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Bonapartismus in Frankreich?

In Frankreich wird über die geplante Berufung von Jean Sarkozy zum Chef einer wichtigen Behörde gespottet, die Opposition ist empört. Der junge Mann verteidigt seine Blitzkarriere. Zuviel familiäre Karriere-Unterstützung?
  1. #90

    War gerade eine Woche in Frankreich.
    Kenne diesen jungen Sarkozy nicht sehr gut, habe ihn aber 2-3 mal im Fernsehen sprechen gehört.
    Man muss schon sagen, der kann sehr gut sprechen.
    Und für sehr gut Sprechen erhalten andere Jünglinge sogar den Nobelpreis.
  2. #91

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    War gerade eine Woche in Frankreich.
    Kenne diesen jungen Sarkozy nicht sehr gut, habe ihn aber 2-3 mal im Fernsehen sprechen gehört.
    Man muss schon sagen, der kann sehr gut sprechen.
    Und für sehr gut Sprechen erhalten andere Jünglinge sogar den Nobelpreis.
    Hallo nahal, damit hast du sicher recht, auch wenn der andere "Jüngling" immerhin auf die 50 zugeht. Was den jungen Sarko betrifft, so zeichnet ihn wohl weniger sein gutes Reden aus als vielmehr seine Nähe zu "Monsieur Papa". Nun ja, seit den Zeiten der La Vallière und der Pompadour hat sich wenig geändert. :-) In Nachbarländern Frankreichs, in denen Mätressen und Möchtegern-Frauen der Premiers zu Abgeordneten und gar Ministerinnen aufsteigen, auch nicht...
  3. #92

    Zitat von oliver twist aka maga Beitrag anzeigen
    Hallo nahal, damit hast du sicher recht, auch wenn der andere "Jüngling" immerhin auf die 50 zugeht. ...
    Völlig richtig.
    Deswegen auch der "Auszeichnung"Unterschied zwischen einem Nobelpreis und Vorsitzender eines lokalen Vereins.

    Beides Ergebnisse von freien Wahlen:
    Die eine, eines demokratischen Verfahrens, die andere, eine unübeschaubare Klüngelversammlung.
    Nein, ich kann mir kaum ein Urteil erlauben (in Frankreich), da ich die Hintergründe nicht kenne.
  4. #93

    Zitat von saul7 Beitrag anzeigen
    ... ist nicht nur Vetternwirtschaft sondern auch als grob fahrlässig und verantwortungslos zu bezeichnen. Vive la France!!
    Es ist der Stil von Emporkömmlingen. Da ist so etwas gang und gäbe. Hier kommt ein unglücklicher Migrationshintergrund noch erschwerend hinzu.
  5. #94

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Völlig richtig.
    Deswegen auch der "Auszeichnung"Unterschied zwischen einem Nobelpreis und Vorsitzender eines lokalen Vereins.

    Beides Ergebnisse von freien Wahlen:
    Die eine, eines demokratischen Verfahrens, die andere, eine unübeschaubare Klüngelversammlung.
    Nein, ich kann mir kaum ein Urteil erlauben (in Frankreich), da ich die Hintergründe nicht kenne.
    Mit Klüngelversammlung hast du vielleicht recht. Nur ist Sarko in einer demokratischen Wahl zwar zum Präsidenten gewählt, sein Sohn aber nicht zum Behördenchef gewählt worden. Allerdings ist es nur ein Schmalspur-Bonapartismus. Ansonsten hätte Sarko seinen Sohn zum König von Rom oder von Westfalen gemacht. :-) Zu den Hintergründen: Der Sohnemann braucht einen Job.
  6. #95

    Sorry, aber

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Wie, hat man Sie aus einem anderen Forenthema gekidnappt, so dass Sie sich nur noch hier äußern können, wenn es um "Skandale in Deutschland" geht?
    dazu darf ich nichts sagen;-))
  7. #96

    Zitat von oliver twist aka maga Beitrag anzeigen
    sein Sohn aber nicht zum Behördenchef gewählt worden. ...
    Ja, Maga, das ist der Vorteil, zufällig im "Lande des Verbrechens" gewesen zu sein;
    Der Sohn IST noch nicht Chef dieser Behörde, sondern er wird (wenn überhaupt) GEWÄHLT. Und das, von dem dafür zuständigen Gremium.

    http://nouvelles.sympatico.ca/Monde/...=abc&date=True
    " candidature à la présidence de l'Etablissement public d'aménagement de La Défense (EPAD)"
    http://www.lefigaro.fr/politique/200...fils-jean-.php
    Und noch etwas:
    "Der Sohnemann braucht (K)einen Job"
    Er hat schon einen:
    "qui est conseiller général des Hauts-de-Seine depuis deux ans"
    Also, liber Maga:
    Urteile sind immer noch besser als Vorurteile. :-)
  8. #97

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Ja, Maga, das ist der Vorteil, zufällig im "Lande des Verbrechens" gewesen zu sein;
    Der Sohn IST noch nicht Chef dieser Behörde, sondern er wird (wenn überhaupt) GEWÄHLT. Und das, von dem dafür zuständigen Gremium.
    In dem zufälligerweise Sarkos Freunde sitzen. Was die Wahl angeht, kann man natürlich auch behaupten, die Entscheidung des Nobelpreiskomitees beruhe auf einer Wahl. Von "Verbrechen" würde ich nicht reden; es ist halt der alte, in romanischen Ländern weit verbreitete Nepotismus. Nur dass es dieses Mal kein "Nepot" ist, sondern der Sohn.

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    http://nouvelles.sympatico.ca/Monde/...=abc&date=True
    " candidature à la présidence de l'Etablissement public d'aménagement de La Défense (EPAD)"
    http://www.lefigaro.fr/politique/200...fils-jean-.php
    Und noch etwas:
    "Der Sohnemann braucht (K)einen Job"
    Er hat schon einen:
    "qui est conseiller général des Hauts-de-Seine depuis deux ans"
    Also, liber Maga:
    Urteile sind immer noch besser als Vorurteile. :-)
    Okay, ich korrigiere mich: Er braucht einen besseren Job. Wäre er Grieche, könnte er mit dem Namen seines Vaters dann in zwanzig oder dreißig Jahren für die Präsidentschaft kandidieren.:-)
  9. #98

    Zitat von oliver twist aka maga Beitrag anzeigen
    In dem zufälligerweise Sarkos Freunde sitzen.
    Richtig.
    Die heißen "Mitglieder der UMP", der Partei Sarkozys, die in diesem Departement die Mehrheit haben.
    Soll schon mal Vorkommen, in einer Demokratie.
  10. #99

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Richtig.
    Die heißen "Mitglieder der UMP", der Partei Sarkozys, die in diesem Departement die Mehrheit haben.
    Soll schon mal Vorkommen, in einer Demokratie.
    Und hier,etwas ausführlicher:
    "Président du groupe Majorité Départementale U.M.P"
    Das heißt:
    "Fraktionsvorsitzender der Mehrheitsfraktion in dem Departement"
    http://www.hauts-de-seine.net/portal...rtail/elus?l=S

    "Jean Sarkozy, fils cadet du chef de l'Etat, a obtenu 51,91% des voix, devançant les candidats du MoDem Alexandre Harmand (28,90%), du PS Marie Brannens (13,17%) et du FN Roselyne Nourry (6,02%)."
    http://www.lexpress.fr/actualite/pol...ne_501976.html
    Also, es war sogar eine Direktwahl, keine "Listenwahl á la Deutschland".


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