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Zukunft der FDP: Partei der Angst-Bürger

Unschöne Machtkämpfe, rüde Klientelpolitik: Die FDP*bietet ein desaströses Bild. Das*dürfte sie ärgern, weil sie es so leicht hätte wie selten, beim Wahlvolk zu punkten. Denn das deutsche Angst-Bürgertum um Sarrazin und Co.*sucht schon lange*nach einer politischen Heimat.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...803991,00.html
  1. #150

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Die FDP ist nicht die Erbin des Liberalismus, sondern eine wirtschaftsliberale Partei, die bestimmte Klientel bedient, z.B. Ärzte und Apotheker. Die einzige wirklich liberale Kraft sind die Piraten.

    Darüber hinaus ist auch die FDP eine Partei der political correctness, stets bemüht, neben Wirtschaftsliberalismus auch das feuilletonliberale Publikum anzusprechen.

    Leider ist die FDP nicht mehr Erbe einer Freiheitspartei. Sie bibbert ebenso wie die anderen Parteien vor dem "Wutbürger". Es ist schon komisch, sie in einen Zusammenhang mit einem aufklärerischen Geist wie Sarrazin in Verbindung zu bringen, sonst hätte sie nicht 3%, sondern 30%. Sie ist eine Antisarrazinspartei.
    1. Es ist richtig, dass die Piraten im Bereich des Internets liberale Ideen verfolgt. Deshalb ist sie aber noch lange keine liberale Partei, oder ist jemand der Meinung das das bedingslose Grundeinkommen mit Liberalismus übereinstimmt?

    2. Herrn Sarrazin als aufklärerisch zu bezeichnen ist schon eine interessante Idee. Das Bedienen von Klischees und die Angst vor Menschen mit Migrationshintergrund in Schlüsselpositionen zu schüren, hat nichts mit Aufklärung zu tun, sonders ist maximal eine nationalistische These.

    3. Wenigstens ist die FDP eine Antisarrazinpartei, alles andere würde mich nur abschrecken. Im übrigen bin ich der Hoffnung, dass alle demokratischen Parteien in diesem Sinne Antisarrazinparteien sind.
  2. #151

    Welche Partei?

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Nicht nur die FDP bietet ein desaströses Bild, sie ist nur die erste der etablierten Parteien, die aus den Parlamenten verschwinden könnte. Bei CDU und SPD ist der Speckgürtel noch zu stark, auf dem absteigenden Ast sind sie aber auch.

    Wir brauchen eine Erneuerung im politischen System, echte Demokratie und nicht diese Stellvertreter, die sich nur noch selbst repräsentieren.

    Ein Blick über den Tellerrand hinaus hätte F. Walter gut getan.
    Na dann machen Sie mal Vorschläge! Welche Partei hätten Sie denn gern? Die Partei, die Sie sich wünschen, gibt es wahrscheinlich gar nicht, d. h. Sie müssten eine Partei neu gründen.
  3. #152

    Wer ist eine Zumutung?

    Zitat von awtwahl Beitrag anzeigen
    klar, brauchen wir eine LIBERALE PARTEI aber nicht diese
    abgewirtschafte Klientelpartei, die landet sowieso bald bei 1.8%
    als "Regierungspartei" eine Zumutung der Frau MERKEL !
    Was meinen Sie jetzt? Ist die FDP eine Zumutung oder Frau Merkel?
    Ich bin der Meinung, dass die ganze schwarz-gelbe Koalition für uns
    eine Zumutung ist.
  4. #153

    Zitat von kollerspeter Beitrag anzeigen
    Wenn man Fortschritt als Investition in umwelt- und klimafreundliche Technologien sehen würde, die sich noch dazu prima auf dem Weltmarkt verkaufen lassen, würde man imstande sein, die Grünen als Fortschrittspartei wahrzunehmen.
    Ein typischer Fall von einfache Wahrheiten lassen sich immer prima verkaufen, solange man sich keine Details anschaut.
    Wir haben in Deutschland eine irrsinnige Subvention für die Solarindustrie angestoßen. In der Folge hatten wir einige sehr erfolgreiche Solarunternehmen. Soweit so richtig, jetzt kommt aber die Einschränkung, diese Unternehmen sind am Weltmarkt nicht erfolgreich, weil sie sich um den, dank großzügiger Subventionen garnicht gekümmert haben. In der Folge, sind diese dank Subventionen hochgepäppelten Unternehmen auf einmal auch auf dem Heimatmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig.
    Schönes Beispiel, warum wir ein liberale Partei brauchen und damit den Glauben an den Markt und keinen dogmatismus.

    Wer´s nicht glaubt kann sich ja mal die Aktienkurse von Solarworld und Co. anschauen. Hier spricht der Markt eine klare Sprache, aber das ja vermutlichin den Augen vieler neoliberales Teufelszeug, da erhöht man doch lieber die Steuern für die gute Sache
  5. #154

    Kann man auch anders sehen...

    Zitat von albharms Beitrag anzeigen
    1. Es ist richtig, dass die Piraten im Bereich des Internets liberale Ideen verfolgt. Deshalb ist sie aber noch lange keine liberale Partei, oder ist jemand der Meinung das das bedingslose Grundeinkommen mit Liberalismus übereinstimmt?

    2. Herrn Sarrazin als aufklärerisch zu bezeichnen ist schon eine interessante Idee. Das Bedienen von Klischees und die Angst vor Menschen mit Migrationshintergrund in Schlüsselpositionen zu schüren, hat nichts mit Aufklärung zu tun, sonders ist maximal eine nationalistische These.
    Wie Sie in Ihrem vorigen Beitrag - dem ich übrigens 100% zustimme - so möchte ich jetzt hier fordern, dass Sie mehr differenzieren.

    Es hängt von der Ausgestaltung ab, ob bedingungsloses Grundeinkommen mit liberalen Prinzipen zu verbinden ist. BGE muss keineswegs eine sozialistische Rundumversorgung bedeuten.

    Grundsätzlich erfordert es das Sozialstaatsgebot des GG allen Bürgern eine menschenwürdige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
    Die eine Möglichkeit dazu ist die aktuelle - Hartz4 mit Kontrollen, überbordender Sozialbürokratie und die Bestrafung von Leistungswillen und Sparksamkeit, indem Sparvermögen zuerst verbraucht werden muss, Arbeitseinkommen zu 90% auf H4 angerechnet wird.
    Eine andere Möglichkeit wäre eben ein niedriges(!) BGE, das durch Arbeitseinkommen beliebig aufgestockt werden darf, wobei bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe der Staat eine niedrig entlohnte Tätigkeit garantiert, falls der Bürger nicht in der Lage ist am freien Markt unterzukommen.
    Ohne dass dabei also höhere Kosten als bei H4 anfallen müssen wären wir weg von einem Millieu, was ganze Famiilien in zweiter oder dritter Generation zu passiven Transferleistungsempfängern macht, und hätten stattdessen eine Reintegration dieser Gruppe in den Berufsalltag - ich denke schon, dass das eher liberalen Prinzipien entspricht als die derzeitige Sozialindustrie.

    Was Sarrazin angeht, kann man Ihnen nur empfehlen sich genauer zu informieren - von allgemeiner Migrantenfeindlichkeit kann bei ihm keine Rede sein, auch wenn interessierte Kreise das gerne so undifferenziert darstellen. Er kritisiert lediglich bildungsferne Schichten, gleich ob Deutsche oder Ausländer, und fordert bei der Einwanderung eben mehr auf Bildung und Leistungsfähigkeit zu achten, weil es bei uns eben immer weniger Arbeitsplätze für ungelernte Kräfte gibt und unsere Zukunft stark davon abhängt, dass wir mit leistungsorientierten Staaten wie China etc. mithalten können, indem wir eben die klügsten Köpfe für uns gewinnen.
  6. #155

    Super. Jetzt bin ich ein "Angst-Bürger".

    Vor was soll ich denn Angst haben? Vor Gentechnik? Ich bin Befürworter der Gentechnik. Radioaktivität bzw. die Nutzung der Kernenergie bereitet mir auch keine große Angst. Ich habe auch keine große Angst vor Eigenverantwortung und ich bin auch kein Opfer der Versicherungsindustrie, sondern habe nur die nötigstens Versicherung. Dafür habe ich aber Aktien, vor denen sich die Mehrheit der Deutschen so fürchtet.

    Und nun kommen Sie und erzählen mir, ich sei ein Angst-Bürger. Wenn hier jemand Angst hta, dann ist es die Mehrheit dieser Gesellschaft, die ständig diese linken und zukunftsängstlichen Parteien wählt. Schon komisch, wohin sich die Sozialdemokratie hinentwickelt hat: Die stand mal für technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt, aber heute lehnt man jeden Fortschritt ab. Das betrifft große Teile der Bevölkerung, auch die CDU/CSU ist im Großen und Ganzen eine sozialdemokratische (im heutigen Sinne) Veranstaltung geworden: Ängstlich, pessimitsisch,

    Sarrazin? Interessiert mich nicht. Ich habe auch keine Angst vor Ausländern und lasse mich auch nicht kirre machen vom Integrationsgedöns. Das ist wohl wieder eine Diffamierungskampagne, um die FDP in die Nähe von Ausländerfeindlichkeit zu rücken. Und bitte schauen Sie nochmal genau hin und lesen Sie mal Ihre eigenen Artikel. Eltern aus dem grünen Mileu wählen mit großem Bedacht Schulen für die eigenen Kinder aus, an denen wenig Migrantenkinder sind.

    Wovor ich Angst haben: Vor einem EU-Zentralismus, der uns alle ärmer macht. Und diese Angst ist berechtigt. Wenn ich lese, dass Frank Schäffler als "Euroskeptiker" oder "Eurogegner" diffamiert wird, dann ärgert mich das zutiefst, weil Frank Schäffler wie ich für den Euro ist und ESFS und ESM gerade nicht als Rettung des Euros versteht, sondern als Bedrohung. Man vertraut immer mehr bürokratischen, zentralistischen Ansätzen, anstatt auf die Freiheit zu setzen. Wenn Griechenland eigenverantwortlich Sozialleistungen gewährt, die es nicht bezahlen kann und infolgedessen pleite geht, dann ist das Griechenlands Problem. Wenn jemand fünf Hausnummern weiter sein ganzes Vermögen versäuft, dann ist sehr traurig, aber es ist keine Lösung, wenn ich jetzt auch nur einen müden Heller ausgeben, ihn zu unterstützen.

    Es sind doch gerade Vielfalt und Freiheit, die Europa stark gemacht hat. Niemand beschwert sich in der Schweiz über "Kleinstaaterei", trotz so vieler Kantone. Die Schweiz ist äußerst erfolgreich. Europa und EU sind nicht das Gleiche. Die EU ist erfolgreich, weil die EU Schengen gebracht hat, den Euro und den Freihandel. Sogar die Schweiz macht bei Schengen mit und die Schweizer wissen auch warum. Die Vorteile der EU überwiegen sogar die Nachteile in Form einer Planwirtschaftschaft in der Landwirtschaft.
  7. #156

    Ich lach mich schlapp!

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Die FDP ist nicht die Erbin des Liberalismus, sondern eine wirtschaftsliberale Partei, die bestimmte Klientel bedient, z.B. Ärzte und Apotheker. Die einzige wirklich liberale Kraft sind die Piraten.
    Die Piraten sind nicht liberal, fordern sie doch Sozialismus im Berliner ÖPNV. Die Piraten sind linke Träumer mit einer linken Freiheitsideologie, bei der man frei von Verantwortung von Sorgen ist.

    Die FDP ist liberal im besten Sinne, indem sie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Liberalismus vereint. Die Dinge gehören zusammen und die konkrete Politik der FDP ist viel liberaler als die der Grünen, die gerne als "Bürgerrechtspartei" bezeichnet wird. Als die Grünen an der Macht waren, wurden die Bürgerrechte regelrecht geschleift (Schily I und II) und dabei hatte der Koalitionspartner ohnehin Probleme mit Law-and-Order. Die Hardliner-Union von heute beißt sich aber die Zähne an der Schnarri und der FDP aus. Die Innenpolitiker von der Union wünschen sich sogar die große Koalition zurück.

    Übrigens: Was Sie treiben, ist das alte Spielchen, wirtschaftlichen Liberalismus (böse) und gesellschaftlichen Liberalismus (gut) auseinander zu treiben. Diese gehören aber zusammen, man kann das eine ohne das andere nicht haben. Pseudoliberale auf der linken Seite glauben, es reiche, für die Homoehe zu sein, für Minderheitenrechte, für eine gutmeinende Sozialpolitik, der irrt sich gewaltig. Bislang war es immer so, dass die durch die Schleifung der wirtschaftlichen Freiheit, die gesellschaftspolitischen Ziele immer verfehlt wurden.

    Ich bezweifle, dass Sie als Hauseigentümer die Marburger Bauschriften wohlwollend zur Kenntnis genommen hätten.


    Darüber hinaus ist auch die FDP eine Partei der political correctness, stets bemüht, neben Wirtschaftsliberalismus auch das feuilletonliberale Publikum anzusprechen.
    Die FDP ist auch den Moden unserer Zeit ausgesetzt. Das ändert aber nichts daran, dass die FDP die(!) liberale Partei in Deutschland ist. Was Sprachregelungen, typisches PC-Thema, angeht: Die FDP bemüht sich zwar, Frauen wie Männer anzusprechen, würde es aber nicht auf die Spitze treiben wie die Grünen oder die linke taz. Dass man ein Wort wie z. B. "Neger" nicht mehr benutzt, sollte selbstverständlich sein. Ist das schon PC? Wenn jemand ein diskriminierendes Wort benutzt, sollte er auch die Konsequenzen tragen. Anstand und PC sollte man differenzieren.

    Leider ist die FDP nicht mehr Erbe einer Freiheitspartei. Sie bibbert ebenso wie die anderen Parteien vor dem "Wutbürger". Es ist schon komisch, sie in einen Zusammenhang mit einem aufklärerischen Geist wie Sarrazin in Verbindung zu bringen, sonst hätte sie nicht 3%, sondern 30%. Sie ist eine Antisarrazinspartei.
    Endlich mal ein Kompliment.


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