Bahn statt Auto - wäre Italiens neuer Superzug für Sie eine Alternative?

Ende April nimmt der Hightech-Zug "Italo" den Betrieb auf. Würden Sie als Autofahrer auf die Bahn umsteigen, wenn Ihnen so ein Luxuszug geboten würde?
  1. #100

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    ....Dagegen könnte man laut diverser Studien die Zahl der Autobahntoten durch ein generelles Tempolimit wohl deutlich senken.
    Diesen Vorschlag gebe ich hiermit gerne auch an die "Bahnfreunde" weiter. Durch ein generelles Tempolimit der Bahn (z.B. auf 120 km/h) könnte man die Bahntoten ebenfalls deutlich senken.

    Ausserdem hätte das eine deutliche Reduzierung des Lärms für die Anwohner zur Folge (was hier allerdings nicht honoriert wird, denn Bahn ist ja 'politisch korrekt', Auto und Flugzeug dagegen nicht...)
  2. #101

    Zitat von sobetrachtet Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich auf Ihre Hypothese, dass der Zug bei einem Zusammenstoß aufgrund seiner Form umweigerlich entgleisen müsste. Das könenn Sie wohl kaum begründen
    Oh......[/QUOTE]

    Ich glaube, Sie haben hier eindeutig das Thema verfehlt. Sie haben vom Italo geschrieben (dem Zug aus dem Artikel) und von seiner äußeren Form auf sein Verhalten bei einem Unfall mit einer Schafherde geschlossen. Das war eine eine reine Mutmaßung, und das habe ich auch angezweifelt. Nicht mehr und nicht weniger. Dass sie dann mit einem Unfall des ICE um die Ecke kommen, hatte eigentlich nichts damit zu tun.
  3. #102

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    Diesen Vorschlag gebe ich hiermit gerne auch an die "Bahnfreunde" weiter. Durch ein generelles Tempolimit der Bahn (z.B. auf 120 km/h) könnte man die Bahntoten ebenfalls deutlich senken.
    Wie gesagt, wenn ich mir die Liste der schweren Zugunglücke weltweit (z.B. auf Wikipedia) ansehe, finde ich kaum Beispiele, bei dem zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle gespielt hätte. Ca. 99% der Toten gab es durch Kollisionen bei "normalen" Geschwindigkeiten (< 120 km/h, das reicht bei Frontalzusammenstößen oder Aufprall auf ein stehendes Hindernis völlig) oder durch Brand nach Explosionen.

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    Ausserdem hätte das eine deutliche Reduzierung des Lärms für die Anwohner zur Folge (was hier allerdings nicht honoriert wird, denn Bahn ist ja 'politisch korrekt', Auto und Flugzeug dagegen nicht...)
    Ach, daher weht der Wind. Aber keine Sorge: beim Lärmschutz rennen Sie bei mir offene Türen ein. Meine Erfahrung (Warnung: statistisch unbelegt!) aus einem Schrebergarten genau zwischen zwei Bahntrassen sagt mir aber, dass der Regionalexpress (E-Lok, Doppelstockwaggons) deutlich lauter ist als der ICE.
  4. #103

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    ...
    Ach, daher weht der Wind. Aber keine Sorge: beim Lärmschutz rennen Sie bei mir offene Türen ein. Meine Erfahrung (Warnung: statistisch unbelegt!) aus einem Schrebergarten genau zwischen zwei Bahntrassen sagt mir aber, dass der Regionalexpress (E-Lok, Doppelstockwaggons) deutlich lauter ist als der ICE.
    Die Anwohner des Rheintales klagen auch weniger über die ICE oder sonstige Reisezüge, sondern über die Güterzüge. Und die fahren selten mehr als 120.
  5. #104

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    Diesen Vorschlag gebe ich hiermit gerne auch an die "Bahnfreunde" weiter. Durch ein generelles Tempolimit der Bahn (z.B. auf 120 km/h) könnte man die Bahntoten ebenfalls deutlich senken.

    Ausserdem hätte das eine deutliche Reduzierung des Lärms für die Anwohner zur Folge (was hier allerdings nicht honoriert wird, denn Bahn ist ja 'politisch korrekt', Auto und Flugzeug dagegen nicht...)
    Fragen Sie mal einen Bahnstreckenanwohner. Das größte Problem sind die Güterzüge; die vorbeirauschenden Personenzüge sind dagegen fast eine Wohltat.
    Mit entsprechenden Schallschutzmaßnahmen (Oberbau, Wände und am Zug selbst) sind ICE's auch bei 250km/h recht erträglich
  6. #105

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, wenn ich mir die Liste der schweren Zugunglücke weltweit (z.B. auf Wikipedia) ansehe, finde ich kaum Beispiele, bei dem zu hohe Geschwindigkeit eine Rolle gespielt hätte. Ca. 99% der Toten gab es durch Kollisionen bei "normalen" Geschwindigkeiten (< 120 km/h, das reicht bei Frontalzusammenstößen oder Aufprall auf ein stehendes Hindernis völlig) oder durch Brand nach Explosionen.....
    interessant wäre zu wissen, wieviele Tote das Unglück in Eschede gefordert hätte, wenn der ICE 120 gefahren wäre. Die (Zerstörungs-) Energie ist 1/2 * m * vquadrat.
  7. #106

    Unfall

    Zitat von ragoutc Beitrag anzeigen
    Seit der Bundesbahn haben sich die Sicherheitsvorkehrungen enorm verbessert. Bei der Bundesbahn war es noch möglich, die Türen während der Fahrt zu öffnen, das ist heute nicht mehr der Fall.
    Diese "Verbesserung" hat in Eschede vielen Verunglückten das Leben gekostet... Denn nicht nur dass keiner rausspringen konnte (nach dem Crash), die Feuerwehr konnte auch nicht rein...
  8. #107

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    interessant wäre zu wissen, wieviele Tote das Unglück in Eschede gefordert hätte, wenn der ICE 120 gefahren wäre. Die (Zerstörungs-) Energie ist 1/2 * m * vquadrat.
    Da stimme ich Ihnen voll zu. Man muss als Gesellschaft aushandeln, wieviel Sicherheit man für höhere Geschwindigkeit aufgeben will.
    Die Bahn ist hier aber noch das unbedenklichste Beispiel, da schon die absolute Zahl von Unfallopfern sehr gering ist. Im Straßenverkehr sterben dagegen pro Tag im Schnitt um die 10 Menschen in Deutschland. Dies nimmt die Gesellschaft in Kauf, um den individuellen Verkehr zu gewährleisten. Würden pro Tag 10 Leute bei Zugunfällen sterben, wäre die Bahn vermutlich schon lange verboten.
  9. #108

    Stimmt

    Zitat von dodgerone Beitrag anzeigen
    Evtl. fahren sie selbst mal Bahn damit sie auch wirklich mitreden können.

    So mancher Deutsche wäre froh, wenn der ICE nicht an jedem.....
    wenn der von Leipzig nach Dresden mit 140 rast, zur Freude aller Tempolimitfetischisten.
  10. #109

    Zitat von ctrlaltdel Beitrag anzeigen
    interessant wäre zu wissen, wieviele Tote das Unglück in Eschede gefordert hätte, wenn der ICE 120 gefahren wäre. Die (Zerstörungs-) Energie ist 1/2 * m * vquadrat.
    Die Todesopfer in Eschede sind auf den unglücklichen Umstand zurückzuführen, dass die vom Radreifen "umgestellte" Weiche den ersten entgleisten Wagen die Brückenpfeiler abrasieren liess.
    Ich bin mir sicher die Opferzahl wäre -ohne Brücke- eine ganz andere gewesen.
    Manchmal ist dummerweise eben eine Menge Pech im Spiel.