REUTERSPop-Queen Whitney Houston ist mit nur 48 Jahren in Los Angeles unter ungeklärten Umständen gestorben. Ihr Absturz begann jedoch schon viel früher. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein unvergleichliches Talent.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...814751,00.html
Einfach den Schläger verlassen und keine Drogen nehmen, um die Schläge zu ertragen.
Das ist sicher schwer umzusetzen, aber mit den richtigen Leuten an der Seite ist sowas zu schaffen. WH hatte sie offentsichtlich nicht, ist doch so ein Clan an der Seite eines erfolgreichen Künstlers eher an der Kohle aus solchen Geschichten interessiert als an dem Menschen selbst.
Sie hatte immer die Gelegenheit "Nein" zu sagen. Und machte Entzugskuren. Mehrere. Sie hatte soviele Chancen alles zu ändern. Andere haben solche Chancen nicht.
Whitney Houston würde genauso wie Michael Jackson noch leben, wenn man sie nicht wieder ins Rampenlicht und auf die Bühne gezerrt hätte.
Skrupellose Menschen haben diese einstmals großen Künstler nur aus Profitgier wieder ins Haifischbecken des Showbusiness getreten und dies nur, um noch ein paar Dollar aus diesen armen, gefallenen Menschen herauszuholen.
Ich war auf einem der Konzerte auf Whitney Houston, die ihr Comeback sein sollten. Ich war schockiert und habe eine Künstlerin gesehen, die all dem nicht mehr gewachsen ist. Genauso war es bei Michael Jackson.
Hätte man die beiden einfach in Ruhe ihr Leben leben lassen, wäre das alles nicht passiert. Da bin ich ganz sicher.
Was Frauen an Brutal Machos so fasziniert, das habe ich mich schon als 18jähriger gefragt.
Dass sie so abgestürzt ist liegt sicher auch daran, dass sie zuviel Geld und Erfolg hatte. Ich bin so alt wie Whitney, habe aber mein Schäfchen noch nicht im Trockenen und außerdem noch eine Frau und zwei Kinder zu ernähren. In meiner Situation muss man einfach schauen, dass man geistig und körperlich noch mindestens 15 Jahre fit bleibt. Diesen Druck, den ich durchaus positiv empfinde, hatten Leute wie Houston oder Whinehouse nicht. Da nimmt man dann eben aus purer Langeweile Kokain oder macht sonst einen Blödsinn um einen weiteren Tag ohne Verpflichtungen zu füllen. Wenn's dumm läuft liegen diese Leute eben vor 50 schon in der Kiste und ein Normalo wie ich zeigt dann den jungen Kollegen beim Halbmarathon immer noch, wo der Hammer hängt. Mitleid habe ich mit denen nicht.
Äh nein, Mick Jaggers aktuelles Projekt ist interessant, Mc Cartney mal sehen und auch Cher und Frau Turner waren die Jüngsten nicht mehr. Es ist eher eine Frage des sich Neuerfindenwollens. Jackson und WH konnten das nicht, zu sehr waren sie Interpreten und sind in ihrer Zeit geblieben. Jackson weniger, aber auch.
So lange sie noch fit war, fand ich ihre Stimme zwar immer toll, aber leider hatte sie nie einen so kongenialen Produzenten/Komponisten, wie ihn ihre Cousine Dionne Warwick jahrelang in Burt Bacharach hatte. Daher fand ich ihr Songmaterial - von wenigen Ausnahmen abgesehen - eher unterdurchschnittlich.