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Zukunft des Radios: IP-Radios locken Hörer von Stammsendern weg

Etablierten Radiosendern droht Ungemach: IP-Radios verändern das Hörerverhalten radikal, altbekannten Wellen läuft im Internet das Publikum davon, zeigt eine neue Untersuchung. Das Ergebnis ist ein Warnruf auch für den Auftraggeber der Studie - den WDR.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...621794,00.html
  1. #30

    Pssst... nicht weitersagen

    Pssst... sobald zuviele Leute bei Internet-Radio mithören geht alles vor die Hunde. Also nicht weitersagen. Dann gehts noch ein paar Jahre bis dieses neue Medium von den großen kaputtgemacht wird.
  2. #31

    Paradies

    In der Hamburger Radiowüste gibt es nur noch grenzdebiles Dummgeschwätz und die 10 durch die Musikindustrie zu pushenden Tracks. Selbst wenn (große Ausnahme) mal was brauchbares dabei sein sollte, so wird es garantiert zu Tode gespielt - 2 mal jede Stunde. So lange bis man den besten Track nicht mehr mag.
    Vor 2 Jahren habe ich mittels meines Noxons das Paradies gefunden. FM-Tuner in den Müll und stattdessen Noxon an die Anlage angeschlossen. Wunderbare Musik und Mixes wie man sie im FM-Radio niemals hört. Ich liebe es. Im Auto muss man ja noch auf DLF zurückgreifen, alles andere ist unerträglich wenn man ein Hirn hat. Aber hier besteht ja nun auch Hoffnung dank Blaupunkt.
    Die FM-Technik ist ja nicht schlecht. Es ist nur der Content und die absolute kommerzialisierung und programmierung von Radioprogrammen die es so unerträglich macht.
    Ich sag nur audiogrooves.net , deepinside.co.uk , lefunkboat.com :-)))
  3. #32

    NoFm

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Etablierten Radiosendern droht Ungemach: IP-Radios verändern das Hörerverhalten radikal, altbekannten Wellen läuft im Internet das Publikum davon, zeigt eine neue Untersuchung. Das Ergebnis ist ein Warnruf auch für den Auftraggeber der Studie - den WDR.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...621794,00.html
    IP-Streams sind eine feine Sache. Aber Radio ist das nicht wirklich in meinen Augen. Das sind Playlists die abgespielt werden. Zum Radio gehört meiner Auffassung nach genau die Mischung, die aus dem Radio kommt. Musik, Nachrichten, Features, Interviews, Moderationen und so weiter. Es ist die Mischung aus Konserve und live gesprochenen Beiträgen die dieses Medium ausmacht. Ich weiß nicht ob die Internet Stationen diesen Aufwand treiben können und ob sie das überhaupt wollen. Ich persönlich glaube deshalb, dass die Bezeichnung Radio für die meisten dieser Angebote nicht wirklich angebracht ist.
    Was die Konkurrenz zu herkömmlichen Radiostation betrifft: Der Aufwand, um im Internet "auf Sendung" zu gehen ist vergleichsweise lächerlich gering. Das führt zu einer Inflation an Angeboten. Auf der einen Seite ist das sehr schön, weil das Monopol auf die Verbreitung von Inhalten in gewisser Weise weg fällt. Aber es erzeugt neben anderen Monopolisten auch ein Angebots-Tohuwabohu. Das wird zwar immer vielfältige hat aber auf der anderen Seite auch immer weniger echte Persönlichkeit. Der Hörer stellt sich sein Radio selber zusammen. Das ist toll, weil es viel mehr Mitsprache ermöglicht Aber es ist auch in der Hinsicht ganz anders als klassisches Radio.
    Alles geht und ist im Vergleich zum klassischen Rundfunk auch relativ einfach zu machen. Aber das bedeutet nicht unbedingt eine Zunahme von Charakter. Das "Programm" wird personalisiert, die Inhalte persönlicher, aber was die Bedeutung für eine mit ein und demselben Inhalt erreichte Öffentlichkeit angeht immer weniger relevant. Dadurch werden die Angebote aber auch immer beliebiger und austauschbarer. Vielleicht im Endeffekt nicht mehr als öffentliche mp3 Player. Nicht zuletzt deshalb, weil echte Konkurrenz, um Sendeplätze z.B. gar nicht mehr stattfindet, sondern sich alles nur noch in irgendwelchen Nischen abspielt.
    Die Gewinner werden wie immer die sein, die durch den Einsatz von Kapital und Produktionsmitteln beim Mainstream Wiedererkennbarkeit produzieren.
    Aus dem Grund ich glaube auch nicht daran, dass sich die etablierten Radiostation wirklich Sorgen machen müssen. Man wird die herkömmlichen Programme in Zukunft ganz einfach auch über diese IP-Radios abhören können. Bereichert durch alternative Streaming Angebote. Klar werden dem Radio dabei Stammhörer flöten gehen. Aber eine Konkurrenz zu den ausgebildeten Strukturen des etablierten Rundfunks werden die nur in dem Maße sein, in dem sie einen ähnlichen Aufwand fahren wie die "Analogen".
  4. #33

    Seit 10 Jahren ...

    ... Höre ich kein Radio mehr.
    Von 10 bis 16 Stunden pro Tag auf null gefallen.

    Ich höre unregelmäßig IP Radio und im Auto habe ich zwar das "Radio" an -- wegen dem Verkehrsfunk, neeeee weil es eingebaut ist!!! -- und immer eine CD drin.

    Meine Güte, wenn ich Radio höre und ein Song gefällt mir: keine Ahnung wer das ist, keiner sagt es an.
    Meine Güte, wenn ich mal aus versehen eine super gute Sache höre -- und verstehe was das ist -- und dann in einen CD Laden gehe, keiner kennt es.
    Natürlich höre ich Musik "ernsthaft" nur noch im Internt und natürlich kaufe ich Musik nur noch im Internet (nicht nur iTunes).

    Meine letzte CD habe ich vor 3 Jahren bei Amazon gekauft (irgend ein best of Billy Idol) und meine letze CD hart im Laden habe ich vor 12 oder 15 Jahren gekauft.

    Meine Musik wird einfach nie gesendet.

    Die Zeiten von SWF3 Joachim Bernd Ehrents(?) und anderen (der mit dem Abschiedskuss ??, Ha!! Frank Laufenberg??) mit super guten Sendungen sind schon so lange vorbei ... kann mich kaum mehr daran erinnern.

    Das aller übelste, geht man heut zu Tage in eine Disko, läuft da auch nur SCHROTT. Unglaublich.

    angel-o-sphere
  5. #34

    Die öffentlichen Radiosender sind selber schuld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Etablierten Radiosendern droht Ungemach: IP-Radios verändern das Hörerverhalten radikal, altbekannten Wellen läuft im Internet das Publikum davon, zeigt eine neue Untersuchung. Das Ergebnis ist ein Warnruf auch für den Auftraggeber der Studie - den WDR.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...621794,00.html
    wenn sie kein gutes Programm zustande bringen und einen nur permanent mit Werbe und Moderatorengequassel vollstopfen bis man entnervt ausschaltet -
    es gibt dennoch ausgenommen noch sehr gute Sender - vor allem Klassik und Kultursendungen - leider sehr rare

    ich habe auch meine IP Lieblingssender gespeichert
    aus Übersee - und da werde ich nicht enttäuscht - kein dummes oberflächliches Gequassel - einfach nur gute Musik die mir gefällt --
    wenn deutsche Sender sowas nicht schaffen sind sie eben selber schuld -
    die John Peel Sessions sind leider Kult -
    Radio Paradise auf Shoutcast.com ist bestens zu empfehlen-
    (kein Moderator)

    was soll ich mich von einem deutschen Sendern terrorisieren lassen wenn ich mir im Net alles suchen kann nach was mir gerade ist - man hat ja nicht immer die gleiche Stimmung am Tag oder ? Die Auswahl ist da eben bei deutschen Sendern gering bzw. nervt ewig der gleiche Moderatorensound - ok. für Autofahrer mag das anders sein um wach zu bleiben-

    allen einen schönen 1.MAI :-)
  6. #35

    Wir böse, böse, Bürger....

    "Die suchen sich selbst ihre Audio-Angebote zusammen." Jep, damit hat dieser Mann vollkommen recht. Warum sollte ich mir den Schrott des UKW-Radios antun? Wer einmal Internet/Satelliten-Radio gehört hat, der weiß wie schön Vielfalt ist und wie wenig es im Vergleich dazu bei uns im "normalen" Radio gibt. Ich würde lieber den ganzen Tag Internet/Satelliten-Radio hören als eine Stunde UKW-Radio.

    UKW ist für mich gestorben:
    - Immer die selben Lieder
    - Immer der gleiche Rhythmus
    - Viel zu viel nervende Werbung

    Internet/Satelliten-Radio:
    - Vielfalt

    Der Mensch hat schon immer Musik gemacht, warum sollte ich mir von den hiesigen Musik-Redakteuren (der Musikindustrie) diktieren lassen was ich höre, wenn doch die Welt voller Musik ist.
    Es gibt soviel gute Musik da draußen, nur bekamen wir davon lange nichts mit. Das ändert sich gerade und das ist gut so (mein Lieblingsradio ist Radio-AENA). Mir ist klar, dass das die Größen im Musikbusiness nicht gerne sehen, ist mir aber egal, die Blutsauger können von mir aus eingehen.

    Es gibt wunderbare deutschsprachige Musik die man nie im UKW-Radio hören wird (gleiches gilt insbesondere für ausländische Musik), da sie zu lang, zu kompliziert, zu viele Wörter pro Strophe, zu ... weiß der Geier was alles Ausschlusskriterien sind.
    Deswegen höre ich die Musik die mir gefällt - im Internet!
    *PUNKT*

    Ich könnte mir gut vorstellen, das z.B. korsische Musik (Gruppe: L'Arcusgi) vielen Deutschen gefallen würde, nur zu dumm das sie diese nie hören werden, oder sollte ich eher sagen zum Glück?

    Die Musikindustrie ist darauf aus, stupide die Schafe weiter in den Schlaf zu wiegen und wundern sich dabei, warum ein paar Schäfchen genervt die Weide verlassen.

    Zudem gibt es mehr und mehr Musik, die kostenlos und legal im Internet zu finden ist (Jamendo.com). Die alten Strukturen haben langsam ausgedient (wer von der Qualität der kostenlosen Musik nicht überzeugt ist der sollte sich einmal von "Sean Fournier" das Album "Oh My" anhören/downloaden).
  7. #36

    Genervt vom Dudelfunk? Machs doch besser!

    Komisch, dass das hier keine Erwähnung findet: User Generated Radio ist die Lösung. Z.B. auf www.laut.fm ...
  8. #37

    Bis auf wenige Ausnahmen ...

    ist das Radio-Programm leider nicht nur hierzulande ABSOLUT UNERTRÄGLICHER DRECK! Um das festzustellen, hätte es völlig ausgereicht, wenn die WDR-Bosse mal eine Stunde lang ihren eigenen Mist (oder dessen Steigerung ins völlig Groteske bei den Privaten) angehört hätten: aber Vorsicht – dabei drohen schwerste Nebenwirkungen, von der N. acusticus Nekrose bis hin zum akuten Hirnödem ...

    Bei genauem Hinhören findet man aber auch beim ÖRR immer noch kleine feine Sendungen von Leuten, denen Musik wirklich etwas bedeutet und die mit Geschmack, Sachkenntnis und guter Recherche echte Highlights zu Gehör bringen, z.B. bei meinem Stammsender NDR-Info die Sendungen NACHTCLUB, NIGHTLOUNGE mit ModeratorINNen wie Angela Gobelin, Matias Boem, Paul Baskerville, Gitti Gülden, Uli Kniep, etc.

    http://www.ndrinfo.de/kultur/nachtcl...osition-0.html

    Einige der Mitstreiter dort sind Überlebende des Untergangs des ehemals wirklich guten privaten Radiosenders FFN (Grüsse an den Synthpop-/Elektro-/EBM-Guru Ecki Stieg!), dessen avantgardistisches Musikangebot, gepaart mit allerfeinster Comedy (Frühstyxradio, Der kleine Tierfreund, Günther der Treckerfahrer, Die Arschkrampen Kurt und Gürgen, Onkel Hotte, Kalkofe's Mattscheibe) den Sender in seinen Anfangsjahren zum KULT werden ließ (ich sag nur GRENZWELLEN). Dann jedoch kamen irgendwann die BWL-Arschgeigen von der Marketingabteilung und haben dem alten Konzept komplett den Garaus gemacht. Übrig geblieben ist eines der schlimmsten BlaBla-Radios für Vollidioten!

    Als ECHTE ALTERNATIVE kann ich nur nochmal empfehlen, sich das folgende Webradio aus Californien anzuhören (wie schon in einem anderen Thread geschrieben):

    http://www.radioparadise.com/

    Handverlesene Musik vieler Genres (vieles hier wirklich noch nie gehört) *ohne Werbung* 24/7 mit Live-Streams für alle Systeme (es gibt sogar einen iPhone-Player, mit dem man interessante Songs taggen und sammeln kann). Bei Radio Paradise werden die Playlisten *nicht* vom Computer oder vom Marketing diktiert ... und das hört man! Aber Vorsicht: es besteht die akute Gefahr, dass man plötzlich eine Menge Geld für Audio-CDs ausgibt.

    Radio Paradise is Old Fashioned Radio for the 21st Century

    Each hour of music is carefully blended together to flow smoothly between different musical styles & genres - just like real DJs used to do on FM. We don't use the computer-generated playlists or "carefully researched music libraries" that have sucked the soul out of FM radio - and we never just throw songs together at random the way many web stations do.

    You can listen to RP using just about any computer audio player, and on a wide variety of other devices, including iPhones, Blackberrys and Windows smartphones. You don't need to register with us in order to listen, and we don't charge subscription fees — even for our highest-fidelity streams.
    Speaking of high fidelity, we pride ourselves on providing some of the best-sounding audio you'll hear anywhere. Try one of our high quality streams (192k MP3 or 128k AAC) on a good pair of headphones or a decent audio system. We think you'll be impressed.
  9. #38

    Sachsens Jugend fordert "besseres" Radio

    In Sachsen fordern gerade mehrere Vertreter der Popkultur mit der Initiative BISS.FM nicht nur eine Befreiung vom Dudelfunk via UKW sondern auch ein Förderprogramm für nichtkommerzielle Webradioprojekte, gerade weil hier die Zukunft liegt und man sich nicht damit abfinden will, dass das amerikanische Collegeradio mit seinen technischen Gegebenheiten hier alle Hörer abzieht und regionale Themen überhaupt keine Bedeutung im Hörfunk mehr haben. Bisher haben schon über 2.100 junge Sachsen die Forderung unterschrieben und ihren Frust auf die bestehende sächsische Radiolandschaft kommentiert.

    Nachzulesen auf www.biss.fm
  10. #39

    Der 3. Weg...

    Die meisten Internetradiostationen senden mit einer Datenrate von max. 128 kbit/s. Wenn man sich das über eine anständige Anlage oder gar mit Kopfhörern anhört, ist es qualitativ kaum erträglich.

    UKW ist meist auch nicht besser, da durch massive Dynamikkompression heutzutage nur noch ein Soundbrei aus den Boxen kommt, bei dem es nur noch darum geht möglichst laut zu wirken, um sich von den anderen Sendern zumindest dadurch abzuheben (!).

    Den besten Kompromiss zwischen Qualität und Senderauswahl bietet für mich persönlich daher Digitalradio über Satellit. Dort habe ich mehrere hundert Sender zur Auswahl und trotzdem eine meist erträgliche Tonqualität, bei den ARD-Stationen sogar eine vorzügliche (320 kbit/s). Viele Leute haben heute einen Digitalreceiver für Satellit oder Kabel im Wohnzimmer stehen und wissen gar nicht, dass dieses Gerät gleichzeitig auch ein hervorragender Radioempfänger ist. Vielleicht sollte man auch das mal besser kommunizieren...


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