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Bahn statt Auto - wäre Italiens neuer Superzug für Sie eine Alternative?

Ende April nimmt der Hightech-Zug "Italo" den Betrieb auf. Würden Sie als Autofahrer auf die Bahn umsteigen, wenn Ihnen so ein Luxuszug geboten würde?
  1. #50

    Schön, dass die Italiener günstige, pünktliche, moderne und schnelle Züge mit wohl funktionierender Klimaanlage haben.

    Schöner wäre es, wenn es das in Deutschland auch gäbe.

    Gerade mal geschaut. Bochum - Berlin, beispielhaft, 156 € einfache Fahrt, 1. Klasse (alles andere ist nämlich unerträglich, weil unbequem wie ein Folterinstrument). Fahrzeit 4 Stunden.

    Bochum Berlin Autobahn, Fahrzeit 5 Stunden, Preis ca. 8L auf 100, bei 1,70€ pro Liter unter 70€.

    Die Bahn macht in D nicht mobil, die Bahn ist einfach unverschämt teuer und unpraktisch.
  2. #51

    sie verstehen das konzept nicht

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Für die einfache Strecke Offenburg -> Freiburg (ca. 60 km) zahle ich im ICE bei der deutschen Bahn sagenhafte 19,50 €; hin und zurück also 39 €. Zum Auto (ca. 10 € Diesel zzgl. Parkgebühr) ist dies absolut keine Alternative.
    Eine Günstig-Variante wie in Italien würde mich jedoch durchaus zum Umsteigen bewegen. Hier zahle ich von Neapel nach Rom in etwa genauso viel wie in Deutschland von Offenburg nach Freiburg. Wieso ist die in Deutschland nicht möglich?
    Weder in Offenburg noch in Freiburg würde das italienische Wunder halten!
    Wenn die DB nur noch Strecken wie München/Düsseldorf, mit einem Halt in FFM oder Berlin/ Düsseldorf bedienen müsste, wäre sie auch viel Schneller und im Verhältnis preiswerter.

    Weil hier aber jede Milchkanne mitgenommen werden muss - auch vom ICE (was ich gut finde!!!!) geht das so nicht!
    Nur noch Metropolverbindungen ist für D aber nicht der richtige Weg.
  3. #52

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    Diese Dinosaurier-Technik, gepaart mit Hochgeschwindigkeit das ist es, was mir Gänsehaut machen würde, würde ich in so ein "Ding" einsteigen.
    Gilt so haargenau auch für das Auto. Da macht ihnen die Dinosauriertechnik bei 200km/h anscheinend keine Gänsehaut.
  4. #53

    Zitat von big t Beitrag anzeigen
    Schön, dass die Italiener günstige, pünktliche, moderne und schnelle Züge mit wohl funktionierender Klimaanlage haben.

    Schöner wäre es, wenn es das in Deutschland auch gäbe.

    Gerade mal geschaut. Bochum - Berlin, beispielhaft, 156 € einfache Fahrt, 1. Klasse (alles andere ist nämlich unerträglich, weil unbequem wie ein Folterinstrument). Fahrzeit 4 Stunden.

    Bochum Berlin Autobahn, Fahrzeit 5 Stunden, Preis ca. 8L auf 100, bei 1,70€ pro Liter unter 70€.

    Die Bahn macht in D nicht mobil, die Bahn ist einfach unverschämt teuer und unpraktisch.
    Die Fahrzeit beträgt 3,5 Stunden. Wenn Sie schon die 1. Klasse als (Preis)maßstab nehmen, dann nehmen Sie auch ein Auto entsprechender Preiskategorie. Die Anschaffungskosten dürften sicherlich die Null-Euro-Kalkulation Ihrer Rechnung übertreffen...

    Und wenn Sie eine BC25 oder BC 50 haben, liegen Sie unter Ihrem Spritpreis und können zugleich den ÖPNV noch umsonst mitbenutzenm da die zurückgelegte Strecke über 100 Km beträgt.
  5. #54

    Deutschland das Entwicklungsland in Sachen Bahn

    Das Preis/Leistungsverhältnis der Bahnen in Deutschland und Österreich stimmt nicht mehr und nun überholen die Italiener noch die Deutschen... geil

    Dagegen ist die Schweiz und Frankreich geradezu ein Verbindung/Preis Paradies.

    Zürich nach:

    Frankfurt 4 Std
    München 4.15 Std
    Berlin 7.52 Std
    Hamburg 8.32 Std
    Wien 8.05 Std

    Mailand 3.41 Std
    Paris 4 Std
    London 5.45 Std
    Brüssel 6.43 Std
    Venedig 6.54 Std

    Aber Hallo, geht Euer ICE ab wie die Raser auf der Autobahn, Gas geben und immer wieder Bremsen und Tankstops einlegen?

    Weshalb diese miese Fahrdauer und der unangemessene Preis ??
  6. #55

    Zitat von michaelXXLF Beitrag anzeigen
    Gilt so haargenau auch für das Auto. Da macht ihnen die Dinosauriertechnik bei 200km/h anscheinend keine Gänsehaut.
    Richtig! weil ich mit dem Auto nicht auf Schienen fahre, sondern rechts oder links ausweichen kann. Außerdem ist mein Bremnsweg weniger als 1/10 von Zug....

    Bein Zug rase ich sehenden Auges ins Verderben, beim Auto kann -ich- wenigstens nochwas machen...
  7. #56

    Zugfahrer

    Zitat von dodgerone Beitrag anzeigen
    Evtl. fahren sie selbst mal Bahn damit sie auch wirklich mitreden können.

    So mancher Deutsche wäre froh, wenn der ICE nicht an jedem Provinzbahnhof halten würde bzw. die Strecken konsequent für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt wurden.

    Und spätestens wenn die Benzinpreise noch weiter hochgehen, oder irgendwann die PKW-Maut kommt... dann wird der deutsche Kleingeist neidisch ins Ausland (Frankreich, Italien...) schauen.

    Man is ja im ICE schon froh, wenn die ANzeige 3stellig und mit ner "1" beginnt.
    Ich fahre relativ häufig mit dem Zug, bewahre mir aber eine möglichst objektive Sicht der Dinge, damit ich zur Abgabe qualifizierter Kommentare fähig bin.
    Sie haben natürlich Recht, wenn Sie die vielen, dem Hochgeschwindigkeitskonzept widersprechenden, Haltepunkte im ICE-Netz monieren.
    Der Grund dafür ist die Siedlungsstruktur in Deutschland, die Topographie und der Föderalismus. Leider kann man nur Letzteres ernsthaft beeinflussen und deshalb kann man das TGV-Netz in Frankreich nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragen.
    Trotz aller Unzulänglichkeiten des deutschen Eisenbahnverkehrs, finde ich beim automobilen Individualverkehr gerade in Bezug auf die Reisedauer erheblich größere Unwägbarkeiten.
  8. #57

    Mit 253 schafft mein aktuelles Auto mehr als die meisten anderen. Das nächste wird ca. 270 schaffen. Trotzdem würde es mir nicht einfallen, andere Verkehrsteilnehmer als "loser" zu betiteln. Vielleicht wollen sie nicht 31 Liter / 100 km verbrauchen, vielleicht haben sie es nicht so eilig. Vom Zug aus gesehen kommen Tempolimits dazu.
    Schön also wenn man schneller ist, aber warum der Schwanzvergleich? Der Maßstab dafür ist für mich immer noch mein Rennrad: 40 km/h mit ca. einem halben PS.
  9. #58

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    ...
    Der genannte Billigpreis dürfte ähnlich funktionieren wie die Sparpreise der DB. Wenn Sie rechtzeitig buchen, kommen Sie auch hier für 29,- EUR von Offenburg nach Hamburg (oder sogar nach Kopenhagen oder Amsterdam).
    Ich habe eben mal auf der Homepage der von SPON & Co. so selbstlos beworbenen Betreibergesellschaft des Itao-Zuges nachgesehen:
    Sie haben recht.
    Die in dem Artikel genannten Billigpreise sind ebensolche Angebote wie die 29,- EURO-Tickets der DB AG )oder die 1-EURO-Flugtickets von Ryan-Air.)
    An eine feste Verbindung gebunden, nur begrenzt verfügbar, nicht umtauschbar.

    Aber, wenn die Deutsche Bahn sowas macht, ist das eine unzumutbare Verarschung. Wenn das die tollen Italiener mit ihrem "Ferrari auf Schienen" (Made in France) machen, dann ist das die tollste Erfindung seit der krümellosen Brotsuppe.
  10. #59

    Zitat von dodgerone Beitrag anzeigen
    Und spätestens wenn die Benzinpreise noch weiter hochgehen, oder irgendwann die PKW-Maut kommt... dann wird der deutsche Kleingeist neidisch ins Ausland (Frankreich, Italien...) schauen.
    Das kommt sehr auf die Beinlänge an. Was nützt es mir, wenn wie Fahrt von Paris nach Rom nur 5 Stunden dauert, ich aber anschließend zwei Stunden damit zubringen muss, meine Kniescheiben wieder zurechtzurücken, bevor ich gemütlich über die Piazza Navona spazieren kann.

    Außerdem ist es eher umgekehrt. Praktisch alle diese hochgelobten neuen privaten Bahnen richten sich fast ausschließlich an der Konkurrenz Flugzeug aus, sowohl bezüglich Streckenauswahl als auch bezüglich Tarifsystem. Sie sind also gerade nicht darauf ausgelegt, typische Autofahrer anzusprechen, wenn Autofahren teurer wird. Weil sie das, was Autofahrer schätzen, überhaupt nicht bieten: größtmögliche Flexibilität zu einem festen Preis, der sich aus einem Preis pro Jahr und einem Preis pro Kilometer zusammensetzt, und zwar beides ohne irgendwelche Spar- und Sonderangebote aus den Köpfen kluger Marketingexperten.

    Die Kritik an der Deutsche Bahn, mit dem ICE an jeder Milchkanne zu halten, ist zwar teilweise berechtigt. Die DB ist aber andererseits eine rühmliche Ausnahme, da sie es geschafft hat, den ICE als „ganz normalen Zug“ bruchlos in ein vorhandenes Netz zu integrieren, der an ganz normalen Bahnhöfen hält, und für den man ganz normale Fahrkarten kaufen kann.


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