Ende April nimmt der Hightech-Zug "Italo" den Betrieb auf. Würden Sie als Autofahrer auf die Bahn umsteigen, wenn Ihnen so ein Luxuszug geboten würde?
Wie oft denn noch..
Nahverkehr ist seit der Bahnreform Aufgabe der Länder. Er wird von den Ländern bestellt, bezahlt, meist ausgeschrieben. Das heißt, wo wann im Nahverkehr was für ein Zug fährt, bestimmt einzig und allein das Bundesland. Wenn das Bundesland bestellt und bezahlt, dass von Oberammergau nach Unterammergau Mittwoch nachts von 2 bis 4 alle 5 Minuten ein Zug fahren soll, dann fährt da alle 5 Minuten ein Zug. Wenn bei der Ausschreibung die DB das günstigste Angebot abgibt, dann fährt da die DB.
Nebenbei fährt die Waldbahn von Plattling im Auftrag der DB Regio.
Gern geschehen.
Und der Fairness halber: Sicher hängt es einerseits stark von den Ländern ab, wo Nahverkehr stattfindet, und es gibt natürlich auch einige Beispiele, wo es tatsächlich der Initiative und Hartnäckigkeit von lokalen Gruppen zu verdanken ist, dass Strecken noch oder wieder befahren werden. Die Ilztalbahn ist tatsächlich so ein Beispiel.
Mich nervt es nur, wenn immer für alles, was bei der Bahn falsch läuft, einzig und allein die Deutsche Bahn verantwortlich gemacht wird.
Mich nervt es nicht.
Aber wenn was schiefläuft, wer sonst sollte dafür verantwortlich sein wenn nicht die Bahn? ( Klimaanlagen ) ?
Auf 3sat lief letztens ein Themenabend "Politische Satire" wo ein Akteur in etwas überspitzter Form folgendes sagte: "Ich glaube die DB-AG kauft alle "Leichen" auf um sie auf die Bahngleise zu legen , um die Verspätungen zu rechtfertigen.
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
Es geht ja nicht darum wieviel Komfort ein Zug bietet. In den meisten Fällen ist dieser ja ohnehin ausreichend. Es geht um die Entscheidung zwischen Individualität und etwas, das sich zumindest davon unterscheidet auch wenn ich es nicht als Kollektivität bezeichnen würde.
Ich würde in solch einem Fall auf VerkehrsmittelVergleich | Suchmaschine für Bahn, Billigflüge, Taxi, Mitfahrgelegenheit, Hotel, Urlaub, Reisen, Fahrplan, Fernbus und Mietwagen gehen und nachsehen, welche für mich die schnellste und günstige Alternative ist!
Doch, auf Strecken wie Mailand-Rom ist der Zug (vor allem fuer Alleinreisende mit Terminvorgaben) in jedem Fall eine Alternative zum Auto!
Mit dem Auto brauchen Sie fuer die Strecke um die 6 Stunden, theoretisch, wenn die Strasse frei ist, Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht allzu eng sehen und nicht allzu viel Pause machen. Die A1 von Mailand nach Rom ist aber voller Tuecken, und Sie riskieren eigentlich staendig, dass es deutlich laenger dauert: unfalltraechtige Abschnitte, Baustellen und das allgemeine Verkehrsaufkommen fuehren immer wieder zu kilometerlangen Staus. Allein die Mautkosten belaufen sich auf zirka 80 Euro, und ein PS-starker Benziner kostet Sie auf den 1200 km sicher knapp 200 Euro. Die Flexiblitaet des Autos hat also einen recht hohen Preis, der sich aus Zeit, Geld und Risiko zusammensetzt.
Das Flugzeug ist hier hingegen eigentlich gar keine Konkurrenz mehr, kann bestenfalls noch mit Billigfluegen punkten