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Zweifel an Bankenhilfe: Investoren wetten erneut gegen Spanien

AFPSpanien soll von den EU-Partnern Milliarden bekommen - trotzdem verlieren Anleger das Vertrauen in das Land: Die Regierung in Madrid muss für neue Schulden Rekordzinsen zahlen. Das Wirtschaftsblatt "Expansión" spekuliert bereits, ob bald neue Finanzhilfen nötig werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...838451,00.html
  1. #1

    Die Philosophie der Rettungsgelder ist am Ende. Bislang erkauften sie immerhin Zeit - die man am Ende jedoch nicht nutzte - doch jetzt sind sie nur noch teure Lachnummern zu Lasten der deutschen Steuerzahler. All die Gelder, die bereits ausgeschüttet sind oder noch ausgeschüttet werden sollen, sind vergeudet, weil sie am eigentlichen Problem der Strukturprobleme nichts ändern. Diese sind die Begleiterscheinung unserer gemeinsamen Chaoswährung. Wenn jetzt schon wieder die Eliten schreien, dass Eurobonds, Bankenunionen oder Fiskalpakte die Rettung bringen, dann ist das ein ausgemachter Blödsinn, der direkt in die ungeordnete Katastrophe für ganz Europa mündet. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Währung und eine Betonkopf-EU in Brüssel ganz Europa abbrennen. Der Euro ist wie Flasche leer - und wird auch nicht wieder voll. Deutschland hat bereits ein Jahrzehnt für Kohls Desasterpolitik mit Lohnverzicht, Wohlstandsabbau und Arbeitslosigkeit geblutet. Soll das das Modell für ganz Europa sein? Welche Zukunftsperspektiven gebt ihr uns - ihr verstrahlten Politiker? Ein echter Demokrat muss jetzt endlich handeln und die Untergangswährung durch die Wiedereinführung nationaler Währungen abwickeln. Wir brauchen wieder nationale Verantwortungen, damit ein denokratisches Europa der Völker eine Zukunft hat. Wir brauchen eine Totalreform und einen Rückbau in Brüssel. Die Briten haben Recht: das real existierende Europa mutiert zu einer negativen Krake, die alles umschlingt und aussaugt. Wir brauchen eine Rückbesinnung auf wahre europäische Werte: freier Handel, Völkerverständigung, demokratisch legitimierte politische Absprachen. Stattdessen opfern wir ganze Generationen von Bürgern für eine hohle und blutleere Ideologie.
  2. #2

    wieso wetten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien soll von den EU-Partnern Milliarden bekommen - trotzdem verlieren Anleger das Vertrauen in das Land: Die Regierung in Madrid muss für neue Schulden Rekordzinsen zahlen. Das Wirtschaftsblatt "Expansión" spekuliert bereits, ob bald neue Finanzhilfen nötig werden.

    Euro-Krise: Spanien muss Rekordzinsen für Anleihen zahlen - SPIEGEL ONLINE
    Es waehre Nett wenn einer im Spon mit etwas ahnung von Fiananzen solche Artikel schreibt.

    Die 100Mrd sind NUR fuer die Banken, Spanien selber hat aber auch ein problem, dafuer holt Spanien sich aber noch Geld am Markt, der Markt bezweifelt das Spanien das structur problem in den Griff bekommt, also werden mehr Zinsen faellig.

    Zinsen spigel das vertrauen wieder, das hat nichts mit Wetten zu tun.
  3. #3

    Zocker

    Hm, gestern habe ich geschrieben das die 'Marktberuhigung' keine zwei Wochen andauern wird, nun bin ich eines Besseren belehrt worden-es dauert keine 24 Std. ! Das ist alles so vorhersehbar-wenn man einen gesunden Menschenverstand hat. Anscheinend haben Frau Merkel und Ihr Finanzkumpan auf heißen Rädern völlig den Überblick und die Kontrolle verloren. Anders kann ich mir diese seit nunmehr 4 Jahre andauernden katastrophalen Fehlentscheidungen nicht erklären. Realitätsverlust in seiner puresten Form.
  4. #4

    Noch ist es nicht zu spät

    Noch ist es nicht zu spät, etwas zu ändern.

    Es gibt Strom und Wasser, die Menschen haben Essen und Benzin. Wenn es zu einem Kollaps kommt, dann ist es damit vorbei. Und wie schnell ein Chaos herrscht wird vor allem davon abhängen, welche Reserven die Menschen haben. Und damit meine ich: Lebensmittel!

    Wer würde schon mehr als ein paar Tage mit dem was er hat auskommen?

    Aber noch ist es nicht zu spät. Wir können darüber nachdenken, was an unserem Geldsystem falsch ist. Wir könnten z.B. eine zweite Währung einführen, die nicht auf SCHULDEN basiert. Beispielsweise indem man jedem Bürger einen Betrag von x,- Talern jeden Monat zur Verfügung stellt. Dieser Taler würde natürlich ständig an Wert verlieren. Die Folgen: Die Menschen versuchen zu investieren und nicht zu bunkern...

    Aber was rede ich hier... Politik und Menschenverstand liegen soweit auseinander, dass noch nicht einmal Gravitationskräfte mehr wirken.
  5. #5

    Es sind mal wieder die Deutschen

    Klar, ich finde auch, es sind wieder mal die Deutschen.

    Die Deutschen hätten, dieser Art der Währungsunion nie beitreten dürfen. Den EURO hätte es erst geben dürfen, wenn es vorab in kleinen Schritten eine Fiskalunion mit einem europäischen Finanzminisiter und gleichem Steuerrecht und gleicher Exekutive zur Durchsetzung dieser gegeben hätte.

    Ich meine, die Deutschen und einige andere Lädner werden den EURO verlassen müssen, da das Wirrwar so einfacher zu entflechten geht. Auf jeden Fall würde so etwas über Nacht ohne große Ankündigung vonstatten gehen.
  6. #6

    Vertrauen der Anleger ?

    Sie schreiben: "Trotzdem verlieren die Anleger das Vertrauen ..."
    Ich denke, "Dennoch wittern Spekulanten eine Chance" die Währung vor sich her und in die gewünschte Richtung zu treiben.
    Es ist eigentlich immer hauptsächlich die Frage, ob die spekulierenden Fonds die Marktmacht haben, eine Währung selbst so zu beeinflussen, daß sie mit ihrer Spekualtion gewinnen können.

    Früher wurde spekuliert, wenn glaubte vorhersehen zu können daß .... heute wird spekuliert, wenn man glaubt die Macht zu haben, ein Ereignis schaffen zu können.
  7. #7

    Gruss aus Canary Wharf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien soll von den EU-Partnern Milliarden bekommen - trotzdem verlieren Anleger das Vertrauen in das Land: Die Regierung in Madrid muss für neue Schulden Rekordzinsen zahlen. Das Wirtschaftsblatt "Expansión" spekuliert bereits, ob bald neue Finanzhilfen nötig werden.

    Euro-Krise: Spanien muss Rekordzinsen für Anleihen zahlen - SPIEGEL ONLINE
    und das wird immer so weiter gehen, denn egal wie gross der "Rettungsschirm" ist, die Hedge Fonds koennen viel Geld mit diesen "Angriffen" verdienen
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien soll von den EU-Partnern Milliarden bekommen - trotzdem verlieren Anleger das Vertrauen in das Land: Die Regierung in Madrid muss für neue Schulden Rekordzinsen zahlen. Das Wirtschaftsblatt "Expansión" spekuliert bereits, ob bald neue Finanzhilfen nötig werden.

    Euro-Krise: Spanien muss Rekordzinsen für Anleihen zahlen - SPIEGEL ONLINE
    Schade, dass der Spiegel nicht ehrlich genug ist, seiner Leserschaft die Wahrheit zu sagen und stattdessen den Eindruck erweckt, dass die bösen Spekulanten den Euro in den Abgrund reißen. Schaut man nämlich mal nüchtern hinter die Kulissen, dann stellt man fest, dass seit Einführung des Euros die Wirtschaftsleistung der Südstaaten insbesondere im industriellen Sektor kontinuierlich zurück geht. Da helfen auch keine Rettungsfonds, das ist nicht auszugleichen. Der Euro ist alles andere als ein Wohlstandsgarant. Und Frieden wird wohl auf Dauer auch nicht bringen.
  9. #9

    Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien, Zypern, Slowenien - alle (bald) auf Finanzspritzen angewiesen.
    Wirklich super, dieser Friedensstifter namens EURO...


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