In Bani Walid haben sich Milizen der neuen Regierung und Anhänger des getöteten libyschen Machthabers Gaddafi heftige Gefechte mit schweren Panzerabwehrwaffen geliefert. Mehrere Menschen starben. Der Übergangsgrat*hat die Kontrolle über die Wüstenstadt offenbar verloren.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...810941,00.html
Sie irren Sich. Gaddafi ist tot, sein mörderisches Regime ist erledigt! Im Augenblick versucht ein improvisiertes Gremium wohlmeinender Amateure, der NTC, auf den Trümmern der alten Herrschaft etwas Neues, Besseres zu errichten. Dass das nach 42 Jahren Diktatur und einem mörderischen Krieg nicht sofort klappt, war zu erwarten und überrascht nicht.
Im Gegensatz zu Ihnen und den meisten Schreibern hier kenne ich das Land und die Menschen aus persönlicher Erfahrung. Da sieht man vieles klarer als so manch einer, der seine Infos aus obskuren Blogs und der Putin-Presse bezieht. Sie werden sehen, auf längere Sicht wird sich Libyen von den Nachwehen der Diktatur erholen und auf einem besseren Weg sein als unter dem unsäglichen Gaddafi. Nur Geduld!
ich verneige mich vor ihnen . ich kenne zwar weder land noch leute, aber ich verfolge die entwicklung soweit es mir bei meiner zeit möglich ist.
man sollte einigen hier sagen das es sich bei der angelegenheit in bani walid nicht um einen aufstand ehemaliger gaddafi-anhänger oder gar ein "volksaufstand" handelte, sonder um eine revolte der örtlichen bevölkerung gegen die miliz und die von der regierung eingesetzte verwaltung handelte. das wurde mittlerweile sogar von der uno bestätigt. kein mensch , nicht einmal die bewohner von bani walid will die rückkehr zum alten regime.
die neue regierung hat im moment weder die mittel noch die möglichkeiten, ihre autorität voll durchzusetzen. was man auch daran sieht, das sie kaum kontrolle über die ganzen land befindlichen gefängnisse hat. die armee ist im wiederaufbau begriffen ebenso wie die polizei. sie macht sich durch diverse aktionen (wahlgesetz, intransparenz etc.) das leben unnötig selbst schwer. wobei ich nicht einmal glaub ,das es sich durchweg um amateure handelt. die haben schon ahnung, aber sie verzetteln sich. sie wollen zuviel in zu kurzer zeit.
man kann nicht alle mißstände, die in 42 jahren diktatur entstanden sind, innerhalb von 3 monaten beseitigen. das wird wohl noch jahre dauern und rückschläge wird es auch geben u.a. auch störaktionen unverbesserlicher ehemaliger loyalisten.
hochachtungsvoll :-)
...dass es sich hier weder um einen "Volksaufstand" noch um einen "Aufstand ehemaliger Gaddafi-Leute" handelt, sondern um das Aufbegehren der örtlichen Bevölkerung.
Stinknormale Menschen also.
Und wogegen wehren die sich ? Gegen gewalttätige Milizen wohl, die die Bevölkerung übel unterdrückt und drangsaliert.
Vom NTC kommt diesbezüglich ja nur heisse Luft. Diese Typen waren gerade gut genug, beim Chaosstiften in vorderster Reihe zu stehen. Das Volk überlässt man erstmal sich selbst.
Da brauch man sich dann nicht wundern, wenn die Befreiten sich plötzlich von ihren Befreiern befreien möchten.
noch mal zu mitschreiben. die ortsansässige bevölkerung war immer gespalten. es sind mind. 2 revolten von warfalla-angehörigen gegen das regime bekannt, bei der letzten wurde der anführer der revolte von gaddafi persönlich und in aller öffentlichkeit exekutiert. trotzdem hatten stammesangehörige hohe positionen im geheimdienst und haben taktiert ,als es darum ging, auf welcher seite im bürgerkrieg man eigentlich steht. es haben stammesangehörige auf beiden seiten gekämpft und die einheit, gegen die sich diese revolte richtete, bestand ebenfalls aus ortsansässigen.
es ging bei dieser revolte um nix anderes, als um mehr einfluß und macht. die bewohner der stadt waren der regierung nie wohlgesonnen und werden es auch nie sein. aber auch sie wollen keine rückkehr des alten regimes.
...Sie mir nun eigentlich sagen, was ich nicht selbst schon geschrieben hätte.
Allerdings kann man die ursächlichen Beweggründe für diesen Aufstand jederzeit nach eigenem Gusto auslegen.
Es ist nun aber nicht so, dass diese Menschen, speziell in solchen Zeiten, westlicher Logik folgen. Da wechseln die Loyalitäten schon mal im Wochentakt. Und wer sich dort ein bisschen aus der Masse hervorhebt und Führungsbewusstsein besitzt, kann sich aus einem grossen Pool der Unzufriedenheit bedienen. An Waffen besteht ja auch kein Mangel.
Ich bezweifele daher, dass sich der Durchschnittslibyer überhaupt mit Ihren Gedankengängen befassen würde.
Libya S.O.S. berichtet durchaus Wahrheiten. Von Folterungen Gefangener berichtet die Seite schon seit Monaten. Und auch einige andere Dinge stimmen, Propaganda hin, Propaganda her.
Einige Dinge die westliche Medien berichten, sind auch nicht richtig.
Aber das liegt wohl mal wieder im Auge des Betrachters.