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Zukunft der FDP: Klotzen statt schleckern
dapdFür ihre Haltung in der Schlecker-Pleite mussten die Liberalen Prügel einstecken. Dabei liegen sie richtig. Aber profilieren sollte sich die FDP damit trotzdem nicht: Die Partei braucht die große Story, die den Menschen den Wirtschaftsliberalismus nach der Krise erzählt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,825679,00.html
- #1 04.04.2012 16:29 von
Die FDP muss Farbe bekennen und die Schicksalfragen des Liberalismus erklären!
Der gute zu Guttenberg hat diese oben aufgeführten liberalen
Schicksalsthemen in seinem Interviewbuch mit Giovanni di Lorenzo
besprochen. Der könnte das alles sehr gut und verständlich den
einfachen Bürgern einleuchtend erklären!
Wenn die FDP zu diesen drängenden und quälenden
Fragen keine Stellung nehmen will, dann ist das für ihre Wahlchancen
sehr schädlich. So geht es einfach nicht, dem Volk die Katze im
Sack verkaufen zu wollen. - #2 04.04.2012 16:32 von
Felsenfest an der Seite der Unternehmer …
… da stehen sie doch, aber nur für die, die bereits das Prädikat „too big to fail“ erlangt haben. Wir sollten der FDP wenigstens in Sachen Schlecker absolut dankbar sein, denn die beinhaltet eine eindeutige und unmissverständliche Botschaft:
Klare Grenzziehung der FDP zum neuen Sozialismus … klarer konnte man es doch gar nicht formulieren und eben dieser neue Sozialismus kann nicht für jedermann sein, nur Auserwählte und jedermann ist nur noch dazu bestimmt ihn zu bezahlen. Wir sollten die Botschaft verstanden haben und der Aufstieg zur 12 Promille-Partei könnte der gerechte Lohn sein. - #3 04.04.2012 16:32 von
oben ohne...
Hallo SPON,
könnt Ihr bitte mal die aktuellen Umfragewerte demokratischer Parteien in D betrachten. Und möglicherweise auch eure Gewichtung in der Berichterstattung daran ausrichten.
Die im Beitrag angeschnittenen Themen sind richtig gut - nur hat die FDP weder die Leute, das umzusetzen, noch den Rückhalt, das Durchzukriegen noch die Glaubwürdigkeit, das Anzugehen.
Das Thema ist durch. Daran sollte man sich langsam gewöhnen. Es wird für brave FDP-Parteisoldaten sicher eine Umstellung, von den fetten Fleischtöpfen entkoppelt zu werden. Und das Leistungsprinzip am eigenen Leibe zu erfahren. Macht nix, im Zweifelsfall haben wir ja noch die gelobten kompetenten Mitarbeiter der ARGE, die können sich denen wegen einer Anschlussverwertung dann annehmen....
Wobei, wenn ich darüber nachdenke, kann eure FDP-Lobhudelei auch ein fieser Plan sein: mit aller Macht auch den letzten Wähler verekeln.
Das wäre ja richtig böse, da muss man erst mal drauf kommen.
Aber, vielleicht findet ihr ja Themen der übrigen systemrelevanten Parteien, und auch von anderen politischen Splittergruppen. Was haben eigentlich die bibeltreuen Christen zu sagen, oder die Violetten, oder die Zentrumspartei? Wir freuen uns auf ausgewogene Berichterstattung. - #4 04.04.2012 16:35 von
Storys und Aufreget
Die FDP ist zwar als Partei für Deutschland im Allgemeinen überflüssig wie ein Kropf, aber für Journalisten im Besonderen ein Gottesgeschenk. Weil man so herrlich Debatten anheizen kann.
Natürlich lag die FDP bei Schlecker falsch. Weil vornehmstes Ziel von Politik immer der Mensch sein MUSS. Was denn sonst? BÜRGSCHAFTEN, um einer großen Gruppe von schwer gebeutelten Menschen und ihren Familien die Hand zu reichen? Das ergibt für Sie keinen Sinn?
Soweit man las ging es nicht darum Schlecker Geld nach zu werfen, oder ein nicht lebensfähiges Unternehmen künstlich am Leben zu halten. Der Vergleich mit Schröder dürfte insofern auch fachlich hinken.
"..Mit sozialer Kälte hat das nichts zu tun. Schließlich rettet die Politik auch nicht die Arbeitsplätze bei kleineren Unternehmen."
Seltsame Logik: weil Arbeitsplätze bei kleineren Unternehmen nicht gerettet werden hat das nichts mit sozialer Kälte zu tun? Wie?
Das ergibt auch keinen Sinn, und - natürlich hat das mit sozialer Kälte zu tun.
Wie ermüdend ... - #5 04.04.2012 16:50 von
ist es nicht eher sozial gerecht? jeder schleckermitarbeiter hat ab tag 1 anspruch auf algI - zwar bitter, aber definitiv nicht das ende.
die arge wird sich um weitervermittlung / qualifizierungsmaßnahmen bemühen, also auch in dieser hinsicht wird die aufgabe der auffangesellschaft bereits gestemmt. gut, die arge hat ihre fehler, aber die auffanggesellschaft, die hätte diese probleme nicht gehabt?
sprich jeder mitarbeiter vom schlecker wird den selben weg gehen, wie etwa lieschen müller, sekretärin 47, deren arbeitgeber, eine kleine autowerkstatt, in die insolvenz ging. da es recht viele lieschen müllers gibt, sehe ich bzgl schlecker nur, daß die fdp sich hier geweigert hat, saucier der extrawurst zu sein. - #6 04.04.2012 16:52 von
Könnte SPON
langsam mal aufhören, sich mit Minderheitenproblemen wie der fdp zu beschäftigen und stattdessen evtl. sich wieder mal mit - sagen wir - den sozialen Problemen in Deutschland befassen? Da gibt's ja dank unserer geliebten Regierung in Berlin mehr als genug.
- #7 04.04.2012 17:03 von
Sie hätten vielleicht Recht....
..herr Münchau - aber auch nur vielleicht – in Sachen Schlecker bin ich nämlich ganz bei Ihnen und der Meinung der FDP. Wenn die FDP also wirklich für „Wirtschaftsliberalismus“ stünde hätten Sie Recht. Das steht die FDP aber nur, wenn es darum geht mit wirtschaftsliberalen Positionen ArbeitnehmerInnen die kalte Schulter zu zeigen. Wenn es hingegen darum geht, sich die hundertste Subvention für die Wirtschaft (siehe Lex Mövenpick, Gewerbesteuerfreiheit für sogen. "freie Berufe" usw.) auszudenken und dafür Ausnahmen in geltende Gesetze einzuflechten, gibt sich die FDP derart wenig wirtschaftsliberal (flat surface), wie man es von einer reinen Clientelpartei erwartet. Die FDP steht also eher für den Clientelpartei-typischen Anarcholiberalismus (keine Macht für niemand und alles für mich) statt für Wirtschaftsliberalismus. Und daher eben, haben Sie wieder einmal NICHT Recht.
Wenn es um Urheberrechte und die damit verbundenen, sich dramatisch verändernden Geschäftsmodelle im Internetzeitalter, macht die FDP auch NICHTS, das auch nur annähernd wirtschaftsliberal wäre. Stattdessen stützt sie das Festhalten einer überalterten, phantasielosen Medienindustrie an verstaubten, nutzlosen Geschäftsmodellen mit immer neuen Stellschrauben im Urheberrecht, die die Verbraucher zu Gunsten der Produzenten enteignen. Hier wäre „in der Tat“ Platz gewesen für eine Partei, die sich Wirtschaftsliberalismus auf die Fahnen geschrieben hat. Diesen Platz haben nun die Piraten eingenommen – statt der FDP.
Das FDP-typische Rumgeeiere, das "immer das Fähnlein in den Wind drehen", den schon sprichwörtlichen Genscherismus, der ja früher vor dem "gorßen Vorsitzenden" der FDP im Deutschen noch kein eigenes Wort hatte und deshalb mit dem Fremdwort "Opportunismus" umschrieben werden musste, das ist, was die Menschen im Land endgültig leid sind. Im Saarland waren es zuletzt 98,8% der WählerInnen leid. In ganz Deutschland sind es lt. Umfragen über 96% der potentiellen WählerInnen leid.
Die Partei des "Genscherismus" also braucht keine neue Geschichte oder gar ein Programm sondern ein schnelles und gründliches Ende. Bei der nächsten Bundestagswahl wird es vielleicht nur noch für die Kategorie „sonstige“ reichen. Das wäre, was ich der FDP wünsche. - #8 04.04.2012 17:10 von
"Asymmetrische Demobilisierung"
Augstein sprach schon davon in seinem letzten Beitrag, dass die Wahlstrategen der "Volks"parteien nur noch eine Strategie der "Asymmetrischen Demobilisierung" fahren, wonach es darum gehe, möglichst viele von der Wahlurne abzuhalten -mit dem Kalkül und in der Hoffnung, dass es auf der Gegenseite noch mehr werden.
- #9 04.04.2012 17:17 von
"Asymmetrische Demobilisierung"
Augstein sprach schon davon in seinem letzten Beitrag, dass die Wahlstrategen der "Volks"parteien nur noch eine Strategie der "Asymmetrischen Demobilisierung" fahren, wonach es darum gehe, möglichst viele von der Wahlurne abzuhalten -mit dem Kalkül und in der Hoffnung, dass es auf der Gegenseite noch mehr werden.
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