Getty ImagesDer Historiker Eric Hobsbawm war ein Marxist, der selbst von politischen Gegnern hoch geachtet wurde. Dem Londoner Star-Professor ging es stets um die großen Zusammenhänge der Weltgeschichte - aus der Perspektive der Unterdrückten.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-858999.html
„Er wollte nicht einmal dann aus der Partei austreten, als die sowjetische Gewaltherrschaft für alle sichtbar war. Er zählte zu jener Generation, die sehr lange ihre romantische Vorstellung vom Kommunismus pflegte.“
Das war ein bißchen anders. Hobsbawm hat es oft genug gesagt: Mit der gewaltsamen Niederschlagung des ungarischen Sonderwegs 1956 hatte sich der „Realsozialismus“ für ihn im Grunde genommen erledigt. Aber er wollte sich nicht dem antikommunistischen Zeitgeist beugen, der nur die Übel im Sowjetreich bemerkte und über Gewalt und Elend anderswo hinwegsah. Und da die britischen Kommunisten so fern von jedweder Macht waren, wie man nur sein kann, mußte er nicht die Sorge haben, mit seiner Mitgliedschaft etwas Falsches zu unterstützen.
Ein guter Anlass, seine Bücher aus dem Regal zu kramen... echt gut!
Wieso kommt diese Meldung unter "Kultur"? Würde nicht vielmehr das Wissenschaftsressort passen? Oder wie wäre es mit "Wirtschaft"???
Hobsbawm wurde bekannt als Apologet des sozialistischen Massenmords. Bekannt wurde er durch seine Erklärung 1994 gegenüber Michael Ignatieff, die Herrschaft des Sozialismus in der Sowjetunion wäre den Mord an 20 Millionen Menschen wert gewesen.
Das schadete seinem Ansehen bei der Linken aber keineswegs, im Gegenteil, er wurde weiterhin verehrt und gefeiert.
Ein Grund mehr, die Motivationen der marxistischen Bewegungen zu hinterfragen.
http://www.nationalreview.com/corner/328903/eric-hobsbawm-1917-2012-andrew-stuttaford
Es kann nicht schaden, wenn man die Objekte seiner Verehrung näher kennt:
GEOFFREY LEVY: Eric Hobsbawm, useful idiot of the chattering classes | Mail Online
STEPHEN GLOVER: Why do we honour those who loathe Britain? | Mail Online
Mit Eric geht einer der großen Sozialisten von uns. Er hatte stets das Wohl der Menschen im Auge. Sein Herz schlug links. Eric konnte uns jungen Sozialisten auch in tiefster Nacht Mut machen - einen Mut, den wir inmitten der Ödnis einer neoliberal denkenden Volks- und Betriebswirtschaftslehre nur allzu dringend brauchten. Wir waren wie Ertrinkende in einem Meer von Irrtümern, wie Verdurstende in einer Wüstnis von Ignoranz & Gier, als wir nach dem Strohhalm griffen, den Eric uns hinhielt.
Steinbrück ist der Mann, der das Vermächtnis weiterführt. SPD wählen, Eric gedenken, Europa gestalten, den Sozialismus vorantreiben!