CorbisEr prägte die Hardbop-Ära, brachte den Groove in den Jazz, wurde von HipHoppern gefeiert und galt zuletzt als großer Lehrmeister: Donald Byrd war in allen Phasen der schwarzen Musik präsent. Nach ersten Internet-Meldungen wurde jetzt der Tod des Star-Trompeters bestätigt. Er wurde 80 Jahre alt.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/d...-a-882366.html
Er ist schon am 4.Februar gestorben und jetzt berichtet der Spiegel erst.
Ja, die goldenen Siebziger mit Soul und Rhythm&Blues - sie sollten heute und für immer präsenter sein. Leider wird das Gedudel immer kälter.
kann man an Byrds Entwicklung gut nachvollziehen. Auch in den 60er Jahren spielte er hart an der Grenze zu Easy Listening, die er nicht selten überschritt. Ein Vergleich mit Miles Davis Übergang zum electric jazz macht wenig Sinn, zu banal, was "Electric Byrd" von 1970 bietet. Seine Nummer "Sudwest Funk" von 1958 bringt es ganz gut auf den Nenner: Jazz im Radio-Format.
Musik ist Genuss und keine wissenschaftliche Abhandlung über vierfach verminderte c²³ subabdominal dorische Tertiärskalen in 17/93 Takten.
Wenn Easy Listening gefällt, ist es gut, wenn radioformartierter Jazz gefällt, ist es gut, wenn minimalistsches Electronicgepiepse gefällt, ist es gut, wenn es nur noch um wirres theoretisches Kopf"geficke" geht, hat es nichts mehr mit Musik zu tun und ist eben nicht mehr gut, selbst wenn es technisch über jeden Zweifel erhaben ist. Musiker wissen das, verkopfte Jazzfanatiker eher nicht so.
Donald war gut. Eben weil er nicht verkopft war in seiner Musik.
Danke schön, jagenauundso. So ist es.