Zwischenfall im Kühlsystem: Schweizer müssen uralten Atomreaktor abschalten

REUTERSEs ist das derzeit dienstälteste Kernkraftwerk der Welt und höchst umstritten. Jetzt wurde einer der Reaktoren abgeschaltet: Im AKW Beznau im Schweizer Aargau ist offenbar eine Pumpe des Kühlsystems defekt. Atomkraftkritiker fordern schon länger die Abschaltung der 42 Jahre alten Anlage.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...823455,00.html
  1. #340

    Unpräzise Frage - keine Antwort.

    Zitat von makese Beitrag anzeigen
    Zitat Mein Beitrag #257:
    "Warum wird dann ein Störfall heute noch wie vor 20 Jahren behandelt?
    (Die Frage stelle ich übrigens seit gut einem halben Jahr regelmässig ohne bisher eine einzige Antwort darauf). "

    Antwort darauf:Keine

    Der Forist behauptet zwar zu wissen, dass alles auf einem aktuellen Stand sei, kann aber keine Erklärung abgeben, warum in einem Deutschen Kernkraftwerk ein Störfall heute noch so abgewickelt wird wie vor über 20 Jahren (Blättern in Handbüchern etc.).
    Läßt eigentlich nur einen Schluss zu.
    Es ist schwer zu verstehen, was Sie mit Ihrer Frage meinen. In Handbüchern braucht keiner zu blättern, es ist alles in digitaler Form da. Alle Sensoren und Aktoren sind von der Warte aus parametrierbar, konfigurierbar, gesamte Information und deren Auswertung steht immer zur Verfügung. Moderne Prozessleitsysteme lassen fast keine Wünsche offen. Über Internet können diese Informationen von jedem Punkt der Erde mit Internetanschluß eingesehen werden.
    Nichts ist so wie vor 20 Jahren. Intelligente vernetzte Feldgeräte und vertikale Integration durch moderne Kommunikationsysteme ist heutiger Stand der Technik nicht nur bei Kraftwerken.
  2. #341

    Aber wo kommt das Wissen her?

    Zitat von resistor Beitrag anzeigen
    Es ist schwer zu verstehen, was Sie mit Ihrer Frage meinen. In Handbüchern braucht keiner zu blättern, es ist alles in digitaler Form da. Alle Sensoren und Aktoren sind von der Warte aus parametrierbar, konfigurierbar, gesamte Information und deren Auswertung steht immer zur Verfügung. Moderne Prozessleitsysteme lassen fast keine Wünsche offen. Über Internet können diese Informationen von jedem Punkt der Erde mit Internetanschluß eingesehen werden.
    Nichts ist so wie vor 20 Jahren. Intelligente vernetzte Feldgeräte und vertikale Integration durch moderne Kommunikationsysteme ist heutiger Stand der Technik nicht nur bei Kraftwerken.
    Sie verwechseln etwas. Es ist schön, wenn man alle vorhandenen Informationen schnell und übersichtlich bekommt, aber deshalb weiß trotzdem niemand, wie sich ein Kernschmelze verhält. Aber schön, dass Sie sich Gedanken darum machen, wie das nicht vorhandene Wissen schön präsentiert wird. :)
  3. #342

    Zitat von happy2010 Beitrag anzeigen
    Und das widerum bedeutet eben in knappen Zeiten (Winter, Nachts, Windstill) eine Engpasssituation-diese hatten wir nicht nur einmal dieses Jahr..
    Nein, happy 2009/10 - das ist kompletter Unsinn, weil auch zu dieser Zeit noch ordentlich exportiert wurde - und zwar nach Frankreich.

    Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern der Abkehr von der Atomkraft. Zur Zeit scheint es wieder sehr trocken zu werden. Mal sehen, wie das dann die Franzosen mit dem Kühlwasser aus den Flüssen machen.

    Dann müssen wir wohl wieder aushelfen - u.a. mit Strom aus Windkraft... .

    Wäre nicht das erste Mal.

    Was den Intellekt angeht - daß Atomkraftbefürworter auch immer nur von zwölfe bis zu mittag denken können, wenn überhaupt...

    ;-D
  4. #343

    Wie wollen sie das schaffen?

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Wenns dunkel geworden wäre, hätten se versagt, wenn nicht, haben se im Nichtversagen versagt. Eine Irrenrepublik ist das geworden.

    Aber das mit dem "Einmischen" ist ein guter Punkt. Wird Zeit, sich mal in den Wahnwitz der 'Energiewende' einzumischen. Deutschland muss langsam mal wieder auf das geistige und technische Niveau anderer Länder gebracht werden, sonst ist bald Schluss mit der Konkurrenzfähigkeit. Von Solarsubventionen, Windmühlen und nichtexistenten Stromnetzen können wir uns keine Suppe kochen.
    Wollen Sie die ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten in Deutschland schließen? Sollen sich deutsche Forscher und Ingenieure die Hälfte ihrer Gehirnzellen ins Koma saufen? Wollen Sie Techniker und Facharbeiter des Landes verweisen?
    Dann hätten wir wohl eine Chance aufe das technische und industrielle Niveau anderer Länder zu kommen (Außenhandelsdefizit statt Exportüberschuß; stiegende Arbeitslosigkeit statt sinkende; Zunahme des Resourcen- und Energieverbrauchs und CO2 Ausstoßes statt rückgang und Nachhaltigkeit, ...)
  5. #344

    Zitat von happy2010 Beitrag anzeigen

    Bisher brauchte das Ausland diesen Strom
    Ach ja? Die haben doch alle tolle Atomkraftwerke. Warum brauchen die dann unseren Strom?

    Ihre Logik ist immer wieder bestechend simpel.
  6. #345

    ...

    Zitat von die_piratenbraut Beitrag anzeigen
    Danke für den Link, aber es geht dort um die Nachzerfallswärme und nicht darum, wie sie abgeführt wird. Oder habe ich etwas überlesen? Meine Frage zielte auf die Konstruktion des Reaktors ab und dazu findet sich im Link wenig.

    Denn Sie behaupten, die Wärmemenge von 250MW wird ohne Pumpe im Primärkreis abgeführt. Aber es steht nur lapidar im Text:
    [i]"...In nuclear power plant, decay heat removal is achieved by Emergency Core Cooling Systems and heat exchangers. Those highly redundant systems are designed to provide sufficient amount of makeup water for several days without operator intervention. ..."[/B]

    Es bedarf also doch Systemen zur Kernkühlung. Welcher Art sind die, wie viele redundante Pumpen im Primärkreis gibt es und wie werden die gespeist?
    Die Undichtheit, um die es im Artikel geht, betrifft die Hauptkühlmittelpumpen (HKMP). Die werden im Leistungsbetrieb benötigt, um den Primärkreis umzuwälzen und die Wärme an den Dampferzeuger abzugeben.

    Im Störfall wird der Reaktor abgeschaltet, die Wärmeentwicklung sinkt auf die Nachzerfallsleistung (anfänglich etwa 5 %). Diese, nun stark verringerte Leistung, kann auch ohne die HKMP einfach durch Naturumlauf an den Sekundärkreis abgegeben werden. Daher sind die HKMP nicht mal notstromgesichert, denn sie werden im Störfall nicht gebraucht und sind dafür nicht vorgesehen. Aktive Pumpen werden weiterhin benötigt, nämlich mindestens um Wasser in die Dampferzeuger zu befördern oder um im Falle von Lecks Wasser direkt in den Primärkreis einzuspeisen.

    Bei Beznau als Westinghouse-Zweiloopanlage dürften das jeweils 3 vorhandene Pumpen sein. Zusätzlich hat Beznau ein komplett unabhängiges Notstandssystem mit eigenen Wasservorräten (Brunnen), eigener Notstromversorgung und eigenen Einspeisepumpen in einem eigenen geschützten Gebäude nachgerüstet.
  7. #346

    Völlig richtig

    Zitat von gucky2009 Beitrag anzeigen
    Eine irre Energiepolitik. Statt einfach den schon 10 Jahre bestehenden AKW-Ausstieg weiter zu führen hat man irrerweise diesen Konsens zurückgenommen um dann Monate später aufgrund von Fukushima (Laut EIKA gab und gibt es niemals eine Kernschmelze) nochmal die 180 Gradwende zu vollführen. Irrer Schwarz-Gelber Wahnsinn.
    Der eigentliche Irrsinn war die Laufzeitverlängerung von Schwar-Gelb. Aber auch dieser Gärtner- und Grukentruppe muss Lern- und Erkenntnisfähigkeit zugestehen; und wenn es nur zeitweise ist...
  8. #347

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Das ist ein Wuerfel mit gerade einmal 65 Meter Kantenlaenge. Laecherlich.
    Gehen wir mal großzügig vom spezifischen Gewicht von Stahl aus (7,85kg/dm³), macht also roundabout 2.400.000 t.
    Verpackt, wie bisher üblich, in Glas vergossen und in einem Fass.
    Wieviel passt rein in so ein Fass?
    25 kg vielleicht.
    Macht also 40 Fässer für eine Tonne.
    96 Mio Fässer!

    Und dann bleibt da noch der mittel- und schwachradioaktive Schrott vom Rückbau der Kraftwerke.......
  9. #348

    Ihnen ist entgangen

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Was an der 'Energiewende' bisher vor allem funktioniert ist verstärktes Verheizen fossiler Brennstoffe, vor allem Kohle und Braunkohle (!!! man muss sich das vorstellen!), die Klimaschutziele sind Makulatur.
    Ihnen ist entgangen, dass der fossile Primärenergieverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr, trotz AKW Moratorium und Abschaltung, gesunken (!!) ist, oder?
  10. #349

    Teuer?

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Ob in Holland, Frankreich, Polen, Spanien, Finnland, (USA, Russland, China) ... überall ist man realisitisch - und plant KKWs oder die nötigen Endlager.

    Und klar freuen die sich unsere Nachbarn alle diebisch über die 'Wende' und begrüssen sie: In ein paar Jahren kann man dann nämlich den dummen Deutschen für teuer Geld den Strom verticken, den die dann selber nicht mehr haben.
    Ich dachte immer Atomstrom wäre so schön billig?
    Übrigens, planen kan man vieles. Interessant wird es, wenn mach "macht". Der AKW-Neubau in Holland ist erst mal auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt (keine staaltichen Garantien, Bürgschaften, Kredite); in Finnland wird gebaut, und gebaut, und gebaut, und gebaut,...; Frankreich baut seit 2007 an einem neuen Reaktorblock (Inbetriebnahme geplant 2016), will aber in den nächsten 10 Jahren 19 Reaktorblöcke abschalten (!).
    Ihre Argumentation ist mehr als nur lückenhaft.