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Zweifelhafte Tempokontrolle: Der Blitz des Kahn

dapdWegen Raserei sollte Oliver Kahn 2009 seinen Führerschein abgeben. Er sei 163 km/h gefahren, wo Tempo 80 erlaubt war, hieß es im Bußgeldbescheid. Der Ex-Bayern-Star protestierte und bekam recht: Nach SPIEGEL-Informationen hatte ein Lichtreflex den Blitzer ausgelöst - möglicherweise kein Einzelfall.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/t...-a-862516.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen Raserei sollte Oliver Kahn 2009 seinen Führerschein abgeben. Er sei 163 km/h gefahren, wo Tempo 80 erlaubt war, hieß es im Bußgeldbescheid. Der Ex-Bayern-Star protestierte und bekam recht: Nach SPIEGEL-Informationen hatte ein Lichtreflex den Blitzer ausgelöst - möglicherweise kein Einzelfall.

    Tempokontrolle auf deutschen Straßen möglicherweise unzuverlässig - SPIEGEL ONLINE
    Tja, schön blöd, wer in vorauseilendem Gehorsam "wird schon stimmen" gelöhnt und evtl. sogar seine Fleppe abgegeben hat. Wenn es um letztere geht oder um viel Geld und Punkte würde ich prinzipiell über einen Anwalt Akteneinsicht fordern, um mir ein umfassendes Bild machen zu können.

    Ein einziges mal in meinem Leben war ich in dieser Situation, wenige km/h zu schnell gewesen zu sein, was außerorts noch nicht mal Punkte bedeutet hätte und wurde mit einem mich überholenden auf der Schnellstraße gelasert. Angeblich 123 km/h abzüglich Toleranz von 3% bei erlaubten 80, netto 119 km/h. Wir wurden beide angehalten und im Bußgeldbescheid hats dann mit damals irgendwas um 200 Euro incl. Pauschale und 3 Punkte so richtig gescheppert.

    Da ich wußte (das wurde vom Beamten wg. der "sicheren" Lasermessung verworfen), daß ich höchstens 95 Tacho gefahren bin (knapp über 90 echte im Höchstfall), habe ich Widerspruch eingelegt und Akteneinsicht gefordert. Dabei kam heraus, daß das Meßprotokoll falsch geführt und darüber hinaus zeitmäßig manipuliert wurde. Zwischen dem Probanden direkt vor mir aus dem Verkehr gezogen und mir lagen 7 Minuten Differenz.

    Vor Gericht wurde die Richterin ob der Protokollführung ziemlich unwirsch und hat die "ehrenwerten" Beamten ziemlich zusammengeschi... sie sollten das nächste mal nicht den Azubi ans Protokoll lassen und dokumentieren, wen sie messen. Denn das Kennzeichen wurde erst später von einer anderen Handschrift eingefügt, sprich, nicht vom Protokollbeamten neben der Laserkanone. Das Ende vom Lied: Der als Zeuge geladene (der vermutlich wirklich so schnell fuhr) hat ohne Murren gezahlt und ich bin freigesprochen worden.
  2. #11

    Nein, natürlich nicht.

    Zitat von Meckerliese Beitrag anzeigen
    Kriegen jetzt alle die bezahlt haben ihr Geld zurück?
    Die dürfen jetzt nochmal mit dem gleichen Speed da vorbeibrausen ohne nochmal zahlen zu müssen.
    Rasergutschein nennt man das.
  3. #12

    fr.... schreibt man mit großem F

    Zitat von bananenrep Beitrag anzeigen
    Aber wenn Merkelliese mit ihrer Truppe durch Berlin jagt, komisch da wird nie geblitzt und diese ganzen selbsternannten Experten auf dem Verkehrstag in Goslar. Nur Sesselfurzer ohne Wissen. Naja die sitzen trocken und schaffen keine Werte, aber eine große fr....
    Aber sonst haben Sie völlig recht.
  4. #13

    Manipulation von Geschwindigkeitsmessungen?

    Der Verdacht, dass Geschindigkeitsmessungen der Aufbesserung der kommunalen Finanzen, anstatt der Verkehrssicherheit dienen, hat sich bei mir schon lange erhärtet. Eine Überprüfung eigener Bussgeldbescheide und die von Verwandten und Freunden ergab jedoch ein überraschendes Resultat: Eine statistische Häufung der Geschwindigkeitsüberschreitungen, mit der man gerade so in die nächste Gebührenklasse kam, also bsp. 121 km/h oder 131 km/h ausserhalb geschl. Ortschaften nach Abzug der Toleranz. Rein statistisch ist das sehr unwahrscheinlich, da 0-9 ungefähr gleich verteilt sein sollten. Ob hier wohl immer etwas aufgerundet wurde? Vielleicht würde sich eine Spiegel Umfrage unter Verkehrsteilnehmern lohnen, um evtl. unberechtigte Manipulationsvorwürfe auszuräumen ;)
  5. #14

    wenn diese Messungen so ungenau sind

    sollte man sie einstellen bis es ein Verfahren gibt, das zuverlässig ist. Denn immer noch gilt der Rechtsgrundsatz"im Zweifelsfalle für den Angeklagten" oder ist der im Interesse der Abzocke für Autofahrer ausser Kraft gesetzt?
  6. #15

    Doch!

    Zitat von pussinboots Beitrag anzeigen
    80 fahren mit nem 650 PS Auto ? Selten so gelacht.
    Das geht wirklich! Hab's neulich erst ausprobiert.
  7. #16

    Zitat von henkeltopf Beitrag anzeigen
    Das tragische ist, dass man, um solche Fehler nachzuweisen, immer ein heiden Geld braucht.
    Die Gutachten kosten tausende von Euro, nur ein gut betuchter kann das Risiko eingehen, ein solches in Auftrag geben zu lassen. Gibt der Gutachter nicht recht, bleibt man ja schließlich auf den ganzen Kosten sitzen.

    So hält sich die Justiz die Klagen vom Hals. Olli Kahn hat das Geld. Otto-Normal Verbraucher hat hier keine Chance und zahlt sein Bußgeld an den Staat.
    Ein Hoch auf die Betuchten!
    Endlich machen sie das, was ihr Job ist: Vorkämpfer für die Gerechtigkeit sein!
  8. #17

    Tempo 163

    Wann kann man denn bitteschön auf der A8 auf der Höhe des Chiemsees 163 km/h fahren? Würde ich ja gerne, aber soviel Glück habe ich nie. Ich glaube, ich versuche es mal Sonntags morgens um 3 Uhr, das könnte dann klappen.
  9. #18

    vorauseilende reflexe

    toll, ja mit dem noetigen keingeld, und dem promi bonus, ist der vorrauseilende lichtreflex sicher eine bedeutendes misterium was sich aus juristischer sicht .. . totsicher als .. als freisprechender zweifel manifestieren laesst .. die frage ist nun nur .. sind diese art reflexe allgemeinverbindlich fuer alle buerger .. bei sonne .. einsetzbar oder lediglich einer gruppe von oberbuergent ..vorgehalten..
  10. #19

    Wer es glaubt..

    ..der Richter sicher nicht. Wer der Räder ein Herr Müller Meier Schmidt gewesen, dann hätte es dieses lächerliche Urteil nie gegeben. Das Gejammer über die angebliche Abzocke kann ich nicht mehr hören. Erst Rasen und dann nicht einmal Anstand genug haben und zu seinen Sünden stehen. Die meisten Verkehrssünder glauben doch eh, dass sie auf den Strassen jedes Recht haben. Weil sie so perfekte Fahrer sind. Dabei sind sie nur rücksichtslose Arschlöcher








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