Zurück zum Browser: Die App-Dämmerung

Es muss nicht immer eine App sein: Statt immer neue Smartphone-Anwendungen zu programmieren, denken die ersten Entwickler um - und setzen wieder auf das offene World Wide Web. Dort werden Informationen barrierefrei über ein althergebrachtes Vehikel transportiert.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...774143,00.html
  1. #1

    logische Entwicklung

    Apps gibt es ja meist gerade *weil* bisherige Webstandards für Interaktives auf kleinen Geräten unbrauchbar sind:
    HTML ist zu statisch, Flash/Shockwave&Co zu resourcenhungrig.
    Ich sehe auch bis jetzt keinen großen Vorteil der "SPON-App" gegenüber der mobilen Version der Webseite... (das kann allerdings auch an der Ideenlosigkeit der App-Designer liegen ;-^)
  2. #2

    Wäre Wie Weihnachten

    Das Ende das Webs- damit wir für jeden Scheiß zahlen sollen? Dann stellt sich auch die Frage der Anonymität nicht mehr.
    Was für ein Schwachsinn. Dumme Utopien dienen hier wohl als Verkaufsargument.
    Das Ende des Webs wäre zwar nicht das Ende der Welt, ist aber auch nur eine Drohung für Kinder und Gläubige.
  3. #3

    Browser und Apps

    Oder ist die Abschaffung des Webs die letzte Möglichkeit der Softwarentwickler die verhherende Wirkung von Apps/Gadgets und wie sie alle heißen auf die Geschwindigkeit der Browser zu verhindern?= Denn im Grunde habe ich die Wahl: entweder ich surfe schnell und installiere keinen Zusatzschnickschnack oder ich benutze App/etc.
  4. #4

    Android

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Erfolg unseres Betriebssystems Android zeigt ganz klar, dass es einen soliden Markt für native Anwendungen gibt
    Ich verstehe dieses Zitat nicht. Was hat denn bitte der Erfolg von Android mit nativen Anwendungen zu tun? Android ist erfolgreich, weil es offen(er) und geräteunabhängig ist. Und nicht, weil native Anwendungen darauf laufen.

    Man wird sowieso immer native Anwendungen bei einem OS brauchen, ausser man hat komplett Cloud-abhängiges OS wie das Google-OS. Und ob das jeder User akzeptiert und will, ist noch lange nicht raus.

    Letztendlich ist die Entscheidung App oder nicht App höchst individuell und situationsbedingt und kann nicht so einfach durch die Aussage "HTML5 macht das alles möglich und ist überhaupt ganz toll" generell abgehandelt werden.
  5. #5

    .

    Der größte Nachteil der webbasierten Lösung ist, dass sie eine Internetverbindung vorausetzen, auch wenn die die eigentliche Anwendung nicht auf das Internet zugreifen muss. Schon allein deshalb werden die nativen Apps nie aussterben.
  6. #6

    Sie lesen nicht richtig...

    Zitat von schinge Beitrag anzeigen
    Der größte Nachteil der webbasierten Lösung ist, dass sie eine Internetverbindung vorausetzen, auch wenn die die eigentliche Anwendung nicht auf das Internet zugreifen muss. Schon allein deshalb werden die nativen Apps nie aussterben.
    ...
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Funktionen wie beispielsweise die Offline-Verfügbarkeit von Webinhalten sind mit dem neuesten HTML-Standard ebenso möglich wie die Wiedergabe von Videos ohne die Installation zusätzlicher Plug-ins.denn der neue HTML5-Standard für Browser ist sehr wohl in der Lage Offline = ohne Internetverbindung
  7. #7

    .

    Warum man sich z.B. eine SPON-App holen sollte, kann ich bis heute nicht verstehen. Die Artikel kriegt ich von der mobilen Seite oder zur Not von der normalen Seite vom Handy aus auch. Ich bin täglich ca. 20 Minuten auf m.spiegel.de unterwegs, würde aber nie auch nur einen cent für eine App dafür zahlen.

    Mir kommt es so vor als dass sich viele, wenn sie z.B. bei leo.org ein Wort nachschlagen möchten, eine App dafür installieren, weil sie vielleicht auch gar nicht wissen, dass man auch vom Smartphone aus auf die Seite können. So wie damals, als sich Leute Microsoft Encarta gekauft haben, obwohl alles im Netz zu finden wäre.

    Ich kann mehr Browser und weniger Apps nur gutheißen. Android, iOS, MeGoo, WebOS, Symbian, Windows Phone, ChromeOS, Ubuntu, Debian, MacOS, Windows, ... was auch immer meine nächsten Betriebssysteme werden, es wird weiter funktionieren, ich hab die freie Wahl und bin nicht wegen zahlreicher gekaufter Apps an ein System gebunden.

    Zitat von MaxMatthias Beitrag anzeigen
    Oder ist die Abschaffung des Webs die letzte Möglichkeit der Softwarentwickler die verhherende Wirkung von Apps/Gadgets und wie sie alle heißen auf die Geschwindigkeit der Browser zu verhindern?= Denn im Grunde habe ich die Wahl: entweder ich surfe schnell und installiere keinen Zusatzschnickschnack oder ich benutze App/etc.
    Also meiner Erfahrung, sowie allen belastbaren Zahlen nach, sind Browser von Jahr zu Jahr schneller geworden.
  8. #8

    Go, West

    Mr. West hat Unrecht und seine eigene Firma bestätigt das.
    Mit Chrome OS wird es möglich sein, Apps direkt im Browser laufen zu lassen. Google testet das gerade. Eine Verbindung wird dabei genauso wenig Voraussetzung sein wie bei "nativen" Apps.
    "Native Apps", also Programme, die auf dem Handy selbst ablaufen werden, gibt es auf Android ohnehin kaum. Die meisten Programme laufen auf einer Laufzeitumgebung, die DALVIK VM genannt wird und die theoretisch auch auf Windows oder im Browser laufen könnte.

    Google investiert gerade erheblich in seine Webdienste, um sie besser mit Mobilgeräten nutzbar zu machen.

    "Apps" haben den Nachteil althergebrachter Programme z. B. auf Windows. Sie greifen tief in das System und dessen Stabilität ein, müssen ständig aktualisiert werden und ihre lokalen Daten selbst gegen Missbrauch schützen. Bei Weitergabe des Geräts muss man forschen, um Daten zu löschen. Jede App muss auf allen Plattformen getestet werden, was problematischer ist als bei mobilen Seiten.

    Wir haben uns eine "App" entwerfen lassen. Die Programmierarbeiten der Apps kosten ca. das Dreifache einer mobilen Webseite. Daher sollte jedes Unternehmen zuerst an das Web denken und später vielleicht an eine "App".

    DH
  9. #9

    Ich mag's ohne Tracker/Werbung

    Zitat von Waffelbäcker Beitrag anzeigen
    Warum man sich z.B. eine SPON-App holen sollte, kann ich bis heute nicht verstehen....
    Ich auch nicht. Mit meinem Browser kann ich wenigstens die 2-4 (je nach Seite) Tracker blockieren die mich von hier verfolgen wollen, genau wie alle Werbung und Sport die ich beide auch unterdrücke.
    Ist viel entspannter.