Manche Ideen sind so vernünftig, da weiß man gleich: Das wird nicht umgesetzt. Die Zwangsanleihe für Reiche ist so eine Idee. Dabei wäre das eine kleine Korrektur der Ungleichheit in Deutschland.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...844557,00.html
Ich verstehe das überhaupt nicht. Deutschland hat doch keine Probleme, sich Geld zu leihen. Zu niedrigsten Zinsen sogar, das macht das Geld Borgen ja immer leichter. Und das ist doch das Problem der meisten Euro-Staaten, die viel zu hohe Verschuldung.
Zwangsanleihen müssen auch zurückbezahlt werden, also was soll das ganze bringen? Noch mehr Verschuldung?
An den Autor: Wieso würde eine Anleihe, also das Leihen von Geld, unsere Schuldenlast verändern? Die Schulden würden ja nur wandern.
Und selbst wenn sowas gemacht würde, wie würde sowas in unser Lobbyland ablaufen? Alles was über Hartz4 bekommt darf blechen bis zu einer Höchstgrenze. So das ja nicht die Reichen dieses Landes belästigt werden mit solchen Peanuts. Und steuerlich würden dann auch nur die Reichen profitieren. Es hat schon seine Vorteile, die private Telefonnummer von Merkel und Co. zu kennen.
… mit neuen Schulden (den Reichen-Zwangsanleihen) die Schuldenquote verringern? Ich lasse mich gern korrigieren, aber da scheint mir Herrn Augstein ein Denkfehler unterlaufen zu sein. Schuldenmachen ist sicher keine Lösung für eine Staatsschuldenkrise.
...Blödsinn. 250.000 Reichtum? Jeder Häuslebesitzer wird hier zum Reichen erklärt, nach dem er jahrzehntelang sich sein Haus als Alterssicherung vom Munde abgespart hat. Und überhaupt...seit wann muß Deutschland gerettet werden? Und wären da nicht erst einmal unsere lieben Nachbarn dabei, Solidarität zu zeigen? Oder sollen wir gerade die Ungerechtigkeit in Griechenland, Italien oder Spanien ausgleichen, mit dem "Opfer"?
Mein Gott, was sind Sie kurzgespatzt...
Herr Augstein kann ja als großes Vorbild schon mal vorab einen nennenswerten Betrag spenden. Dann sehen wir mal weiter.
Naja. Ich finde Augsteins Artikel meistens ganz gut, aber hier kann ich ihm nicht so ganz zustimmen. Bevor man wieder die Krücke irgendeiner Zwangsanleihe zusammenzimmert, soll man doch einfach ganz normal die Vermögens- und Erbschaftssteuer wieder einführen und entsprechend gestalten. Jährlich 5% auf alles, was über 1 Million € pro Person liegt. Damit würde Deutschland sich auch wieder im Mittelfeld der restlichen Industriestaaten der Welt befinden. Zusammen mit einem Neuverschuldungsverbot und der Auflage, mindestens den Betrag dieser Vermögenssteuer in den Altschuldenabbau zu stecken und die Welt sähe in ein paar Jahren für Deutschland schon wieder ETWAS besser aus. Dasselbe müssten natürlich auch alle anderen europäischen Staaten machen. Da in den meisten davon das Vermögen noch ungleicher verteilt ist als in Deutschland, gäbe es da auch jeweils eine Menge zu holen.
Aber jetzt kommt die Stelle, an der ich Augstein wieder zustimme:
Das alles wird nie passieren. Lieber schauen die "Eliten" respektive Finanzeliten zu, wie die Karre ganz an die Wand fährt (systembedingt) und beschweren sich dann am Ende drüber, dass sie aufgeknüpft am Baum hängen und sich die Bevölkerung mit Gewalt das geholt hat, was ihr zusteht ... und das weltweit. Selber schuld. Wenn die Finanzelite glaubt, dass es irgendwo auf der Welt friedlich bleiben wird und sie sich da verstecken kann, während in Europa oder den USA die Revolution ausbricht, kann man das nur als ziemlichen dummen denkfehler bezeichnen. Die Welt ist dank globaler Kommunikation sehr klein geworden und wenn es irgendwo richtig losgeht mit sozialen Unruhen und Umstürzen, gibt es kein Halten mehr.
Eine Zwangsanleihe ist eine Anleihe. Das damit eingenommene Geld ist ein Kredit und erhöht nur die Schulden des Staates. Was soll das bringen?
Weitaus mehr würden die folgenden Vorschläge bringen:
* höhere Spitzensteuersätze
* Kapitalerträge über einem gewissen Betrag sollten mit dem Einkommensteuersatz, mindestens aber mit 25 % versteuert werden
* Einführung einer Vermögenssteuer
* Abschaffung diverser Steuersparmodelle, z.B. des Ehegattensplittings
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