Wunderschöne Autos!
Die angesprochene weltberühmte Zeitung trägt übrigens in Wirklichkeit den Namen "Neue Zürcher Zeitung".
APEr schuf unwiderstehliche Modelle für Ferrari und andere Autobauer - und nebenbei ein Design-Imperium. Sergio Pininfarina war ein Genie, als Industrieller und Formschöpfer. Am Ende musste er trotzdem hilflos zusehen, wie sein Lebenswerk zerbrach.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842391,00.html
Wunderschöne Autos!
Die angesprochene weltberühmte Zeitung trägt übrigens in Wirklichkeit den Namen "Neue Zürcher Zeitung".
Die Nachricht vom Tode Sergio Pininfarinas stimmt mich traurig - allerdings auch, wie zusammengeschustert der hier bei SPON veröffentliche Nachruf mitsamt der zugehörigen Fotostrecke wirkt.
Um nur einen der zahlreichen Fehler aufzugreifen: Die im Text erwähnte "Studie namens Aerodynamica" war ein Entwurf von Paolo Martin in Zusammenarbeit mit Leonardo Fioravanti, den sie während ihrer Zeit bei Pininfarina als Berlina Aerodinamica angefertigt hatten. Unter dem 1967 futuristisch anmutenden Blechkleid mit Fließheck der Varianten BLMC 1100 und 1800 verbarg sich funktionsfähige Technik von British Leyland, wo man einen derart modernen Entwurf zunächst aber ignorierte. Erst der 1977 erschienene Rover SD1 sollte deutliche Anleihen an der damaligen Arbeit Martins und Fioravantis nehmen.
Wie weit Robert Opron bei seinem Entwurf des Citroën GS, der immerhin 1970 bereits in Produktion ging und zeitgleich mit dem nochmals futuristischer anmutenden Citroën SM erschien, von diesen Designstudien beeinflusst worden ist, lässt sich nicht genau beurteilen. Der stilbildende Einfluss der Studie aus dem Hause Pininfarina ist unbestritten, von "Raubkopien" zu reden ist aber absurd - das gilt auch für CX und den von Giorgio Giugiaro gezeichneten Alfasud. 1976 erschien dann der von Fioravanti entworfene Lancia Gamma, dessen (technische) Entwicklung in der Anfangsphase noch gemeinsam mit Citroën stattgefunden hatte, da bis 1972 eine Kooperation der Konzernmutter Fiat mit Citroën bestand.
"entstanden eine ganze Reihe von Ferraris, darunter 1967 der 246 mit dem Kosenamen Dino,"... ich muß den Schreiberling leider enttäuschen. Der "Dino 246/206" ist kein Ferrari, sondern eben ein Fahrzeug der Marke "Dino". "Dino" war kein Kosename! Enzo Ferrari waren diese Autos mit ihren 6-Zylindermotoren offensichtlich zu popelig und preiswert, so das diese den Namen Ferrari und auch das "Cavallino rampante" nicht tragen durften.
Ich bin 1961 geboren.
Ich weiss nicht, ob ich durchgehend bis zum heutigen Tage einfach nur die gleiche Ästhetik für die Pininfarina-Entwürfe teile, oder ob mich die Entwürfe Pininfarinas in meiner Empfindung geprägt haben.
Ich bedanke mich für das Schaffenswerk von Signore Pininfarina.
riposa in pace
Wenn man sich die erschwinglichen Entwürfe der Serienfahrzeuge wie Fiat 124 Cabriolet und Alfa Romeo Spider vom Grunddesign her in die Neuzeit beamen könnte wären sie heute sämtlich noch begehrenswert. Als Neufahrzeuge versteht sich.
Ein ganz Großer hat die Design-Bühne für immer verlassen. Schade.
Robert Opron nach seinem Einfluss durch Pininfarina zu befragen, ist noch immer möglich - wir hatten ihn in diesem Jahr auf der Technoclassica in Essen als Ehrengast (siehe www.amicale-citroen.de dort nach Opron suchen). Wenn Zeit bleibt, rufe ich ihn mal in den nächsten Tagen an...
Wunderschöne Fahrzeuge sind dort entstanden. Ich habe sogar noch einen Pininfarina Spider in der Garage stehen, den fahre ich zwar nicht mehr so oft aber ist einfach ein wunderschönes Auto, und immerhin habe ich ihn auch schon fast 30 Jahre und keine Probleme. Wirklich schade was in den letzten Jahren mit dieser Firma passiert ist, aber den anderen Auftragsherstellern geht es ja auch nicht besser (Karman jetzt VW, Bretone?).
Sie sollten sich mit despektierlichen Bezeichnungen wie „Schreiberling“ zurückhalten, denn Ihr Kommentar enthält auch zahlreiche Fehler. Der Dino ist absolut ein Ferrari, aber eigentlich kein Auto, sondern ein Motor. Konzipiert hat ihn Dino Ferrari, der 1956 verstorbene Sohn von Enzo. Zur Erinnerung an seinen Sohn wurde der Motor, der durch einen speziellen Zylinderwinkel und andere Merkmale hervorstach, Dino genannt. Der Motor war ursprünglich nur für Rennwagen vorgesehen und feierte in der F1 und F2 zahlreiche Erfolge (F1 Weltmeister 1958). Erst 1959 wurden Sportprototypen mit dem 246er-Dino-Motor, eine Weiterentwicklung des 156, ausgerüstet. 1969 dann erhielt der legendäre GT den 246er-Motor und hieß Dino 246 GT. Es gab zuvor übrigens schon einige Fiat mit dem Dino-Motor. Den Namen Ferrari zu tragen verweigerte Enzo übrigens nicht deswegen, weil er 6-Zylinder-Motoren zu popelig fand, sondern weil der GT ein Mittelmotorwagen war und er solche für zu gefährlich hielt.