Beschädigen die Wikileaks-Dokumente das Verhältnis zwischen den USA und ihren Bündnis

Wie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
  1. #5860

    Her mit den kleinen Schwedinnen

    Telpathie? Oder gar Empathie? Sei's drum.
    Wikileaks deckt nichts auf, was nicht ohnehin vorher schon klar war. Es sei denn Details, die für die geifernde Meute ähnlich wie "Brot und Spiele" dienen.

    Die Werbetrommmel für Wikileaks UND die USA wurde jedenfalls durch diesen "akuellen" Anlass kräftigst gerührt. Kann man nicht meckern.
  2. #5861

    Skandale und Skandälchen

    Die Skandale und Skandälchen, den die Inhalte der, mehr oder weniger brisanten Depeschen, auslösten, steht in keinem Verhältnis zu den unglaubchen Vorgängen um die Veröffentlichung herum und Julian Assange selbst. Nicht die Depeschen haben der US-Regierung geschadet, dass hätte sie aussitzen können, sondern die Hexenjagd, die Veranstaltet wurde. Das unverhältnismässige Vorgehen, der US-Regierung und der schwedischen Justiz, haben ein Leck in die Glaubwürdigkeit der gesammten westlichen Welt geschlagen. Diese Überreaktionen schaden unserer Idee von Menschenrechten, Presse- und Meinungsfreiheit. Wie soll denn zukünftig mit Russland, China oder Nordkorea über diese Werte diskutiert werden? Den Menschenrechtlern in dispotischen Ländern wurde ein sehr grosses Stück aus ihrer Argumentationskette gerissen.
  3. #5862

    Zitat von Karl-Friedrich Beitrag anzeigen
    Nicht die Depeschen haben der US-Regierung geschadet, dass hätte sie aussitzen können, sondern die Hexenjagd, die Veranstaltet wurde.
    Aus der Sicht des Geschädigten, den USA, haben Sie Recht, so quasi als Unternehmensberater des Oval Office. Dieses Washington DC nur ist ein lebender Organismus, und er handelt, denkt und tut gemäß seinem Charakter. Sie sprechen dem Organismus Eigenschaften zu, die er nicht hat; respektive die ihm abhanden gekommen sind für den Fall, dass er sie je hatte. Wenn eine Karre aus Fernost, die neu auf den Markt kommt, sich einer Karrosserieform von einer aus Nahwest annimmt, so spricht der an die Form Gewöhnte dem Fahrzeug dieselben Eigenschaften zu, die er von dem Original kennt. Bis der ADAC, in dem Fall Assange (oder ursprünglich Bin Laden), einen Crash-Test vornimmt; oder einen Elch-Test; oder, oder. Es war nicht Bush als Aushängeschild, dem man eine fanatische Hyperreaktion andichten kann nach 2001. Diese Hyperreaktion ist nicht als personifiziert zu sehen, sie ist kollektiv. Wenn nicht kollektiv amerikanisch, dann kollektiv Washington-DC-isch. Im Grunde nur Schelmenstreiche. Seitwann stürzen Hochhäuser ein, und es kommt zum Weltkrieg? Die WTC waren Symbole, die attackiert wurden. An ihnen hing Bedeutung. In etwa so, als trampelt ein Wanderer einen Ameisenhaufen nieder, und die Ameisen nehmen das Niedergetrampelthaben als Angriff auf ihre Spezie und ziehen ins nächstliegende Dorf, um es zu verwüsten. Dieser new-world-order-Plan, noch unter Clinton entworfen, ist bislang gehörig in die Hose gegangen.
  4. #5863

    O'er the land of the free

    Studien zufolge, ziehen sich Extreme gerne an.
    O'er the land of the free and the home of the brave
    Für ihre Verfassung und ihren Patriotismus sind die Amerikaner bereit, alles dafür zu tun. Auch wenn dies bedeuten würde, dass die Freiheit für die sie leben, ein Käfig ist.
    Die Wikileaks Dokumente offenbaren die Ideologie dieses Landes. "Es sind alle schlecht, nur wir nicht."

    Die Beziehungen zu den USA aus europäischer Sicht, können den Amerikanern prinzipiell gleichgültig sein.
    Magenschmerzen dürften sie bei China und Russland bekommen, die solche Eskapaden nicht dulden.
    Wikileaks hat in sofern Klarheit gebracht, wie das man feststellen durfte, wie weitreichend der Einfluss der USA in der Welt ist. Es wurden über Richterliche Beschlüsse hinweg Gesetze gebrochen und Verfassungen verletzt, ohne dass sich jemand darüber beschwerte.

    Darüber sollte sich jeder einmal Gedanken machen.