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Bahn statt Auto - wäre Italiens neuer Superzug für Sie eine Alternative?

Ende April nimmt der Hightech-Zug "Italo" den Betrieb auf. Würden Sie als Autofahrer auf die Bahn umsteigen, wenn Ihnen so ein Luxuszug geboten würde?
  1. #30

    Zitat von caspa7 Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass dieser Kommentar peinlich und dumm ist, haben die "Schlitzaugen" schon seit Jahren ihre eigenen, 500km/h schnellen Bullettrains zwischen Shanghai und Peking fahren. 1000km Fahrt kosten da ca. 100 Euro - erste Klasse.
    Seit Jahren? Eröffnung war am 30.Juni 2011.

    500 km/h schnell? Nicht mal bei der Rekordfahrt, da nur 486 km/h. Höchstgeschwindigkeit der planmäßigen Züge ist 300 km/h.
    Eigene Züge? Erst, nachdem die vorher gekauften Züge von Siemens (Velaro CN), Bombardier und Kawasaki ausgiebig studiert wurden...
    Schnellfahrstrecke Peking
  2. #31

    Statistik

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    Auch in diesem "Luxuszug" gibt es keine Sicherheitsgurte. Wenn der mit 300 irgendwo gegenrast gibts wie üblich wieder hunderte Tote. Mit Gurten an jedem Sitz würden etliche Leben gerettet. Mich bringt keiner in so eine Todesfalle.
    Checken Sie einfach mal die Statistiken für Verkehrstote pro Milliarde gefahrenen Personenkilometer (MGP).
    Dann sehen Sie, dass die Bahn zwischen 30 mal (Stat. Bundesamt) und 47 mal (Allianz-Versicherung) sicherer ist als der PKW.

    Der Grund ist natürlich, dass PKW zwar langsamer sind, aber mit viel größerer Wahrscheinlichkeit gegen etwas fahren.

    Interessanterweise ist Bahnfahren etwa doppelt so sicher wie Fliegen, obwohl es für Flugzeuge noch weniger Hindernisse zum Dagegenklatschen gibt. Außer natürlich, wenn die Triebwerke ausfallen oder man aus sonstigen Gründen runterfällt. Und Start und Landung sind auch erheblich riskanter als beim Zug.
  3. #32

    Nein, nicht schön gerechnet.

    Zitat von skyfool Beitrag anzeigen
    Aha! Schon wieder schön gerechnet. Bei den Gesamtkosten/km in Euro ist es egal ob sie "auf dem Weg Arbeit" oder im Urlaub entstanden sind, es sind einfach die durchschnittlichen Kosten die ihnen entstehen.
    Wenn mein Auto zu Hause steht und ich mit der Bahn fahre, fallen ja die Fixkosten für das Auto trotzdem an. Ich zahle also doppelt: Für die Bahn und für mein Auto. Natürlich darf nicht nur die reinen Betriebskosten rechnen, jeder km auf der Uhr mindert den Wert des Autos, Reifen nutzen ab, Reparaturen werden eher fällig etc.

    Aber wer sowieso ein Auto hat, und die ADAC Gesamtkosten pro kn ranzieht, um zu entscheiden, ob er eine konkrete Fahrt mit Auto oder Bahn unternimmt, der rechnet falsch. Ich glaube, ein BWLer würde sagen, dass man in diesem Fall nur die Grenzkosten und nicht die Vollkosten ansetzen darf, aber mit deren Vokabular kenne ich mich nicht so gut aus.

    Etwas anderes ist es natürlich, wenn man entscheiden will, ob man sich überhaupt ein Auto anschafft. Dann sind natürlich die Vollkosten entscheidend.
  4. #33

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Zum Beispiel durch die Wahl des richtigen ("angepassten") Zugequipments, mit dem man viel besser teilen bzw. flügeln kann als mit dem Material der DB?
    Ist was dran.
    Nur sind mit ganz wenigen Ausnahmen alle bei den Privatbahnen eingesetzten Fahrzeuge auch bei der DB im Einsatz.
    Oder die eingesetzten Züge gehören gar nicht den Bahngesellschaften, sondern dem Bundesland. Wie in Niedersachsen.
  5. #34

    Naja

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    billiger sein als die staatliche Konkurenz. Scghliesslich picken die sich ja nur die profitablen Strecken raus. Den Rest kann ja die staatliche Bahn bedienen. Leute, seht mal nach GB was da so mit der privaten Bahn so abgeht, wollt Ihr das wirklich auch in D? Wer private zulaest (egal Post, Telephone oder Bahn) muss sich nicht wundern, wenn auf der einen Seite supermoderne Zuege fahren, auf der Anderen dann aber nicht investiert und stillgelegt wirt. Aber einige wollen das wohl immer noch nicht verstehen.
    Das Problem hat man - und da gebe ich Ihnen volkommen recht - wenn man die Infrastruktur privatisiert (Schienen, Elektrizittsnetzte, Straßen)!
    Die Dienstleister können durchaus privatwirtschaftlich organisiert sein!
  6. #35

    Wie denn wohl?

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    Nun sind etliche der Privatbahnen bereits an der Börse notierte Aktiengesellschaften. Raten Sie mal, wie die fit für die Börse wurden, und wie die es bei den Ausschreibungen schaffen, den billigsten Preis anzubieten.
    Ich rate mal - kein Riesenwasserkopf, keine 42.000 Beamten, keine 1.000 Tochterfirmen (jede mit eigenem Geschäftsführer, Stellvertreter, Sekretariat), dafür freundliches, kundenorientiertes Personal (nicht welches, was Kinder des Zuges verweist) und vernünftige Preispolitik, damit genügend Fahrgäste angesprochen werden. Stimmt´s ? :-)
  7. #36

    Sicherheit

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Checken Sie einfach mal die Statistiken für Verkehrstote pro Milliarde gefahrenen Personenkilometer (MGP).
    Dann sehen Sie, dass die Bahn zwischen 30 mal (Stat. Bundesamt) und 47 mal (Allianz-Versicherung) sicherer ist als der PKW.
    Sie vergessen, dass das nur die Eintrittswahrscheinlichkeiten beschreibt. Wenn ein Crashereignis eintritt, retten Gurte Leben. Wenn man denn welche hätte, weshalb sie überall (!) bis auf Züge Pflicht sind. Aber die Bahn ist ja reihenweise von Sicherheitsbestimmungen ausgenommen. Genannt sei hier einmal der Brandschutz oder die Evakuierungsmöglichkeiten. Kein Flugzeug würde jemals genehmigt werden mit so einem Evakuierungskonzept mit elektrisch betrieben Türen die zudem an Flaschenhälsen positioniert sind...

    Außer natürlich, wenn die Triebwerke ausfallen oder man aus sonstigen Gründen runterfällt.
    Flugzeuge fallen nicht runter wenn die Triebwerke ausfallen, das gilt nur für Hubschrauber.
  8. #37

    ... Kopieren ...

    Zitat von Robert_Rostock Beitrag anzeigen
    1. Der Nahverkehr wird seit 1994 von den Bundesländern bestellt und bezahlt, inzwischen meist ausgeschrieben. Demzufolge ist es nicht die DB, die Strecken stilllegt, sondern das Bundesland.

    Noch einmal: Der Nahverkehr auf der Schiene wird von den Bundesländern bestellt und bezahlt. Es .....
    Danke, auf den Punkt gebracht. Den Text können Sie bei jeder Bahndiskussion prophylaktisch einstellen.
  9. #38

    Kosten

    Zitat von bbr1960 Beitrag anzeigen
    Aber wer sowieso ein Auto hat, und die ADAC Gesamtkosten pro kn ranzieht, um zu entscheiden, ob er eine konkrete Fahrt mit Auto oder Bahn unternimmt, der rechnet falsch.
    Nein, tut er nicht. Der ADAC gibt Mittelwerte an.

    Sie müssen alle (!) Kosten auf alle Kilometer umlegen, nur so bekommen Sie heraus wieviel Sie der Kilometer kostet. Ist doch eigentlich gar nicht schwer...
  10. #39

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Sie vergessen, dass das nur die Eintrittswahrscheinlichkeiten beschreibt.
    Nein, es beschreibt die Zahl der Toten!
    Also Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls mal durchschnittliche Zahl der Toten pro Unfall. Letzteres ist genau das, worauf Sie hinauswollen.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Crashereignis eintritt, retten Gurte Leben. Wenn man denn welche hätte, weshalb sie überall (!) bis auf Züge Pflicht sind.
    Kein Widerspruch. Mit Gurten wären Züge vermutlich noch viel sicherer, als sie es jetzt schon sind.

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Flugzeuge fallen nicht runter wenn die Triebwerke ausfallen, das gilt nur für Hubschrauber.
    Das hatte ich zwar so auch nicht behauptet, aber das kann durchaus passieren, vor allem beim Start. Ein plötzlicher Strömungsabriss ist nicht gut.
    Außerdem: auch Hubschrauber lassen sich bei ausgefallenem Motor noch landen.
    Was ich aber eigentlich in meinem Post sagte: wenn die Triebwerke ausfallen, erhöht sich die Zahl der Hindernisse, gegen die ein Flugzeug knallen kann (hauptsächlich beim Versuch, außerhalb eines Flughafens zu landen). Und wenn man aus sonstigen Gründen runterfällt, auch (dann ist das Hindernis der Untergrund).


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