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Zukunft der Filmindustrie: Das kollaborative Kino
Bei der Berlinale feiert die Filmbranche ihre Gegenwart, bei den Berlinale Keynotes denken Trendsetter schon weiter: Es geht um die Zukunft des Kinos. Die, glauben Vordenker, könnte auf Kollaboration, Wikis und Schwarm-Kreativität setzen. Wir zeigen, was die Schwärmer schon zu bieten haben.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...535203,00.html
- #1 14.02.2008 12:23 von
passiv vs aktiv
Eigentlich mag ich den Film als Passivmedium. Ich möchte mich hinsetzen und eine nette Geschichte erzählt bekommen. Ist im Prinzip ähnlich, wie wenn ich ein Buch lese.
Ich möchte da eigentlich gar nicht aktiv werden. Wenn ich das will, dann greif ich zum Videospiel.
Von einer Vermischung halte ich nicht viel. - #2 14.02.2008 14:05 von
Ich Liebe Es
Absolut! JJ Abrams macht seine Filme ja jetzt schon so. Lost, Cloverfield, alles voller viraler Kapagnen im Netz, die auch alternative oder unterstützende Handlungsstränge bieten. Oder sein neues Star Trek Projekt. Wird super!
Mit einen MacBook, einer Kamera und FinalCutPro sind alle wir Garagenkubricks ;)) - #3 14.02.2008 14:28 von sam clemens
Solange wir alle ...
... noch keine Garagenkubricks sind, können wir es ja mit genauer Sprache versuchen - ohne Wörter wie etwa Kollaboration, Schwarm-Kreativität und Vordenker. Modernität entsteht nicht durch Modernismen.
- #4 14.02.2008 14:29 von Peter E. Funck
Kann man nicht generalisieren.
Der Kuchen muss einmal mehr geteilt werden, aber wegen der Spatzen sind nicht die Spechte ausgestorben.
Bewegte Bilder sind kein Ereignis mehr, klar. Schon längst geht es um Inhalte und dabei ist hohe Qualität unerlässlich.
Die Kinowelt ist groß und manche Genres werden wegbrechen. Fantasy sehe ich durch die Games gefährdet. Auch Filme wie Rambo sind heute fast schon überflüssig.
Aber darstellerische Kunst ist unersätzlich. Dabei wird man immer mehr Wert auf die Story legen müssen, auf einfallsreiche Dramaturgie und Wahrhaftigkeit.
Sowenig, wie der Computer das Kino benötigt, so rasch werden computergenerierte Bilder aus dem Film verschwinden.
Komödien sowie romantische oder tief dramatische Stoffe brauchen sich keine Sorgen zu machen. Diese Stoffe wird man sich immer gerne im Kino anschauen und dabei gemeinsam Händchen halten, weinen oder lachen.
Fast seit Beginn des Internets hat man versucht, gemeinsam Stories zu schreiben. Hat das Bücher verdrängt?
Haben Kurzgeschichten je Romane aus den Regalen verbannt? - #5 17.02.2008 15:06 von
Das halte ich doch für sehr unwahrscheinlich. Momentan kann man doch eher ein Verschmelzen klassischer Techniken mit Computerbildern beobachten, etwa 'Herr der Ringe': Modernste Animationen, aber auch gemalte Hintergründe wie vor 100 Jahren. Was man mit dem Computer machen kann, wird man damit machen, was mit Schauspielern, dazu wird man weiterhin Schauspieler nehmen. Eine Reise rückwärts wird es aber nicht mehr geben.
Eigentlich geht es im Bericht aber doch darum, daß die Synergieeffekte, die durch das Internet erst ermöglicht werden, mit open source- und creative commons-projekten eine neue Qualität erreicht haben, die vorher nicht denkbar gewesen wären, mithin ein Quantensprung bzw. Paradigmenwechsel. In der Musikindustrie ist das ja wohl kaum noch von der Hand zu weisen, der Musik selbst nützt es mehr als es schadet. Die ungleich komplexere und aufwändigere Produktion von Filmen scheint nun als nächstes dran zu sein. Ein Film wie 'Elephants dream' wäre ohne den erwähnten Paradigmenwechsel nicht vorstellbar und dessen Realisierung früher nur professionellen Filmstudios vorbehalten gewesen. Schauen Sie sich einfach den Film auf Youtube an, dann sehen Sie, was sich geändert hat.
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