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Zum Tode Ivan Nagels: Der Vater des Monsters

DPAEr war der genialste Mann der zweiten Reihe. Er war ein feiner, ein kultivierter Theoretiker. Und er war zugleich der Geburtshelfer des oft so verhassten Regietheaters mit all seinen Abgründen. Jetzt ist der große Ivan Nagel im Alter von 80 Jahren verstorben.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...826711,00.html
  1. #1

    Traurig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er war der genialste Mann der zweiten Reihe. Er war ein feiner, ein kultivierter Theoretiker. Und er war zugleich der Geburtshelfer des oft so verhassten Regietheaters mit all seinen Abgründen. Jetzt ist der große Ivan Nagel im Alter von 80 Jahren verstorben.

    Zum Tode Ivan Nagels: Der Vater des Monsters - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ivan Nagel hat mir viele interessante Theaterstunden im Deutschen Schauspielhaus zu Hamburg geschenkt.

    Davon zehre ich noch heute. Die Inszenierungen "seiner" Regisseure hatten Qualität, erfreuten die Sinne und regten zu Diskussionen an.

    Dagegen fällt der heute übliche Klamauk doch stark ab.

    Schade!
  2. #2

    Ach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er war der genialste Mann der zweiten Reihe. Er war ein feiner, ein kultivierter Theoretiker. Und er war zugleich der Geburtshelfer des oft so verhassten Regietheaters mit all seinen Abgründen. Jetzt ist der große Ivan Nagel im Alter von 80 Jahren verstorben.

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    Ein großer Mensch, großer Verlust, keine Frage. Wenn dieser Mattuwieheissternochgleich nur nicht immer diesen schreiernden auf sich selbst bezogenen angeberischen Müll schreiben würde. Grässlich. Oderf auch einfach zum Kotzen.
  3. #3

    Is ja lustig!

    Da läßt sich der stets scharfsinnige und bissige Kulturkritiker, Herr Matussek, zu einem Nekrolog hinreißen, dessen Aussagen doch relativiert werden sollten.

    Herr Nagel war leider NICHT der tiefsinnige verständige Mensch, der sich im Dienste der Kulturpflege und Kulturentwicklung sah. Hingabe, Achtung, Demut vor Werken und großen Geistern waren sein Ding nie. Aber als Schnelldenker und Erfasser von wirtschaftlich verwertbaren Tendenzen im Kulturgeschäft war er sicher ein Genie. Blitzschnell ist er auf jeden Zug aufgesprungen, der sich in eine Richtung der Profitoptimierung im Kulturgeschäft in Bewegung setzte. Und immer wieder haben ihn, den Trittbrettfahrer, die wahren Kreativen aber einfach wieder abgehängt.

    Was Herr Matussek als Stationen eines genialen Kulturmanagers bezeichnet, ist in der Realität die verbrannte Erde eines allerorten gescheiterten Intendanten. Weder Publikum noch Künstler haben den Herr nach einer Zeit des Kennenlernens noch akzeptiert, nur die Politik hat sich des Herren noch weiter bedient. Ein Konzept für die Opern des wiedervereinigten Berlin war dann sein hochbezahlter Schwanengesang: Ein wirres Sammelsurium von Meinung und Glauben, ohne nachvollziehbare Zahlen und umsetzbaren Vorschlägen: Außer Thesen nix gewesen!

    Die Karriere des Herrn Nagel endete auf der Entsorgungsstation aller gescheiterten Künstler: als Professor an der Berliner Universität der Künste.


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