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Zweifel an Bankenhilfe: Investoren wetten erneut gegen Spanien

AFPSpanien soll von den EU-Partnern Milliarden bekommen - trotzdem verlieren Anleger das Vertrauen in das Land: Die Regierung in Madrid muss für neue Schulden Rekordzinsen zahlen. Das Wirtschaftsblatt "Expansión" spekuliert bereits, ob bald neue Finanzhilfen nötig werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...838451,00.html
  1. #160

    Buerokraten, die in ihren Scheinwelten leben ...

    Zitat von Rinax Beitrag anzeigen
    ....ihr seid auch alle total überrascht das die Investoren sowas total merkwürdiges machen....
    ... sind vermutlich wirklich ueberrascht. Es passt nicht in ihre virtuellen E&Euro-Traumwelten. Diese mussten auch niemals Geld in der Realwelt verdienen.
  2. #161

    Ich weiss nicht, ob es anderen auch so geht aber, ...

    ... denke ich an die "EU" und "EUro", draengt sich mir stets und immer dieses Popmusikstueck aus alten Zeiten (glaube aus 1982) wieder auf, namens 'Major Tom', von Peter Schillig.
    Wo es im Lied heisst; "Im Kontrollzentrum, da wird man panisch. Der Kurs der Kapsel, der stimmt ja gar nicht. »Hallo, Major Tom, können Sie hören? Wollen Sie das Projekt denn so zerstören?« Doch --
    Er kann nichts hören. Er schwebt weiter ... völlig losgelöst von der Erde ...".

    Der andere song, der fuer mich so "EU&ro"-aktuell klingt, stammt von den Beatles, und sollte gar zur neuen Hymne der "EU&ro"-Region werden, wo es denn heisst; "He’s a real Nowhere Man, Sitting in his Nowhere Land, Making all his Nowhere plans for nobody. Doesn’t have a point of view, Knows not where he’s going to, ..."
  3. #162

    Y

    Zitat von smerfs Beitrag anzeigen
    lasst doch die ganze sch.... den bach runter gehen dann ist endlich ruhe im karton! es darf doch nicht sein das demokratisch legimitierte regierungen von den finanzmärkten wie ein tanzbär vorgeführt werden.
    zur not müssen auf zinserträge halt 240% steuer einbehalten werden dann überlegt sich jeder ob er sein geld hortet und verleiht oder was volkswirtschaftlich gesünder auf den kopf haut.
    keiner sollte mehr verdienen als er ausgeben kann!!!!
    Na dann erklären Sie das mal unserer werten Frau Merkel.
    Das ist doch die eiserne Kämpferin der Oberschichten und des Geldadels.
    Unter keiner Führungsperson in Deutschland hat die Verteilung von unten nach oben so schnell und ungeniert statt gefunden, wie unter ihr. Nicht mal Birne Kohl brachte dieses Kunststück fertig.

    Aber wir sind ja selbst daran schuld.
  4. #163

    Gegen ESM

    Auch wenn wir zum Teil mit dem Fiskalpakt zufrieden sind, ist erstens die FT Steuer unbedingt notwendig, zweitens hoffe ich trotzdem dass der ESM nicht ratifiziert wird , da es die Zementierung der gemeinsamen Haftung bedeutet.
  5. #164

    Zitat von zonkk@kabelmail.de Beitrag anzeigen
    Was heißt denn hier "Rekordzinsen" bezahlen müssen, wenn spanische pigs 6,9 % auf zehn Jahre bezahlen sollen? Man kann es nicht mehr hören. In Zeiten vor dem EURO mussten südländische pigs zwischen 15 und 20 % Zinsen zahlen, und das ging auch, und zwar ohne dass da ständig jemand mit dem Rettungsschirm bereitstand. Für ein Hypothekendarlehn musste ich Anfang der 90`er Jahre mehr als 7 % bezahlen, und das ohne pig-status bei bester Bonität. Also, dann hört mal auf zu jammern pigs, kneift die A...backen zusammen und bezahlt gefälligst, dann kriegt ihr auch Geld. Allerdings kann man bei höheren Zinsen nicht mehr soviel frisches Geld aufnehmen. Das ist ein heilsames Regulativ, dessen Wirksamkeit zu Zeiten des EURO leider in Vergessenheit geraten ist. Wenn immer nur Deutschland für euch bürgen soll , werdet ihr niemals mehr Vertrauen am Kapitalmarkt gewinnen können.
    Das stimmt, die spanischen und italienischen Anleihen sind NUR noch so "billig" weil die potentiellen Käufer dieser Bonds wissen daß letztendlich nur Deutschland für diese bürgt.
    WIR haben die PIGs jetzt am Hals und werden sie in diesem System auch nicht wieder los.

    Gestern im heute Journal: "Ab Juli haben wir zum Glück den ESM".
    Ohne Worte.
  6. #165

    Das

    Zitat von Kleimiammors Beitrag anzeigen
    Dieser Teufelskreis aus sinkendem BIP und ständig steigenden Refinanzierungskosten muss durchbrochen werden.
    Wenn G8, BRIC und eine Reihe von Schwellenländer sich darauf verständigen könnten, einen weltweiten Schuldenschnitt – abgestuft nach wirtschaftl. Stärke (min. ca. 20 % / max. ca. 50 %) durchzuführen, bekämen die betroffenen Volkswirtschaften die nötige Luft zum atmen.
    Zukünftige Nettokreditaufnahmen dürften beispielsweise nur in Abstimmung mit und über den IWF direkt erfolgen. Banken als Zwischenhändler scheiden aus.
    Die Kreditvergabe erfolgt unter der Voraussetzung, dass die Staaten erforderliche Strukturreformen durchführen und deren Verwirklichung in den jeweiligen Verfassungen zu verankern.

    Der Börsenhandel ist zu entschleunigen (Algo-Trading), Investmentbanken dürfen keine Spareinlagen verwalten, die Kreditvergabe an Hedgefonds ist zu regulieren.
    Staaten, die sich als Ausweichhandelsplätze anbieten, sind mit Sanktionen zu belegen bzw. zu ächten.
    Nach einem festzulegenden Zeitraum könnten Staaten bei entsprechender „Gesundung“ aus dem Monitoring des IWF entlassen werden. Diese Entscheidung läge bei einer zu gründenden, globalen Ratingagentur.

    Natürlich wären die Lasten eines solchen Schuldenschnitts weitestgehend von der Bevölkerung zu tragen.
    Anstelle der jetzt vielerorts diskutierten Reichensteuer müsste die Lastenverteilung abgestuft nach Leistungsfähigkeit (einschl. „Freibeträge“) erfolgen.
    Nach erfolgreicher Sanierung würden Bevölkerung und Unternehmen durch Steuer- und Abgabensenkungen Nutznießer dieser Rosskur sein.
    ist ein wirklicher Lösungsansatz, aber unsere Politiker sind eben doch Büttel der Finanzwirtschaft, so das es dazu nicht kommen wird.
  7. #166

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    und das wird immer so weiter gehen, denn egal wie gross der "Rettungsschirm" ist, die Hedge Fonds koennen viel Geld mit diesen "Angriffen" verdienen
    Sie können nur so viel verdienen, weil die Regierungen so unendlich dumm sind, auf diese asozialen Subjekte reinzufallen.
    Wenn man endlich damit aufhörte, Banken zu "retten" und Regeln aufstellte, inkl. Trennbankensystem (bei dem keine reguläre Bank Anteile an den "Investmentbanken" halten darf, und umgekehrt), wäre der Spuk bald vorbei.
  8. #167

    Billige Polemik!

    Zitat von kufu Beitrag anzeigen
    Genau, und weil Märkte sich perfekt rational verhalten, kann es sowas wie Blasen gar nicht geben.
    Was soll diese Polemik gegen "Märkte" -- haben Sie eine bessere Idee, vielleicht Planwirtschaft?
    Seit jeher gehören Boom-Bust-Zyklen zur Dynamik einer Marktwirtschaft. Schon im Alten Testament ist die Rede von "sieben fetten und sieben mageren Jahren", was nicht anderes als einen solchen Zyklus benennt. Hinterher, nach dem Platzen einer Blase erscheint das vorherige Verhalten der Marktteilnehmer immer irrational. Hinterher ist man immer schlauer. Das Schlimme sind aber nicht diese Zyklen, sondern die Eingriffe des Staates, welche die Korrelation von Investition und Haftung aufheben. Erst hierdurch wird die Information vernichtet, die der Markt erzeugt hat und in der Folge weiteres irrationales Verhalten befördert.
  9. #168

    Zitat von Ron777 Beitrag anzeigen
    Ein echter Demokrat muss jetzt endlich handeln und die Untergangswährung durch die Wiedereinführung nationaler Währungen abwickeln. Wir brauchen wieder nationale Verantwortungen, damit ein denokratisches Europa der Völker eine Zukunft hat. Wir brauchen eine Totalreform und einen Rückbau in Brüssel. Die Briten haben Recht: das real existierende Europa mutiert zu einer negativen Krake, die alles umschlingt und aussaugt. Wir brauchen eine Rückbesinnung auf wahre europäische Werte: freier Handel, Völkerverständigung, demokratisch legitimierte politische Absprachen. Stattdessen opfern wir ganze Generationen von Bürgern für eine hohle und blutleere Ideologie.
    Also die "Untergangswährung" Euro steht heute in seiner momentan größten Krise besser da als die ach so tolle Nationalwährung DM in ihrer 60 jährigen Geschichte gesamt noch nie dastand. Nationale Verantwortungen haben natürlich super geklappt wie Sie ja selber mit der Politik Kohls kritisieren warum wollen Sie also da wiedeer hin zurück? Die Bezeichnung "Europa der Völker" kommt aus der Rechtsradikalen Ecke in Europa gibt es nur ein Volk und das sind Europäer, oder würden sie auch in D von verschiedenen Völkern sprechen und würden SIe einen Rückbau D zu einem "Deutschland dder Völker" fordern? Ihre "wahre europäische Werte" sind so lächerlich: wie soll große Politik ohne geheime Absprachen funktionieren. Es muss der Bürger zu einem Citoyen erzogen werden und an den politischen Ebtscheidungen seiner Kommunen und Gemeinden konkret beteiligt werden.
  10. #169

    Wechselschieberei

    Das, was aktuell und seit zwei Jahren im Euro-Europa passiert, wurde früher als Wechselschieberei strafrechtlich verfolgt. Da gaben sich gegenseitig Unternehmen, die kurz vor der Pleite standen, Wechsel, die letztlich von der Bundesbank diskontiert und so lange und so oft wie möglich verlängert wurden, obwohl keine Liquidität mehr vorhanden war. Dadurch wurde zwar Bargeld geschaffen, jedoch nur solange, bis auch dieses aufgebraucht war und die Wechsel platzten.

    Nichts anderes passiert derzeit in Europa. Staaten wie Italien müssen sich an Hilfsleistungen für bspw. Spanien beteiligen, obwohl sie selbst kurz davor sind unter den Rettungsschirm zu flüchten. Deutschland mit 2 Billionen Euro Schulden ist der Holzturm in der stürmischen See, bis auch dieser unter der Wucht der Wassermassen zusammenbrechen wird. Danach haben wir wieder für einige Jahre Ruhe, bis das Theater von Neuem beginnt.








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