirken der USA dort in zunehmendem Maße geboren – Folgen eines Krieges, der angeblich lange für die USA beendet und vergessen zu sein scheint!
    Man kümmert sich einfach nicht um die hinterlassenen Schäden ... man zahlt keinen Cent Entschädigung, sondern wendet sich anderen Regionen des Globus zu, um mit milliardenschwerem Kriegsgerät ähnliche Verwüstungen und Traumatisierungen auf unabsehbare Zeit anzurichten und „Demokratien“ anzustiften, fröhlich mit von der Partie zu sein.

    In Afghanistan und dem Irak läuft es auf dasselbe wohl unabwendbar hinaus.

    Und es gibt Jubler zuhauf ...! O sancta justitia – man möchte rasen!
  3. #92

    Zitat von Arg-US Beitrag anzeigen
    ... Und es gibt Jubler zuhauf ...! O sancta justitia – man möchte rasen!
    Ihre Erkenntnis, ist nicht jedermanns Erkenntnis.

    In dieser Erkenntnis legte einst Robbespiere seinen Kopf unter die Guillotine und verstarb.

    So gerecht - bzw. ungerecht - ist die Welt.
  4. #93

    Karzai und die Macht

    Zitat von Helidorst Beitrag anzeigen
    Das Wahldebakel hat doch gezeigt, dass Karzai seit Jahren nur mit korrupten Mitteln an der Macht war. Er hat nichts Positives für sein Volk zustandegebracht, im Gegenteil, die Clans, die die Bevölkerung weiterhin unter ihrer Fuchtel haben, dazu noch die völkerrechtlich unrechtmäßigen Interventionen durch die im Zivilbereich katastrophal geschulten Soldaten aus aller Herren Länder, sie alle sind dafür verantwortlich, dass in Jahrzehnten null Stabilität in Afghanistan sein wird.Das ist so in Kriegen, die wir nicht wahrhaben wollen.Helidorst
    Glauben Sie, dass Karzai jemals Interesse hatte etwas "Positives fuer sein Volk zustande zu bringen"? Dem ging (und geht) es nur um die eigene Macht und die seines
    Clans; dass er etwas Positives fuer sein Volk (oder Afghanistan als ethnischen Sammelbegriff) zustande bringt, war nur von sekundaerer Bedeutung fuer die Invasoren, die glaubten ihn fuer ihre Interessen zum Funktionieren zu bringen. Er hat mit ueberlegener List, Wahlbetrug und pseudodemokratischen Firlefanz die Invasoren dazu gebracht, dass sie von ihm abhaengen, um ueberhaupt aus dem selbstgeschaffenen Sumpf herauszukommen.
    Nun geht es nur noch darum, "Stabilitaet" fuer und waehrend der Absetzbewegung der Invasoren zu erzielen.
    simpelkopp
  5. #94

    Zitat von ulan 1 Beitrag anzeigen
    Ist schon merkwürdig: Wie ich heute vernahm, ist Karzai nun offiziell zum endgültigen Wahlsieger und Präsident deklariert worden. Und ausgerechnet unsere Bundesregierung gratuliert ihm dazu ausdrücklich. Ich darf an Ahmadinedjad erinnern. Der hat seine Wahlfälschung in sehr wahrscheinlich wesentlich geringerem Umfang betrieben und wurde erneut zum Buhmann der Welt erklärt. Abschließend erlaube ich mir den altbekannten Vorwurfsatz: "Sage mir, mit wem Du umgehst - und ich sage Dir, wer Du bist". Das gilt auch für eine Frau Merkel.
    Auf jeden Fall. Ein bißchen sind auch diese ständigen Unterstellungen und die typisch deutsche Häme nervig, die die Vereinigten Staaten betreffen. Entgegen jedweder "Expertenmeinung" haben es "die Amerikaner" ja nun doch geschafft, halbwegs geordnete Verhältnisse im Irak herzustellen. Mittlerweile geht es in Afghanistan weitaus schlimmer zu als dort. Mit Geschwätz und Beschwichtigungen jedenfalls, wie es die europäischen Politiker z.B. im Kosovo-Konflikt jahrelang getan haben, kommt man nicht weiter. Ex-Jugoslawien würde heute noch brennen, wenn die Vereinigten Staaten nicht eingeriffen hätten. Und aus welchem Grund? Weil Europa nicht einmal in der Lage ist, seine eigenen Probleme zu lösen. So traurig sieht es aus.


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