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Zwillingsstudie: Umweltfaktoren spielen Schlüsselrolle bei Multipler Sklerose

Zum ersten mal seit der Sequenzierung des menschlichen Genoms haben Forscher das Erbgut eineiiger Zwillinge entschlüsselt. Von dem Ergebnis erhofften sie sich auch Einblicke in die Entstehung von Multipler Sklerose. Doch das Nervenleiden bleibt ein großes Rätsel.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...691966,00.html
  1. #1

    Eine Statistik von drei untersuchten Fällen

    ist ja noch nicht berauschend - allerdings muß man auch sehen, daß es wohl keine zigtausende Zwillingspaare gibt, bei denen eine/r an MS erkrankt ist.

    Aber bei drei untersuchten Fällen ist es wohl gewagt, das höhere Erkrankungsrisiko des anderen Zwillings oder der Verwandschaft über Erbanlagen zu erklären und die in der Regel ebenfalls gleichen Umwelteinflüsse als potenzielle Ursache ausschließen zu wollen.

    Was mir Kopfzerbrechen bereitet, ist, daß anscheinend bei gegebenen Anlagen ein auslösendes Element genügt, um einen unumkehrbaren Prozeß in Gang zu setzen. Viele Krankheiten kann man ja heilen, wenn die verursachenden Einflüsse gestoppt werden.
  2. #2

    ...

    Ich bin selber in meinem engeren Umfeld mit dieser Krankheit konfrontiert, die der Wissenschaft noch immer so viele Rätsel aufgibt.

    Ich möchte dazu erstmal anmerken, dass zwar die progressive Form (wie im Artikel erwähnt), die meist im jüngeren Erwachsenalter auftritt und sich dann über "Sprünge" weiter verschlimmert, die am weitesten verbreitete Form ist, aber nicht die einzige. Es gibt auch eine Form, die erst im späten Alter (in "meinem" Fall ab ca. 60J.) auftritt und kontinuierlich fortschreitet. da weniger bekannt, dauert hier das Diagnoseverfahren entsprechend länger und die wenigen Behandlungsansätze können bei dieser Form noch weniger ausrichten.

    Was ich damit sagen will: MS ist eine äusserts komplexe und, leider, in der Öffentlichkeit wenig beachtete Krankheit. Die Medezin wird wohl noch lange brauche, um die dahinter stehenden Mechanismen zu verstehen und eine wirksame Therapie zu entwickeln.

    Ich möchte auch allen Betroffenen viel Mut wünschen im täglichen Kampf mit dieser Krankheit!
  3. #3

    Sie bringen etwas durcheinander

    Zitat von Gerdd Beitrag anzeigen
    Aber bei drei untersuchten Fällen ist es wohl gewagt, das höhere Erkrankungsrisiko des anderen Zwillings oder der Verwandschaft über Erbanlagen zu erklären und die in der Regel ebenfalls gleichen Umwelteinflüsse als potenzielle Ursache ausschließen zu wollen.
    Sie bringen zwei Dinge durcheinander: in dieser Studie wurde an drei Zwillingspaaren das Genom nach Unterschieden durchforstet.
    Das im Artikel erwähnte erhöhte Erkrankungsrisiko von 30% stammt aus anderen Studien mit natürlich viel mehr Zwillingspaaren.
  4. #4

    MS und CCSVI

    Erwähnt werde sollte aber auf jeden Fall die Forschungen hinsichtlich Chronischer Gehirn-Kreislauf-Insuffizienz bei Patienten mit Multipler Sklerose (oder zumindest einigen Formen davon), die in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt hat und ganz neue Therapiemöglichkeiten bietet. Zahlreiche klinische Studien werden zur Zeit unternommen, um den Zusammenhang zwischen venösen Stenosen und MS zu klären.


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