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Zum Tode Daniel Keels: Mit Diogenes vom Dürri zur Dörrie

E-Literatur und U-Literatur, für ihn war das kein Widerspruch: Durch einen Anruf von Friedrich Dürrenmatt "stolperte" Daniel Keel in die Großverlegerkarriere - und etablierte mit Diogenes eines der*wichtigsten Häuser für deutschsprachige Literatur. Jetzt starb er mit 80 Jahren in Zürich.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...786073,00.html
  1. #1

    .-.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    E-Literatur und U-Literatur, für ihn war das kein Widerspruch: Durch einen Anruf von Friedrich Dürrenmatt "stolperte" Daniel Keel in die Großverlegerkarriere - und etablierte mit Diogenes eines der*wichtigsten Häuser für deutschsprachige Literatur. Jetzt starb er mit 80 Jahren in Zürich.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...786073,00.html
    Er war, meine ich zu wissen, der einzige, der Loriot in den Anfängen die Chance gegeben hatte. Kein schlechter Instinkt, und der scheint ihn auch nicht verlassen zu haben in der weiteren Verlagsgeschichte.
  2. #2

    ...

    Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich meine aber doch, dass es eher "Der Vorleser" von Schlink war. Aber macht nix, Herr Keel da oben auf seiner Wolke wird schon wissen, was gemeint war. Ruhen Sie sanft!
  3. #3

    Dürrenmatts Verlagseintritt

    Um der Wahrheit ein zweites Mal die Ehre zu geben: Der Eintritt Friedrich Dürrenmatts in den Diogenes Verlag ereignete sich erst 1979 (nicht in den "fernen Fünfzigern"). Zu diesem Zeitpunkt war der Verlag bereits literarisch etabliert - wenn er auch im Vorjahr mit einer erneuten Finanzkrise zu kämpfen hatte.
    Dürrenmatt wechselte 1979 vom Arche Verlag und dessen Verleger Peter Schifferli zum Diogenes Verlag.
  4. #4

    Freude, nicht Spaß ...

    "Er tut gern, was er tut; das ist das Geheimnis seines Erfolges."

    Dem kann man nur zustimmen. Leider steht heutzutage viel mehr die Karriereplanung anstatt Freude am Tun in der Prioritätenliste des beruflich Erstrebenswerten an erster Stelle. Karriereplanung: Ein Wort, das verboten gehört, weil es nicht nur keinerlei Freude enthält, sondern auch keine bringen kann. Etwas gern tun heißt immer auch, Hindernisse zu überwinden, für seine Idee zu kämpfen.
    Menschen, die ihren Beruf als Berufung sehen und etwas mit (tiefer) Freude und nicht nur aus(oberflächlichem) Spaß tun, scheinen im wahrsten Sinne des Wortes im Aussterben begriffen zu sein.
    Das macht die Trauer über den Verlust noch ein Stückchen größer. Auch wenn ich Herrn Keel gar nicht kannte.

    http://thoni-verlag.blogspot.com








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