Alles Mäzentum hin oder her, das Unternehmen Hermes ist eher ein Negativbeispiel wie heutzutage um die letzten Cent befeilscht wird und durch Subunternehmer und Scheinselbständigkeit Geld auf den Schultern der kleinen Arbeiter gemacht wird.
Schriftsteller zu werden, davon träumte Werner Otto als junger Mann. Doch dann verkaufte er Zigaretten und Schuhe - und legte*den Grundstein für den größten Versandhandel der Welt.*Mit*dem 102-Jährigen stirbt eine der letzten Wirtschaftswunder-Legenden, die sich ständig neu erfand.*
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...805918,00.html
Alles Mäzentum hin oder her, das Unternehmen Hermes ist eher ein Negativbeispiel wie heutzutage um die letzten Cent befeilscht wird und durch Subunternehmer und Scheinselbständigkeit Geld auf den Schultern der kleinen Arbeiter gemacht wird.
Die Frage ist, ob man das dem alten Otto anlasten kann. Mir ist nur dieser verlogene Otto ein Begriff, der offensichtlich jung genug ist, um noch Verantwortung im Unternehmen zu tragen, der aber öffentlichkeitswirksam eine Millionärssteuer fordert. Das kostet ihm nichts, weil die Millionärssteuer nicht kommen wird, aber
Ich bin Libealer und gegen etwaige Steuererhöhungen. Bei diesem Otto habe ich mir als erstes gedacht: 1. Warum spendet der dem Staat nicht einmalig ein paar Milliönchen? 2. Warum bezahlt er seine Hermes-Fahrer nicht anständig, dass diese nicht mehr aufstocken müssen.
So wie er taten es 99% aller Menschen derzeit, denn Zigaretten waren ein anerkanntes Tausch- und Zahlungsmittel in den ersten Jahren nach dem Krieg. Ebenso waren Lebensmittel und Kleidung Selbstgänger, dafür Käufer zu finden, war keine Kunst.
Otto hat natürlich vom Wirtschaftswunder profitiert und sich danach schlau angestellt und klug expandiert.
Aber sein Hermesversand steht seit jeher für schlimmstes Ausbeutertum, da konnte er noch so viele Museen für die Schickeria spenden, es sind quasi Blutspenden, nur das es nicht sein Blut war, sondern das der Angestellten.
Man sollte aufhören, immer wieder kitschige Legenden um reiche Leute herumzuschreiben. Die waren zu rechten Zeit am rechten Ort, das ist alles. Letztlich interessiert sich ja auch keiner für Otto oder Rockefeller, sondern nur für deren Kohle. Menschlich besonders sind die ja nun wahrlich nicht, die Welt verbessert haben sie auch nicht.
Otto hat im Laufe seines Lebens, bei einem Vermögen von z.Zt. ca. 16,2 Milliarden Euro gem. Forbes-Liste, grob gerechnet (mit 365 Tagen im Jahr) täglich ca. 700.000 Euro Netto erwirtschaftet.
Jedem dürfte klar sein, dass dies nur auf Kosten Anderer geht; nicht nur aber auch der Hermes-Fahrer.
Ja, selbstgebastelte Kataloge versendet. Ein harter Bursche. Und jetzt? Was hat die deutsche Gesellschaft von Otto? Was hat diese Familie den Deutschen für eine Wohltat gespendet damit sie in Errinnerung bleiben? Ein Pups im Wasser würde ich sagen. Das hat mit Neid nichts zu tun...Es ist wie immer die Apotheosis von Reichtum die die Menschen fasziniert. Wie arm und traurig zugleich...