Zitat von
TS_Alien
Und jetzt ohne Polemik mit ein wenig Fakten:
Bei einem Druckwasserreaktor besteht eine Temperaturdifferenz von rund 30 Grad zwischen dem ein- und ausströmenden Wasser (290 zu 320 Grad, bei 160 Bar Druck). Wenn die Primärpumpe ausfällt, wird damit nicht allzu lange ein Wasserkreislauf aufrechtzuerhalten sein. Und schnell genug wird das Wasser auch nicht durch den Kern laufen.
Daher wird der Reaktor sicherheitshalber heruntergefahren.
Soweit alles OK.
Wenn aber das Herunterfahren des Reaktors nicht ordentlich funktioniert, dann kann die Situation schnell kritisch werden.
Das gleichzeitige Auftreten mehrerer Störungen ist möglich. Und es ist bereits öfters vorgekommen. Z.B. in Forsmark 2006. Da ist die Ursache noch nicht einmal im AKW gewesen. Und dennoch ist die Situation im AKW kritisch geworden. Weil diverse automatische Sicherheitsanlagen des AKW versagt haben.
Für mich hören sich solche Fakten danach an, dass ein AKW viel zu leicht in einen kritischen Zustand kommen kann. Und dann kann man nur noch auf die Fachleute im AKW bauen und hoffen, dass sie noch einen Überblick über die Lage haben und besonnen reagieren.
Wenn hier schon Meinungswelten aufeinanderprallen, dann sollten zumindest die Fakten miteinbezogen werden. Die Liste der AKW-Störfälle ist lang. Und sie wird mit Sicherheit in Zukunft noch viel länger werden. Es ist nur eine Frage der Zeit bzw. es ist eine Gewissheit, dass darunter wieder ein Super-GAU sein wird. Vielleicht sogar ein "richtiger". Denn Tschernobyl und Fukushima hätten noch weitaus schlimmer ausgehen können. Das Wort Glück möchte ich in diesem Zusammenhang dennoch nicht verwenden.
Und jetzt zur Endlagerproblematik. Es gibt keines.
Und jetzt zu dem, was als Wiederaufbereitung bezeichnet wird. Das ist ein Etikettenschwindel.