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Afghanistan - Truppenabzug, obwohl die Taliban die Bevölkerung terrorisieren?

Immer mehr entwickelt sich das militärische Engagement des Westens in Afghanistan zum Desaster, die Kritik mehr sich, ebenso wie die oft tödlichen Pannen und Fehlschläge. Parallel dazu nimmt der Terror der Taliban gegen die Bevölkerung zu. Sollen die westlichen Truppen trotz dieser Entwicklung abgezogen werden?
  1. #1

    politik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr entwickelt sich das militärische Engagement des Westens in Afghanistan zum Desaster, die Kritik mehr sich, ebenso wie die oft tödlichen Pannen und Fehlschläge. Parallel dazu nimmt der Terror der Taliban gegen die Bevölkerung zu. Sollen die westlichen Truppen trotz dieser Entwicklung abgezogen werden?
    ja, mittlerweile ist dies zu befürworten.

    der westlichen politik ist es resultierend aus mangelnder ernsthaftigkeit nicht gelungen der bevölkerung sinn und zweck des engagements zu vermitteln, leider habe ich den eindruck man war sich auch nicht über sinn und zweck im klaren.

    afghanistan ist den weitaus meisten menschen ein völlig unbekanntes land geblieben, trotz stationierter eigener soldaten, es ist keinerlei emotionale verbindung zum afghanischen volk entstanden, die medien, die politik und auch die kulturträger dieses landes waren daran überhaupt nicht interessiert.

    da hatten die bedenkenträger und gegner des einsatzes leichtes spiel der öffentlichkeit afghanistan als einen vorhof zur hölle und als ein massengrab für eigene soldaten zu verkaufen.

    in einer solchen gemengelage hätte nur ein sichtbarer sieg abhilfe schaffen können.

    der ist jedoch so nicht gegeben, dazu hätte es einer ernsthaften afghanischen nationalregierung bedurft und nicht einem korrupten haufen von clan-lobbyisten die nur bis an die grenze ihres vorgarten denken und handeln können.

    ein westlicher abzug könnte den druck erhöhen sich zusammenzuraufen um das abdriften in einem bürgerkrieg zu verhindern, die verbliebene militärische präsenz der westlichen länder sollte ausreichen um die taliban geduckt im gestrüpp ausharren zu lassen.
  2. #2

    Es gibt ausser den Talibs noch viel mehr

    radikale Gruppen.Wie man sieht kann selbst eine US-Besatzung mit 130 000 Mann dort seit 11 Jahren nichts ausrichten, diese Clans werden sich mit oder ohne Besatzung bekämpfen, das wird nie enden.
  3. #3

    hoffnungslos

    Afganistan ist hoffnungslos rückständig. Viele können nicht lesen und schreiben und sind somit auch in der geistigen Entwicklung zurückgeblieben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Auch wenn westlichen Truppen und Helfer das Land verlassen, Dann werden sie sich weiterhin, wie gehabt, gegenseitig umbringen. Es gibt halt noch Bevölkerungsgruppen und Stämme, bei denen jede ernsthafte Änderung der Sitten und Gebräuche so schnell nicht zu erreichen ist. Immerhin können sie aber mit Handy umgehen.
  4. #4

    Das Mitgefühl mit allen Menschen

    gebietet es, dort zu helfen, wo Hilfe angenommen wird!

    Es gibt weltweit zahlreiche Orte, wo das der Fall, und die Menschen, die Kinder sehr dringend Hilfe brauchen.

    Kampfhubschrauber und Düsenjets kosten viel Geld und bringen meistens keine Hilfe, nach meiner bisherigen Lebenserfahrung.
  5. #5

    @tinosaurus - Tatsächlich hoffnungslos

    Zitat von tinosaurus Beitrag anzeigen
    Afganistan ist hoffnungslos rückständig. Viele können nicht lesen und schreiben und sind somit auch in der geistigen Entwicklung zurückgeblieben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Auch wenn westlichen Truppen und Helfer das Land verlassen, Dann werden sie sich weiterhin, wie gehabt, gegenseitig umbringen. Es gibt halt noch Bevölkerungsgruppen und Stämme, bei denen jede ernsthafte Änderung der Sitten und Gebräuche so schnell nicht zu erreichen ist. Immerhin können sie aber mit Handy umgehen.
    Von Voltaire stammt die Erkenntnis, dass nichts auf der Welt so gerecht verteilt ist, wie der Verstand. Denn jeder, sagt er, sei überzeugt, bei weitem ausreichend davon zu besitzen. Tatsächlich scheint keiner unter seiner eigenen Dummheit zu leiden, und je ausgeprägter sie ist, desto mehr meint er, sie aller Welt präsentieren zu müssen.
    Ich denke, dass es in Afghanistan Ziegen gibt, die mehr Verstand und Kultur besitzen, als ein von keinem Gedanken und keiner Information je erschütterter, rassistischer und aufgeblasener deutscher Windbeutel.
  6. #6

    optional

    Islamische Terroristen schrecken noch nicht einmal vor einer Hochzeit zurück. Was für eine traurige Welt.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr entwickelt sich das militärische Engagement des Westens in Afghanistan zum Desaster, die Kritik mehr sich, ebenso wie die oft tödlichen Pannen und Fehlschläge. Parallel dazu nimmt der Terror der Taliban gegen die Bevölkerung zu. Sollen die westlichen Truppen trotz dieser Entwicklung abgezogen werden?

    Die Taliban rekrutieren sich aus dem paschtunischen Teil dieses Vielvölkergemischs in Vorderasien. Diese Leute terrorisieren nicht "die" Bevölkerung sondern alle anderen Volksgruppen, Minderheiten und greifen alles an, was auch nur im Entferntesten nach Westen aussieht. Für diese Personen widerspricht Entwicklungshilfe und z.B. Gleichberechtigung von Mann und Frau, ihrer Lebensweise.

    Diese Leute lassen sich nicht einschüchtern oder kaufen. Diese "Herz-und Verstand-Taktik" hat dort deshalb auch niemals funkionieren können.

    Entweder bekämpft man diese Krieger bis sie die Waffen strecken oder man einigt sich mit ihnen, zahlt Entwicklungshilfe und akzeptiert eben die Verhältnisse vor Ort. Darauf wird es hinauslaufen.

    Die Taliban haben durch Ausdauer und härteste Brutalität gezeigt, dass man gegen jede Form von kulturelle Entwicklung erfolgreich ankämpfen kann.

    VN, NATO und EU haben vor der Gewalt kapituliert. Das Konzept des Nation-Building ist ein Relikt des kalten Krieges und auf die Neuzeit nicht anwendbar.
  8. #8

    Zwiespältig

    Zitat von lebenslang Beitrag anzeigen
    afghanistan ist den weitaus meisten menschen ein völlig unbekanntes land geblieben, trotz stationierter eigener soldaten, es ist keinerlei emotionale verbindung zum afghanischen volk entstanden, die medien, die politik und auch die kulturträger dieses landes waren daran überhaupt nicht interessiert.
    (...)
    Dieses schreckliche Verbrechen erinnert uns daran, dass die vielen Jahre des zivilen und militärischen Engagements in Afghanistan nichts gebracht haben, und ich frage mich immer noch, woran das liegen mag. Die allgemein Ablehnung Haltung gegen den Westen ist deshalb für mich so unverständlich, weil neben den militärischen Einsätzen auch viel an Aufbauhilfe geleistet wurde. Die Bundeswehr und deutsche Entwicklungshelfer gingen da mit gutem Beispiel voran. Leider sind etliche von ihnen dabei auf sinnlose Weise ums Leben gekommen.
    Aus dem Wortlaut des Artikels schließe ich, dass sich noch niemand zu der Tat bekannt hat. Aber ganz unabhängig davon hätte ich erwartet, dass jetzt im ganzen Land zig tausende von Menschen auf die Straße gehen und protestieren, aber es zeigt sich erneut, dass man nur dann protestiert, wenn Afghanen bei militärischen Aktionen des Westens zu Schaden kommen. Diese Zwiespältigkeit und Doppelmoral ist für mich unbegreiflich.
  9. #9

    Zitat von tinosaurus Beitrag anzeigen
    Afganistan ist hoffnungslos rückständig. Viele können nicht lesen und schreiben und sind somit auch in der geistigen Entwicklung zurückgeblieben. Das wird sich so schnell nicht ändern. Auch wenn westlichen Truppen und Helfer das Land verlassen, Dann werden sie sich weiterhin, wie gehabt, gegenseitig umbringen. Es gibt halt noch Bevölkerungsgruppen und Stämme, bei denen jede ernsthafte Änderung der Sitten und Gebräuche so schnell nicht zu erreichen ist. Immerhin können sie aber mit Handy umgehen.
    Aus diesem Beitrag spricht die geballte Arroganz eines satten Deutschen, der vom heimischen Sofa aus in die Ferne blickt und andere Völker be- und verurteilt. Das schwingt ohnehin in der Afghanistan-Debatte immer wieder mit, dieses "die können es nicht besser, die sind zurückgeblieben", sprich: der ganze Einsatz ist sinnlos. Und auch hier wieder: Der Afghane an sich, spricht Sofa-Tinosaurus, ist geistig zurückgeblieben, die Afghanen verbringen sowieso den Tag nur damit, sich gegenseitig umzubringen. Und daran wird sich nichts ändern, zumindest nicht so schnell.


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