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Zwischenfall im Kühlsystem: Schweizer müssen uralten Atomreaktor abschalten

REUTERSEs ist das derzeit dienstälteste Kernkraftwerk der Welt und höchst umstritten. Jetzt wurde einer der Reaktoren abgeschaltet: Im AKW Beznau im Schweizer Aargau ist offenbar eine Pumpe des Kühlsystems defekt. Atomkraftkritiker fordern schon länger die Abschaltung der 42 Jahre alten Anlage.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...823455,00.html
  1. #330

    Das könnte hinkommen....

    Zitat von Themostikles Beitrag anzeigen
    Wir sollten nicht mehr antworten:
    Wir erkennen diese Leute an Ihrer Hartnäckigkeit bei ihrer Arbeit, der Desinformation. Dies ist die einzige Qualifikation, die sie mitbringen. Resistor ist ganz genau das gleiche Kaliber wie Klaus_Ermecke und HANNOVERGENUSS
    ...

    Zitat von resistor:
    "Ihr Vergleich mit einem alten Auto ist falsch. Alle AKW wurden ständig modernisiert und auf den Stand der Technik gebracht. Alle haben TÜV und sind sehr gut in Schuß. Wenn noch vor 30 Jahren fast alles auf analogen Technik aufgebaut war, ist heute alles digitalisiert und vernetzt.
    Solche Fehler durch Bedienpersonal, wie in Tschernobyl, sind heute nicht möglich."

    Mein Beitrag #257:
    "Warum wird dann ein Störfall heute noch wie vor 20 Jahren behandelt?
    (Die Frage stelle ich übrigens seit gut einem halben Jahr regelmässig ohne bisher eine einzige Antwort darauf). "

    Antwort darauf:Keine

    Der Forist behauptet zwar zu wissen, dass alles auf einem aktuellen Stand sei, kann aber keine Erklärung abgeben, warum in einem Deutschen Kernkraftwerk ein Störfall heute noch so abgewickelt wird wie vor über 20 Jahren (Blättern in Handbüchern etc.).

    Läßt eigentlich nur einen Schluss zu.
  2. #331

    falsch

    Zitat von sachgerecht Beitrag anzeigen
    ...Ihre Annahme, dass bei Druckreaktoren der Sekundärkühlkreis frei von Tritium sei ist nicht richtig, denn auch im Sekundärkreislauf bildet sich Tritium. Während ein unbelasteter Fluß unter 2 Bq/l aufweist, lässt sich unterhalb der AKW-Einleitungen der 15 bis 30-fache Wert messen. Die Grenzwerte wurden für das Isar AKW mit jährlich 48000 Mrd. Bq großzügig an die steigenden Emissionswerte des Kraftwerks angepasst ...
    Isar 1 ist ein Siede- und kein Druckwasserreaktor. :)
  3. #332

    sehe ich anders

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    ...Angenommen, das Erdöl wäre in 40 Jahren wirklich alle. Sollten wir sparen damit es 80 Jahre reicht? Da hat auch niemand wirklich etwas davon. Der Mensch würde eine Alternative entwickeln. Da muss kein Politiker etwas vorschreiben. Es passiert auch ohne solche Vorschriften. Wir hätten sonst heute noch Dampfmaschinen und würden unsere Wälder im Ofen verfeuern.
    Wie wir es seit 30 Jahren erleben, ist der Übergang in die reine EE aufwendig und langwierig. Mit der Windkraft im großen Stil wurde mit der großen Windkraftanlage (GROWIAN) 1980 begonnen. Und wir werden noch 30 Jahre benötigen, bis die EE zusammen mit Speichern unseren Bedarf sicher decken kann.

    Wenn wir erst angefangen hätten, wenn das Öl absehbar alle ist und damit alle fossilen Brennstoffe exponential teurer werden, wäre das gerade für die unteren Einkommensschichten ein Drama geworden. Der Markt löst viele Probleme, aber langfristige Strategien und stabile Preise garantiert er nicht.
  4. #333

    off topic

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Deutschland mit Rohstoffen gesegnet ... ist schon erstaunlich zu welchem Unfug sich hier mancher hinreißen läßt. Komisch, dass wir praktisch alles importieren und keine Rohstoffe exportieren, wenn wir doch so gesegnet sind. Sogar das Uran, mir dem wir Atomstrom exportierten war zu 100% importiert.
    Wir haben unsere metallischen Rohstoffe in den letzten 2000 Jahren auch schon zu großen Teilen abgebaut. Der Entwicklungsstand unseres Landes kommt auch daher, dass wir in den Mittelgebirgen reichlich Rohstoffe hatten. Mit Braun- und Steinkohle haben wir immer noch große Mengen an energetisch relevanten Vorräten.

    Heute finden sich große neue Vorräte dort, wo noch keine abgebaut wurden, wie z.B in Afganistan. Aber selbst bei uns findet sich immer wieder eine neue Lagerstätte:
    Kupferfund in der Lausitz: "In Deutschland haben wir nichts Vergleichbares" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  5. #334

    etwas genauer

    Zitat von sachgerecht Beitrag anzeigen
    ...Ihre Annahme, dass bei Druckreaktoren der Sekundärkühlkreis frei von Tritium sei ist nicht richtig, denn auch im Sekundärkreislauf bildet sich Tritium. ...
    Das Tritium im Fluß kommt aus den Abklingbecken und durch Undichtigkeiten zwischen Primär- und Sekundärkreis. Die Strahlenbelastung im Sekundärkreis ist nicht ausreichend, um Tritium zu bilden:

    http://www.umweltbundesamt.at/filead...e2dokuB2_5.pdf
    Ein bedeutendes Nuklid unter dem Aspekt der weiteren Behandlung des Primärwasserkreises [...] ist Tritium (3N). Im Kühlmittel entsteht es durch zahlreiche nukleare Reaktionen und an dessen Entstehung beteiligen sich vor allem ternäre Spaltung, die Aktivierung von Deuterium und das Vorkommen von 10B und 7Li im Brennstoff und im Kühlmittel. [...]

    Die Aktivität im Sekundärkreis kann nur durch eine mögliche Undichtigkeit des Dampferzeugers entstehen.
  6. #335

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Und jetzt ohne Polemik mit ein wenig Fakten:

    Bei einem Druckwasserreaktor besteht eine Temperaturdifferenz von rund 30 Grad zwischen dem ein- und ausströmenden Wasser (290 zu 320 Grad, bei 160 Bar Druck). Wenn die Primärpumpe ausfällt, wird damit nicht allzu lange ein Wasserkreislauf aufrechtzuerhalten sein. Und schnell genug wird das Wasser auch nicht durch den Kern laufen.

    Daher wird der Reaktor sicherheitshalber heruntergefahren.

    Soweit alles OK.

    Wenn aber das Herunterfahren des Reaktors nicht ordentlich funktioniert, dann kann die Situation schnell kritisch werden.

    Das gleichzeitige Auftreten mehrerer Störungen ist möglich. Und es ist bereits öfters vorgekommen. Z.B. in Forsmark 2006. Da ist die Ursache noch nicht einmal im AKW gewesen. Und dennoch ist die Situation im AKW kritisch geworden. Weil diverse automatische Sicherheitsanlagen des AKW versagt haben.

    Für mich hören sich solche Fakten danach an, dass ein AKW viel zu leicht in einen kritischen Zustand kommen kann. Und dann kann man nur noch auf die Fachleute im AKW bauen und hoffen, dass sie noch einen Überblick über die Lage haben und besonnen reagieren.

    Wenn hier schon Meinungswelten aufeinanderprallen, dann sollten zumindest die Fakten miteinbezogen werden. Die Liste der AKW-Störfälle ist lang. Und sie wird mit Sicherheit in Zukunft noch viel länger werden. Es ist nur eine Frage der Zeit bzw. es ist eine Gewissheit, dass darunter wieder ein Super-GAU sein wird. Vielleicht sogar ein "richtiger". Denn Tschernobyl und Fukushima hätten noch weitaus schlimmer ausgehen können. Das Wort Glück möchte ich in diesem Zusammenhang dennoch nicht verwenden.

    Und jetzt zur Endlagerproblematik. Es gibt keines.

    Und jetzt zu dem, was als Wiederaufbereitung bezeichnet wird. Das ist ein Etikettenschwindel.
    Und das ganz ohne Erdbeben, Hochwasser oder Terrorangriffe - oh Wunder!
    Vielen Dank für den sachlichen Beitrag.
    Was aber die Atom-Fans nicht davon abhält, unablässig ihre alten Parolen von der sicheren Atomkraft zu propagieren.
    Vielleicht sollten sie zur Kur in die Gegend um Fukushima geschickt werden. Da sollen ja für einige Jahre ein paar schöne Häuschen leer stehen.
  7. #336

    Recht so

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Deutschland mit Rohstoffen gesegnet ... ist schon erstaunlich zu welchem Unfug sich hier mancher hinreißen läßt. Komisch, dass wir praktisch alles importieren und keine Rohstoffe exportieren, wenn wir doch so gesegnet sind. Sogar das Uran, mir dem wir Atomstrom exportierten war zu 100% importiert.
    Deutschland hat zum Betrieb von Kraftwerken
    eine recht hohe Menge von Rostoffen,
    Steinkohle,Braunkohle und Uran.
  8. #337

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    Deutschland hat zum Betrieb von Kraftwerken
    eine recht hohe Menge von Rostoffen,
    Steinkohle,Braunkohle und Uran.
    Deutschland ist seit Jahren Importeur von Steinkohle (mit steigender Importquote). Und Uran wird auch zu 100% importiert.
  9. #338

    Am Thema vorbei

    Zitat von MiniDragon Beitrag anzeigen
    Können Sie sich selber ausrechnen, wenn Ihnen die Leistungsdaten von Beznau bekannt sind und Sie über ausreichende englische Sprachkenntniusse und Sie außerdem wirklich mal ne Technische Hochschule von innen gesehen haben, dann finden Sie hier nen guten
    Einstieg in die Materie :

    Decay Heat in Nuclear Reactors
    Danke für den Link, aber es geht dort um die Nachzerfallswärme und nicht darum, wie sie abgeführt wird. Oder habe ich etwas überlesen? Meine Frage zielte auf die Konstruktion des Reaktors ab und dazu findet sich im Link wenig.

    Denn Sie behaupten, die Wärmemenge von 250MW wird ohne Pumpe im Primärkreis abgeführt. Aber es steht nur lapidar im Text:
    [i]"...In nuclear power plant, decay heat removal is achieved by Emergency Core Cooling Systems and heat exchangers. Those highly redundant systems are designed to provide sufficient amount of makeup water for several days without operator intervention. ..."[/B]

    Es bedarf also doch Systemen zur Kernkühlung. Welcher Art sind die, wie viele redundante Pumpen im Primärkreis gibt es und wie werden die gespeist?
  10. #339

    Zitat von Havenpirat Beitrag anzeigen
    Interessant wie Sie Tatsachen als Märchen abtun
    > Chernobyl | Magnum In Motion

    und mit Antibiotika versetztes Fleisch hat mit diesen Mißbildungen überhaupt nichts zu tun!Ebenso der Rest von Ihrem angeführten Kram nicht.
    Halten Sie mal Ihre Füsse still, statistisch haben sich die Fehlbildungen dort etwas erhöht, was aber nichts daran ändert dass selbst dort die meisten auf andere Ursachen zurückzuführen sind.

    Fehlbildungen werden zwar gerne als Argument ins Feld geführt weil es so gut beeinflussende Bilde dazu gibt, sind aber tatsächlich nicht so stark angestiegen. Das Vorkommen von Schilddrüsenkrebs ist explodiert wie nichts anderes und auch einige andere Krebsarten kommen dort merklich häufiger vor als anderswo das ist sicherlich schlimm genug,da braucht mannicht mit den Fehlbildungen kommen die kaum über dem Durchschnitt in der Ukraine liegen.

    Dass Medikamente und Schadstoffe stärker für Fehlbildungen Verantwortlich sind als Radioaktivität steht unzweifelhaft fest.

    Mal ein paar Dinge durch die jedes Jahr hunderte bis tausende schwerste Fehlbildungen verursacht werden:

    Nährstoffmangel
    Infektionskrankheiten
    Zytostatika, Antineoplastika
    Retinoide (Vitamin A)
    Antikoagulantien
    Antiepileptika, Antikonvulsiva
    polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen
    DDT (Malariabekämpfung)
    Alkohol
    Nikotin
    ....
    ......
    ........








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