Die Angehörigen der zehn Todesopfer und die 23 Verletzten des Zugunglücks von Hordorf sollen Hilfe bekommen. Das versprachen nun*die beteiligten Bahnunternehmen. Der überlebende Lokführer des Güterzuges indes macht von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...743101,00.html
Kleine juristische Korrektur: Ein Zeugnisverweigerungsrecht haben nur Zeugen. Da der Lokführer aber als Beschuldigter behandelt wird, hat er ein Aussageverweigerungsrecht, von dem er offenbar Gebrauch macht.
Kein Wunder dass der Lokführer des Güterzuges schweigt: In einem anderen Pressebericht stand, er habe sich während des Unfalls gar nicht im Führerstand aufgehalten. Deshalb sei er auch fast unverletzt davon gekommen wohingegen der Lokführer des Passagierzuges unter den Toten ist.
....die Strecke ist eingleisig.
Aber wenn trotzdem in 2 Richtungen gefahren wird, muss es doch Ausweichstrecken z.B. in Bahnhöfen geben.
Wieso wird vom Stellwerk die Strecke freigegeben, wenn sich ein Zug aus der Gegenrichtung nähert ?
Hat da nicht auch der Fahrdienstleiter des Stellwerks gepennt ?
Denn selbst wenn beide Züge gebremmst hätten, gab es auf dem Stück, wo es zum schrecklichen Unfall kam kein Ausweichgleis.
Vielleicht habe ich da völlig falsche Informationen, oder es falsch verstanden. Mir ist nur nicht ganz klar warum jetzt der Lokführer des Güterzuges der alleinige Schuldige sein soll ?! Es kann doch auch der getötete Lokführer des Personenzuges ein Signal überfahren haben, oder nicht ?
Haben Güterzug Lokomotiven keinen Todmannschalter ?
Vielleicht kann mich jemand aufklären ?
Vielen Dank !
Sehe ich genauso! Der muss wohl vor dem Zusammenstoss von der Lok abgesprungen sein, anders kann ich mir auch nicht erklären, dass er diesen heftigen Aufprall unbeschadet überlebt hat.
Ob er sein Schweigen langfristig bewahren kann, mag ich nicht zu beurteilen. Immerhin hat er 10 Menschen auf seinem Gewissen...
Sie sollten jedoch nicht vergessen das sich ein Personentriebwagen im Vergleich zu einer schweren Güterlokomotive wie ein Smart gegen einen Panzer verhält. Da muss man nicht Physik studiert haben um selbst drauf zu kommen das die Chancen für den Zugführer des Güterzuges relativ glimpflich davonzukommen relativ gut standen.
Nach der Presseinfo kam der Güterzug vom zweigleisigen Teil der Strecke und fuhr in den eingleisigen Bereich ein, ohne an den beiden auf "Halt" stehenden Signalen zu bremsen. Er soll sogar die Weiche, die für den Triebwagen gestellt war "aufgeschnitten" haben.
Ich denke das klärt die Frage, oder?
Mit dem Vergleich "Smart gegen Panzer" haben Sie zum Teil recht; mit der Schlussfolgerung, dass deshalb der Zugführer des Güterzuges, wenn er denn ganz vorne im Triebzug saß, garantiert nicht!
Dass er überlebt hat, dürfte mit Sicherheit daran gelegen haben, dass er vorne NICHT saß!
Erst letztens habe ich im ICE einen Zugführer gesehen, der den ICE ca. 300 Meter alleine fahren ließ (zum Glück bei relativ niedriger Geschwindkeit), weil er in seiner Aktentasche am Boden am Rumkramen war. Es wäre 100 % zu einem Unfall gekommen, wenn ein Mensch oder Gegenstand zufällig während dieses Zeitraums auf den Gleisen gestanden/gelegen hätte. Wäre der Lokführer stets aufmerksam gewesen, hätte er den Zug anhalten können, da dieser mit nicht sehr hoher Geschw. fuhr.
Sehr zynisch äußerte sich mal wieder der DB-Chef Grube: Jetzt will er alle einspurigen Strecken sichern! Jetzt, nachdem dieser schlimme Unfall mit zig Toten und vielen Schwerverletzten passiert ist. Aber bereits Abermillionen für so einen Blödsinn wie Stuttgart21 ausgeben.
Oder ein anderes Beispiel: Die mangelnde Elektrifizierung der Strecke Zürich-München: Obwohl die Schweizer Bahn der DB 40 Millionen Euro zur Verfügung stellt (die Schweizer haben keine Lust mehr, ständig die Loks austauschen zu müssen) kommt die Elektrifizierung dieser Strecke nicht zustande.
Aber Milliarden in Stuttgart21 versenken zu wollen ...