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Zum Tod von Amy Winehouse: Schmerz, Sucht und Soul

Mit dem Album "Back to Black" schrieb sie Musikgeschichte, mit öffentlichen Exzessen wurde sie zur tragischen Figur: Amy Winehouse war eine der schillerndsten Figuren der Popmusik. Sie wurde zum Opfer einer Industrie, die mehr von ihr verlangte, als sie leisten konnte.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...776277,00.html
  1. #150

    Nun

    keiner von uns weiß genau, wie oft oder wie intensiv sich jemand oder die Familie gekümmert hat. Soweit berichtet wird, hat der Vater sich sehr intensiv gekümmert. Aus dem Umgang mit Suchtkranken ist bekannt. daß man ihnen die Hilfe nicht aufzwingen kann, wenn sie sie nicht wollen.

    Man kann den Autoschlüssel wegnehmen, Konzerte absagen, aber man kann sie (leider???) nicht einsperren.

    Ich weiß es ja auch nicht besser. Wenn man Berichten über Sozialarbeitern folgt, die mit Suchtkranken zu tun haben, kann man ersehen, daß Zwang oder Druck für gewöhnlich nicht wirksam ist.

    Aber sicher kann das Umfeld dazu beitragen, Versuchungen aus dem Wege zu räumen.


    Zitat von Zucchi_Magico Beitrag anzeigen
    Es wundert mich wenig, dass Amy Winehouse so endete. Der Abschnit. "Es bleibt die Frage, warum es keinem gelang, ihr die so dringend benötigte Hilfestellung zu bieten. Ihr Vater, der Taxifahrer, nahm nun auch eine Platte auf, ihr Bruder schrieb in Zeitungen über die Schwester." spricht doch Bände: Beide sehen, dass sie nicht erst seit gestern im Dreck liegt, sondern schon seit ein paar Jahren und keiner schert sich um sie. Wenn der Vater sogar in so einer Situation sich nicht einmischt, dann hat er das vermutlich das ganze Leben lang bei Amy Winehouse nicht getan. Und der Satz von Ihr "Ich tat was ich wollte", klingt zwar erst einmal nach Freiheit und mit 12-18 Jahren träumen wir alle davon, zu tun und zu lassen was wir wollen.
    Wenn wir aber in diesen Jahren niemanden haben, der uns eine Richtung gibt, wird die vermeintliche Freiheit zur Farce, zur Neurose und wir verlieren uns in der Leere der Welt.
    Und genau das scheint der armen Amy Winehouse passiert zu sein. Sie wollte die ganze Welt in einer Sekunde erleben, aber die "ganze Welt" entpuppt sich immer als Lügengebäude. Die echte Welt ist jene der Freunde und der Familie direkt um einen herum. Und beides hatte sie ganz offensichtlich nicht. Nur Leute, die sie für die eigenen Zwecke ausnutzten. Sogar Bruder und Vater mindestens verhielten sich so.
  2. #151

    Ach bitte...

    Zitat von Don63 Beitrag anzeigen
    Ich habe ihn gefunden, meinen Tippfehler. Peinlich, zugegeben. Aber ein Tippfehler ist etwas anderes als ein Schreibfehler. Ich bin sicher, dass Christoph Dallach "Galerie" immer falsch schreibt und seine Schreibweise keineswegs nur ein Tippfehler ist. Außerdem bin ich kein Autor bei SPON, sondern schrieb nur schnell einen Kommentar. Das sind immerhin ein paar kleine zu bedenkende Unterschiede. Trotzdem ist's mir natürlich peinlich, wenn ich mich vertippe, klar.

    Ja, und das war nun wirklich "off topic". Aber ich schätze, dass in diesem Forum weit über 50% der Beiträge so zu bezeichnen sind.

    Ich werde es mir jedenfalls nicht verkneifen zu kritisieren, dass Legasthenie heutzutage offensichtlich Einstellungsvoraussetzung für Redakteure ist. Wo auch immer sich mir "die Gelegenheit" bietet. Sprachliche Seuchenherde sind offensichtlich gewollt. Ich frage mich nur, welche Institution hinter dieser merkwürdigen Strategie steckt. ;-)
    Ihnen tut ein wenig Aufklärung gut, denke ich. Der Autor ist mit größter Sicherheit kein Legastheniker. Was hinter diesem Ausdruck steckt dürfen Sie selbst im Internet recherchieren - oder im Brockhaus, so Sie einen haben.

    Ihre Eingabe über eine Einstellungsvoraussetzung ist nicht nur quatsch, sondern einfach nur polemisches Gerede ohne Inhalt.
    Mir ist ein Autor lieber, der Galerie falsch schreibt, als ein Germanist, der zwar orthografisch korrekt, aber inhaltlich miserabel schreibt.

    Liest man Ihr Genörgel könnte man meinen, der Artikel sei ein Minenfeld von Fehlern. Völlig haltlos!

    Kritik ja, aber bitte angemessen und weniger arrogant. Mir ist auch nicht ganz klar, warum jedem Fehler erlaubt sein sollen im Job, einem Journalisten jedoch nicht.
    Sie scheinen in Ihrer Professione, welche auch immer es ist, absolut fehlerfrei zu sein und vor allem auch immer gewesen zu sein.

    Hätten Sie es einfach dabei belassen darauf hinzuweisen, OK. Wenn wir mal davon absehen, dass es sowieso nicht interessiert, was Sie fordern, sprechen Sie dem Autor das Recht ab, weiterhin für den SPON zu schreiben, unterstellen - fälschlicherweise - Legasthenie und hauen dabei noch auf die ganze Nation ein.

    Typisch deutsch, in dieser Form absolut überflüssig!
  3. #152

    ADELE, wurde hier auch schon benannt.

    Und hier nochmal zum Nachlesen :o):

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/zu...imme-1.1123937



    Zitat von woellisan Beitrag anzeigen
    Da stellt sich nun die Frage des Belegs. Mir fällt kein/e "bedeutende/r" Künstler/in ein, der AW den Weg geebnet haben sollte. Über den "Gagaismus" muß man wohl nicht diskutieren. Joss Stone, die ja auch im Soulbereich reüssiert und das schon seit ca. 8 Jahren, wird von die Smokey Robinson „Aretha Joplin“ genannt, was ja wohl alles aussagt.

    Über die musikalisch-technischen Qualitäten vergleichend (oder textlichen zum Beispiel bei Katie Melua) zu diskutieren führt hier sicherlich zu weit und letztendlich bleibt richtigerweise immer noch der individuelle Geschmack.
    Es nervt nur, dass in der heutigen Zeit von den Medien und damit auch von der Aufmerksamkeit der meisten Menschen immer diejenigen hoffiert werden, die entweder sich in Extremen tatsächlich bewegen oder zumindest imagemässig dies vorgeben.
  4. #153

    Shepherd´s Bush

    Zitat von topath Beitrag anzeigen
    Manche Menschen sind verloren - ob nun mit oder ohne Drogen. Vielleicht wäre sie ohne Drogen gar nicht soweit gekommen, vielleicht wäre Back to Black nicht möglich gewesen, das weiß man nicht.

    Ich habe eine Aufzeichnung von ihrem letzten Konzert gesehen und was mich überrascht hat, war diese Fixierung der Medien auf ihre Trunkenheit und die damit einhergehenden Ausfallerscheinungen. Man mußte nicht besonders genau hinsehen um zu bemerken, daß sie mehr gegen die Tränen kämpfen mußte als gegen den Rausch. Wahrscheinlich hätte sie nüchtern überhaupt nicht mehr auftreten können. Auch der Alkohol konnte ihre tiefe Trauer nicht mehr verbergen - sie war verglüht.

    RIP
    Wer mag kann sich vielleicht noch die DVD von ihrem Auftritt im Shepherd´s Bush Empire 2007 besorgen.

    Sie war einfach alles auf einmal. Umwerfend und linkisch, eine zerbrechliche Diva mit einer phantastischen Begleitband in der Vaudeville-Kulisse eines ehemaligen Kinos.

    Wer genau hinschaute, der musste schon damals Angst um sie zu haben.

    Amy ist mein Pseudonym. Ich hörte ihren besten Song, als ich mich gerade bei SPON anmeldete. Schon von daher wird sie mir immer präsent sein
  5. #154

    Zitat von Don63 Beitrag anzeigen
    Jemand, der nun auch noch bei Spiegel-Online dieser dümmlich-denglischen Sitte verfällt, "Gallerie" statt "Galerie" zu schreiben
    Ganz zu schweigen vom "... loosing game". ;)
  6. #155

    Lebenskünstlerin, Medienkreatur, Femme fatale, Bitch - alles Halbwahrheiten

    Sie war doch sehr eigentümlich. Ihr Berliner Konzert im Tränenpalast - kurz nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums "Frank" - zeigte eine junge Frau, die zugleich zerbrechlich, wirr, genial, unverschämt, schräg, schlampig, unnahbar und doch sehnsüchtig wirkte. Sie strich sich ständig durchs Haar, und schaute unentwegt selbstverliebt auf die beiden rechts und links im Zuschauerraum installierten Videowände. Sie war seltsam entrückt.

    Im Nachhinein lässt sich natürlich Vieles in ihr Wirken und in ihre Musik hinein interpretieren. Man kann versuchen, die Schuld für den tragischen Tod einer jungen Künstlerin zu ergründen. Doch es wird nie eine ausreichende Erklärung geben. So facettenreich ihr Auftritt an dem Abend war, so tragisch facettenreich wird vermutlich auch ihre Persönlichkeit gewesen sein.

    Als Songwriterin und Sängerin war sie im Meer der vielen Popkünstler ein Ausnahmetalent. Man bekam im Tränenpalast eine leise Ahnung über die Urkräfte der Selbstverliebtheit und Zerrissenheit, Sehnsucht und Leidenschaft einer Frau von Anfang 20.

    Wenige Jahre später in der Kalkscheune hatte der Erfolg viele dieser Eigenschaften verstärkt bzw. zugeschüttet. Zu dem Zeitpunkt hatten jedoch der Alkohol und vermutlich weitere Drogen das Ruder bereits übernommen. Der Rest war dann nur noch eine mediale Orgie mit wenigen Höhen und vielen Tiefen.

    Es ist schmerzhaft zu sehen, dass das eigene Talent so viel Ruhm und geniale Eingebungen schafft und gleichzeitig auch das Tor zur Hölle aufstößt. Leider ist sie viel zu früh durch diese Tür gegangen.

    Farewell Amy.
  7. #156

    Ding Dong

    Zitat von HBundy Beitrag anzeigen
    Ich wurde gestern zensiert, als ich ähnliches schrieb.
    Es ist wirklich eine Schande,wie hier von einigen über eine gerade verstorbene Künstlerin diskutiert wird.
    Winehouse mit Janis Joplin zu vergleichen...irgendwie abwegig.
    Mir fällt zu der Todesnachricht von Winehouse nur eines ein: "Ding Dong, the witch is dead".
    Kein grosser Schaden, bekomme ich ein Halleluja?:-)
  8. #157

    Sowas wie Sie ignoriert man ;o)

    Zitat von Lazarus Long Beitrag anzeigen
    Winehouse mit Janis Joplin zu vergleichen...irgendwie abwegig.
    Mir fällt zu der Todesnachricht von Winehouse nur eines ein: "Ding Dong, the witch is dead".
    Kein grosser Schaden, bekomme ich ein Halleluja?:-)
  9. #158

    ot

    Zitat von der_durden Beitrag anzeigen
    Ihnen tut ein wenig Aufklärung gut, denke ich. Der Autor ist mit größter Sicherheit kein Legastheniker. Was hinter diesem Ausdruck steckt dürfen Sie selbst im Internet recherchieren - oder im Brockhaus, so Sie einen haben.

    Ihre Eingabe über eine Einstellungsvoraussetzung ist nicht nur quatsch, sondern einfach nur polemisches Gerede ohne Inhalt.
    Mir ist ein Autor lieber, der Galerie falsch schreibt, als ein Germanist, der zwar orthografisch korrekt, aber inhaltlich miserabel schreibt.

    Liest man Ihr Genörgel könnte man meinen, der Artikel sei ein Minenfeld von Fehlern. Völlig haltlos!

    Kritik ja, aber bitte angemessen und weniger arrogant. Mir ist auch nicht ganz klar, warum jedem Fehler erlaubt sein sollen im Job, einem Journalisten jedoch nicht.
    Sie scheinen in Ihrer Professione, welche auch immer es ist, absolut fehlerfrei zu sein und vor allem auch immer gewesen zu sein.

    Hätten Sie es einfach dabei belassen darauf hinzuweisen, OK. Wenn wir mal davon absehen, dass es sowieso nicht interessiert, was Sie fordern, sprechen Sie dem Autor das Recht ab, weiterhin für den SPON zu schreiben, unterstellen - fälschlicherweise - Legasthenie und hauen dabei noch auf die ganze Nation ein.

    Typisch deutsch, in dieser Form absolut überflüssig!
    Off topic und überflüssig, meilenweit von Legasthenie entfernt, und hier verständlich thematisiert:
    "Das Wort fälschlicherweise als „Gallerie“ mit Doppel-l zu schreiben, wenn man sowohl als User als auch als Webmaster, beim Bloggen und sonstwo ständig mit der „gallery“ konfrontiert wird, ist also verständlich, wenn schon nicht richtig."
    http://woerter.germanblogs.de/archiv...-und-warum.htm
  10. #159

    *

    Zitat von jon_stewart Beitrag anzeigen
    Es ist schmerzhaft zu sehen, dass das eigene Talent so viel Ruhm und geniale Eingebungen schafft und gleichzeitig auch das Tor zur Hölle aufstößt.
    Nein, Talent tut nichts dergleichen.








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