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Beschädigen die Wikileaks-Dokumente das Verhältnis zwischen den USA und ihren Bündnis

Wie Amerika die Welt sieht - 251.287 geheime Dokumente aus dem Washingtoner Außenministerium enthüllen die Sicht der US-Diplomatie auf Freund und Feind.
  1. #5840

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    All diese Fragen sind nebensächlich.
    die frage nach nach eventuellen geldleistungen des spiegel an wikileaks fuer den privilegierten zugang zu den depeschen oder fragen nach eventuellen spenden des spiegel an wikileaks moegen sie nicht interessieren, da sie sich ihr bild von der ganzen angelegenheit gemacht haben, (wahrscheinlich gehoeren sie auch zu den menschen, die meinen, die beiden mutmasslich von assange belaestigten frauen "sollen sich mal nicht so haben", schliesslich gehe es um den weltfrieden/die freiheit der presse/einen heiligen.

    diese fragen sind aber nicht fuer alle nebensaechlich. ich wuensche mir da einfach offenheit und klarheit ueber wirtschaftliche verflechtungen und interessen. und zitiere hier gern "deep throat", den informanten der watergate-enthueller bernstein und woodward, gewissermassen der ur-whistleblower: "follow the money."
  2. #5841

    Keine Priveligierung

    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    die frage nach nach eventuellen geldleistungen des spiegel an wikileaks fuer den privilegierten zugang zu den depeschen oder fragen nach eventuellen spenden des spiegel an wikileaks moegen sie nicht interessieren, da sie sich ihr bild von der ganzen angelegenheit gemacht haben, (wahrscheinlich gehoeren sie auch zu den menschen, die meinen, die beiden mutmasslich von assange belaestigten frauen "sollen sich mal nicht so haben", schliesslich gehe es um den weltfrieden/die freiheit der presse/einen heiligen.

    diese fragen sind aber nicht fuer alle nebensaechlich. ich wuensche mir da einfach offenheit und klarheit ueber wirtschaftliche verflechtungen und interessen. und zitiere hier gern "deep throat", den informanten der watergate-enthueller bernstein und woodward, gewissermassen der ur-whistleblower: "follow the money."
    Also - einen priviligierten Zugang gab es höchstens im Zeitpunkt der Weitergabe - und wenn ich so die Liste der Medien sehe die da zugang hatten war das wohl eher "nicht priveligiert" -es war schlicht eine Liste der größten Medien die da ausgewählt wurden.

    Ansonsten - Sie wie jeder andere sind genauso priviligiert - jedermann kann die Fakten bei WikiLeaks nachlesen - das der SPON und andere Medien da netterweise zusammenfassungen gemacht haben ist nicht sehr relevant!

    Wofür sollten die da auch zahlen, was man ein paar Tage später jedermann selber nachlesen kann!

    Priveligierter Zugang ist das was die Regierungen betreiben - da wird mal "erlaubt" das man einen Kurzen Blick auf die geheimen Dokumente bekommt - typische Hofberichterstattungs technik!

    Eines der Grundprinzipen von WikiLeaks ist eben das man mit den Informationen "Kein Geschäft" macht, noch das irgendjemand da Geschäfte mit Machen kann - die "Informationen sind frei verfügbar" - jedermann kann sich dort sein eigenes Bild machen so der den A... hochkriegt!

    Und mal nebenbei - auch wenn der Spiegel ein grosses Unternehmen ist - ich denke das die Überweisungen die die dt. Banken an die Partei von Merkel jeden Tag tätigt da um ein wesentliches grösser sind - oder die die US-Banken an ihre "Lobbyvertreter" als alles was der Spiegel da aufbringen könnte!

    Und vieleicht können sie sich auch vorstellen das WikiLeaks seine Dokumente als erstes einmal weit gestreut verteilt - das verhindert schlichtweg das so Machtspielchen wie "Beschlagnahmung" in Redaktionsräumen die "Informationen" verschwinden lassen...
    Gehen sie also davon schlicht aus - das Hinz+Kunz letztlich auch diese Informationen hatten - sich nur eben nicht öffentlich noch "Inhaltsverzeichnisse" geliefert haben!

    Ihre Welt von "Priviliegierung" funktioniert zwar bei Regierungen - aber nicht bei WikiLeaks!

    WikiLeaks ist als erstes einmal ein weltweites Netzwerk was Informationen "sichert" - durch Kopieren so oft es geht .. und dann veröffentlichen der Fakten - alles andere ist schlichtweg obendrauf von den Medien gesetzt worden ... bringt nur eben ein paar Leser und noch mehr Informierte - ein "Geschäft" läßt sich damit nicht mehr machen!
  3. #5842

    Wer kein Charakterschwein ist, muß gleich ein reiner Engel sein!

    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    ..... aber was mich im sinne von transparenz und informationsfreiheit besonders interessiert, sind antworten auf folgende fragen:

    wann genau hat der spiegel das material bekommen?
    wieviel zeit haben die "50 redakteure" des spiegel mit der auswertung verbracht?.
    Für Statistikfans sicher eine interessante Information.
    Jedenfalls viel weniger Zeit, als es notwendig wäre, um die Informationen wirklich auszuwerten. Die Zeiten, dass ein SPIEGEL sich noch wirkliche Recherche leisten konnte, sind längst vorbei
    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    wie qualifiziert und erfahren im umgang mit solch sensitivem material sind und waren die redakteure?
    erfahren? Wie denn. Das kommt ja nicht alle Tage auf den Tisch!
    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    ..... wieviel zeit blieb im durchschnitt dem einzelnen bearbeiter pro dokument?
    Was läßt sich denn aus einer Antwort - so oder so - entnehmen? Redakteure sind keine Historiker. Abgeklopft wird das Material auf "Nachrichtenwert" und geplant war / ist wohl, damit für eine Weile die täglichen Hits / Knaller zu stellen. Ganz sicher sind für die Feiertage noch ein paar davon im Köcher.

    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    ..... und: hat der spiegel (oder auch der guardian, le monde, die nytimes) fuer den privilegierten zugang zu den dokumenten geld an wikileaks gezahlt?
    wenn ja, wann? an wen? und wieviel?
    wenn nein: hat der spiegel an wikileaks gespendet?
    wenn ja, wann? auf welchen wegen? wieviel?
    Wenn ich an der Stelle von wikileaks wäre, würde ich einen Teufel tun, die Information ohne Gegenleistung zu geben. Warum denn ohne Geld?

    Es gibt bei bestimmten Menschen, die es mit dem "Gutes-tun" nicht so einfach haben, immer wieder die merkwürddige Vorstellung, dass einer der Gutes tut, es selbstverständlich auch kostenlos tun müsse und ohne jeden Schimmer von Eigennutz, sonst ist er ja bloß genau so ein verachtenswerter Strolch wie man selbst ...
    Ein Mensch, der kein Charakterschwein ist, muß bei uns immer auch ein absolut reiner Engel sein!
  4. #5843

    Der Spiegel

    Zitat von bundeskindergeburtstag Beitrag anzeigen
    klare antworten auf diese fragen (oder ein aussagekraeftiges link) waeren mir ein abo wert.
    Ich bin überzeugt, dass DER SPIEGEL (wie auch alle anderen international renommierten Nachrichtenorgane) selbstverständlich so anständig war, dieses denkwürdige Geschenk nicht ohne jedes Dankeschön einfach nur anzunehmen. Aber das übersteigt sehr wahrscheinlich Ihre Vorstellung von Moral.
    bytheay: "Qualifiziert und erfahren im Umgang mit solch sensitivem Material"? Wirklich qualifiziert für die "Auswertung" dieses höchst sensitiven Materials ist eigentlich nur Hillary Clinton. Die hatte aber gerade keine Zeit.
  5. #5844

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Also - einen priviligierten Zugang gab es höchstens im Zeitpunkt der Weitergabe - und wenn ich so die Liste der Medien sehe die da zugang hatten war das wohl eher "nicht priveligiert" -es war schlicht eine Liste der größten Medien die da ausgewählt wurden.
    Ansonsten - Sie wie...
    Danke, so gehen Geschäfte sowieso nicht mehr. Wer kann schon lesen? On english, so wath?
  6. #5845

    Unterstützung für die Gegner der Freiheit

    Zitat von impressum Beitrag anzeigen
    Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 19:

    "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."
    Schade, daß WikiLeaks gerade das nicht macht, sondern statt dessen die Gegner der Meinungsfreiheit unterstützt.
    Etliche Milliarden Menschen haben nicht einmal das Recht, im Westen öffentlich zugängliche Informationen frei zu nutzen.
    Der Internet-Philisoph Jaron Lanier, der als Erfinder des Begriffs „virtuelle Realität“ gilt, wirft Wikileaks-Sprecher Julian Assange vor, die falschen Ziele zu verfolgen: Anstatt die Welt transparenter und die Menschen freier zu machen, schaffe er eine Welt ohne „Vertrauen und Anstand“. Die Methode, die Wikileaks anwende, bestrafe jeden, der nicht totale Transparenz liefere. Gleichzeitig werde absurderweise das vollkommene Fehlen von Transparenz belohnt. „Eine extrem abgeschottete Regierung riskiert keine Veröffentlichungen, eine offene sehr wohl“, so Lanier.
  7. #5846

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Schade, daß WikiLeaks gerade das nicht macht, sondern statt dessen die Gegner der Meinungsfreiheit unterstützt.
    Etliche Milliarden Menschen haben nicht einmal das Recht, im Westen öffentlich zugängliche Informationen frei zu nutzen.
    Der Internet-Philisoph .....
    Das machen Sie sich ein bißchen einfach. Sie projizieren in Assange eine Heldenfigur. Die mag er sein, aber in einem Bezugssystem. Assange steht auf der selben Stufe wie Osama Bin Laden. Die Frage sich anschließt, wie die Stufe zu benennen ist. "Anstand" - also so funktioniert die Rauhheit der Natur nicht, schon gar nicht funktionieren so die USA als fast-schon-Reptil oder als immer-noch-Reptil, die sowohl von Assange als auch von Bin Laden angegriffen wurden. Jetzt hören Sie auf zu jammern und klagen nicht ein, sondern machen mit dem Material, das zu Tage gefördert wurde, etwas. Die Stasi-Unterlagen offenbarten, wie die Machthaber der DDR sich die Welt eingerichtet hatten - bis sie unterging; die Gestapo-Unterlagen offenbarten, wie das 3. Reich sich die Weilt eingerichtet hatte - bis es unterging. Im Fall der USA geht es um einen Vorreiter der Werte, als den die USA sich sehen, wobei im Hintergrund genau das Gegenteilige geschieht. Vor WikiLeaks war es eine Ahnung, jetzt ist es eine Gewißheit. Oder wie Mephisto Faust fragt: "Bist du beschränkt, daß neues Wort dich stört? Willst du nur hören, was du schon gehört?" Statt Clausewitz zu gelesen zu haben, hätte Rumsfeld sich Friedrich, dem Zweiten als "ich bin der erste Diener des Staates" beschäftigen sollen. WiliLeaks deckt Verbrechen und ihre willentliche und absichtsvolle Organisiertheit auf. Der Staat als Verbrecher - das hatte das deutsche Land schon erfahren dürfen. Assange ist Teil einer Kraft, eher unreflektiert und nicht reflektierend.
  8. #5847

    Und was ist ihre persönliche Meinung über WikiLeaks? Auch wenn Sie jetzt durch etliche Medien und Meinungen beeinflusst worden sind.
  9. #5848

    Wer sind die Verbrecher

    Zitat von easystreets Beitrag anzeigen
    WiliLeaks deckt Verbrechen und ihre willentliche und absichtsvolle Organisiertheit auf. Der Staat als Verbrecher - das hatte das deutsche Land schon erfahren dürfen. Assange ist Teil einer Kraft, eher unreflektiert und nicht reflektierend.
    Welches Verbrechen hat WickiLeaks aufgedeckt?
    Die mafiösen Zustände der Politik in Russland?
    Die Unterdrückung der Freiheit in China?
    Den Antisemitismus der iranischen Führung?
    Den Terrorismus der islamischen Staaten gegen das eigene Volk?
    ... oder nur rechtsstaatliche Verstöße diverser US-Regierungen.
  10. #5849

    Informationsfreiheit?

    Im Zuge des Missbrauchsvorwurfs gegen Herrn Assange habe ich eine Idee gehabt:

    Wikileaks propagiert eine Politik der Informationsfreiheit, zumindest in Belangen des öffentlichen Interesses. Herr Assange ist eine Person öffentlichen Interesses und deshalb fordere ich ihn auf, alle Unterlagen und Informationen von ihm und seinem Anwalt offen zu legen. Immerhin haben wir doch ein Recht so etwas zu erfahren, hier geht es doch um eine Straftat! Ich will aber auch alle strategischen Informationen haben, wirklich alles! Jede widrige Notiz soll offen gelegt werden. So sähe eine Wikileakswelt aus. Ich fordere also alle Anhänger Assanges auf, ihn an seine Grundsätze zu erinnern.








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