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Zugewanderte Mediziner: Kammerchef beklagt schlechtes Deutsch von Ärzten

CorbisDeutschland gehen die Ärzte aus, deshalb werden sie zunehmend aus dem Ausland rekrutiert. Doch jetzt beklagt der Präsident der Berliner Ärztekammer: Die Mediziner könnten oft kaum Deutsch - das Risiko für Patienten steige.

Klage über mangelhafte Deutschkenntnisse von Ärzten - SPIEGEL ONLINE
  1. #280

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Als gelernter Handwerker (40Std/Wo) geht es auch mit 13mal 3200 Euro Brutto los und Mitte dreissig ist man dann bei 13mal 4600 Euro Netto angelangt. Leider geht das 13.Gehalt für die Steuern drauf. Polier, Meister haben noch ein wenig mehr.
    Wie kommen Sie zu diesen offensichtlich völlig falschen Zahlen?
    Die IG Metall liefert zu Tarifgehältern von Handwerkern ganz andere Zahlen:
    IG Metall - Handwerk: Löhne, Gehälter, Ausbildungsvergütungen, Urlaub und mehr
    Ein Beispiel daraus:
    Tarifgehälter im Elektrohandwerk laut IG Metall:
    http://www.igmetall.de/cps/rde/xbcr/..._148050__2.pdf

    Auszug daraus: Brutto-Tarifgehälter für Elektriker in NRW im Tarifbereich der IG Metall:
    Entgeltgruppe 1 bis 7:
    1.466,00; 1.630,00; 1.848,00; 1.956,00; 2.174,00; 2.283,00; 2.390,00 Euro

    Entgeltgruppe 8 bis 12 (Brutto-Tarifgehälter der Meister):

    2.611,00; 2.936,00; 3.262,00; 3.372,00; 3.696,00 Euro

    Ich habe Angaben aus dem Bereich der IG Metall verwendet, weil das Lohn- und Gehaltsniveau in diesem Bereich als relativ hoch gilt. Trotzdem liegen die Zahlen zu den Tarifgehältern von angestellten Handwerkern weit unter den von Ihnen genannten angeblichen Handwerkergehältern. Sollten Sie Arzt oder Ärztelobbyist sein, hätten Sie Ihren Kollegen bzw. Klienten mit Ihrem Beitrag einen Bärendienst erwiesen.
  2. #281

    Zitat von ColoradoAvalanche Beitrag anzeigen
    Der Ärztemangel in Deutschland ist hausgemacht ...
    Meine Güte! Nur weil Montgomery und ein paar Gesundheitspolitiker es als Ärztemangel bezeichnen, dass wir heute fast 50 Prozent mehr Ärzte haben als zur Ärzteschwemme Ende der 90er Jahre, schaut wohl niemand mehr auf die Zahlen etwa der Bundesärztekammer. Jedes Jahr steigen die Zahlen der niedergelassenen und der Krankenhausärzte. Da wird also der Anstieg zum Mangel gemacht.
  3. #282

    Zitat von sorry ich bin bloß arzt Beitrag anzeigen
    Es sind rund 3000 pro Jahr, die D verlassen.
    Darunter laut BÄK auch jene Ausländer, die in Deutschland Medizin erfolgreich studiert haben und in ihre Heimat zurückkehren.
  4. #283

    eine gewagte Aussage

    Zitat von zechpreller Beitrag anzeigen
    Arzt beherrscht in der Regel die Englische Sprache wie jeder Skandinavier oder Brite. Es mangelt bei orientalischen und osteuropäischen Ärzten auch an der Fachkenntnis.
    Dies ist eine gewagte Aussage. Haben sie persönlich in osteuropäischen oder orientalischen Universitäten studiert oder Prüfungen abgelegt?
    Woher kommen die Hygieneprobleme in deutschen Krankenhäusern? Sind sie durch ausländische Mediziner etwa eingeschleppt worden? Bei ihnen zu Hause gibt es sie nämlich nicht.

    Ein Bekannter von mir war begeistert vom Können des polnischen Chefarztes am Rhön-Klinikum, der bei ihm eine komplizierte Herzoperation durchführte.
  5. #284

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland gehen die Ärzte aus, deshalb werden sie zunehmend aus dem Ausland rekrutiert. Doch jetzt beklagt der Präsident der Berliner Ärztekammer: Die Mediziner könnten oft kaum Deutsch - das Risiko für Patienten steige.

    Klage über mangelhafte Deutschkenntnisse von Ärzten - SPIEGEL ONLINE
    Ist ja toll! Wie sind die denn hierhin gekommen? Mit welchem Visa? Meine Frau musste erst einen Deutschtest mache, bevor Sie Visa zur Familienzusammenführung bei der deutschen Botschaft bekommt.

    Aber praktizieren dürfen die hier? Ich liebe Deutscheland!
  6. #285

    Zitat von f.b. Beitrag anzeigen
    Wenn ich diesen Beitrag lese, dann frage ich mich zum wiederholten Mal, weshalb niemand auf die naheliegende Erklärung für den Ärztemangel kommt: es studieren die Falschen Medizin. Wie kann man denn erwarten, daß Jemand der ein 1.0-Abitur braucht, um Medizin studieren zu dürfen, von vorneherein dazu geeignet ist, ein guter Arzt zuwerden ? Ich kenne massenweise junge Leute, die gerne und vor allem aus Berufung Arzt geworden wären, denen aber unsinnige Auswahlkriterien das Studium unmöglich machen. Ein Beispiel: eine junge Frau,Abitur 2.0, Leistungsfach Biologie, hohe soziale Kompetenz, Vater Arzt, Patenonkel Arzt, Cousin Arzt, Großvater Landarzt, bekommt seit Jahren keine Chance Medizin zu studieren und hat jetzt resigniert.
    Dann muss sie vorher eine medizinische Ausbildung machen, z.B. zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Wenn sie sich zur Ärztin berufen fühlt, wird sie auch fünf oder sechs Jahre oder länger warten können. Ich sehe da keinen Grund zum Resignieren, v.a. weil die Unis nicht mehr ausschließlich auf die Abinote, sondern auch auf andere Qualifikationen achten.
  7. #286

    optional

    Heutzutage muß man, um eine Anstellung als Assistenzarzt zu erhalten, nur noch halbwegs aufrecht gehen können und gut genug Deutsch sprechen, um sich bei McDonalds einen Burger bestellen zu können. Vor Jahren hatte ich dies bereits als satirische Bemerkung gemacht, heute ist es oftmals traurige Realität. In meiner Tätigkeit als Notarzt fahre ich 16 verschiedene Kliniken aller Versorgungsstufen an. Gerade in den kleineren Häusern ist der Anteil ausländischer Ärzte (insbesondere aus dem Ostblock, aber auch aus dem vorderen Orient) in den letzten Jahren rapide gestiegen. Und dies sogar bei uns in einer Region mit sehr guter Infrastruktur und Verkehrsanbindung, mildem Klima und schöner Landschaft, wo die Anzahl an Bewerbern um eine Stelle noch recht groß ist im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands. ---------- Die Einschränkungen bei der Kommunikation ist noch nicht einmal das größte Problem. Leider ist oftmals gerade die fachliche Kompetenz eher gering, besonders bei den Kollegen aus dem Ostblock. Dies liegt zum Teil daran, daß diese eine bereits früh im Studium begonnene Spezialisierung durchmachen (müssen), die sie dann in einem Teilgebiet wie z.B der Gastroenterologie sehr gut dastehen läßt, während sie von Kardiologie und anderen Teilgebieten der Inneren Medizin so gut wie gar nichts wissen. Oder man trifft auf Ärzte, die mit der Menge an Arbeit und der Intensität der Arbeit hier in Deutschland nicht klar kommen, weil sie aus ihren Heimatländern ein erheblich langsameres Arbeitstempo gewohnt sind. ---------------- Ich möchte aber auch klar stellen, daß ich ausländische Kollegen hier nicht verallgemeinernd schlecht machen möchte. Es gibt auch Kollegen, die fachlich sehr kompetent sind oder zumindest schnell lernen und sehr engagiert sind. Leider sind diese aber in der Unterzahl. --------------- Die von Arbeitgebern gerne lautstark geforderte Zuwanderung von "Fachkräften" hat im Bereich der Medizin bereits jetzt spürbare negative Folgen! Aber sowohl die Politik als auch die Arbeitgeber sind ja nicht daran interessiert, das Problem wirklich zu lösen, denn dies wäre teuer. Statt dessen wählt man kostenarme Lösungen wie den Import von ausländischen Ärzten, den Ersatz von Ärzten durch künstlich geschaffene Assistenzberufe (Chirurgischer Operationsassistent) oder durch "Aufwertung" bestehender Berufe wie des Rettungsassistenten durch Einführung des Notfallsanitäters. Was dadurch letztendlich gemacht wird, ist ärztliche Tätigkeiten an schlechter qualifizierte und daher auch schlechter bezahlte (!) Berufsgruppen zu verschieben, ohne diese aber rechtlich adäquat abzusichern. Ich bin sicher, daß diese an der Realität vorbeigehende Politik noch einiges an Problemen bringen wird.
  8. #287

    Zitat von zechpreller Beitrag anzeigen
    Arzt beherrscht in der Regel die Englische Sprache wie jeder Skandinavier oder Brite.
    LOL - das war wohl der Brüller des Tages. Ich spreche muttersprachlich Englisch. Ich garantiere Ihnen, das, was die meisten Ärzte als "Englisch" bezeichnen, vielleicht dazu geeignet ist, Frühstück in den USA zu bestellen, aber bestimmt nicht dazu geeignet, komplizierte medizinische Zusammenhänge zu erklären, geschweige denn, differenziert sensible Themen zu besprechen.

    Als ich über Monate in D künstlich beatmet wurde, war kein Arzt in der Lage meinem Vater (er war Arzt!) auf Englisch Diagnose, Therapie und/oder Prognose mitzuteilen.
  9. #288

    optional

    Lieber User "sertim", was wollen sie uns denn nun genau sagen? Daß die deutschen Patienten gefälligst Fremdsprachen lernen sollen? Daß die Arbeitgeber den ausländischen Kollegen Sprachkurse bezahlen sollen? Was wollen sie aussagen? Und daß die ausländischen Kollegen in der Mehrzahl "hervorragend qualifiziert" sei sehe ich als ein Notarzt, der täglich auf solche Kollegen trifft, nun wirklich nicht. Und ich höre von Bekannten, die als Assistenzärzte und Oberärzte in Krankenhäusern meiner Region arbeiten, immer wieder Klagen über die eher geringe fachliche Qualifikation der ausländischen Kollegen, über mangelndes Engagement und teils auch über Überforderung.
  10. #289

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Als gelernter Handwerker (40Std/Wo) geht es auch mit 13mal 3200 Euro Brutto los und Mitte dreissig ist man dann bei 13mal 4600 Euro Netto angelangt. Leider geht das 13.Gehalt für die Steuern drauf. Polier, Meister haben noch ein wenig mehr.
    Der Forist "zahlenmeister" nannte bereits die Anfangsgehälter bei der IG-Metall.
    Im öffentlichen Dienst fangen Sie als Handwerker in der E5 an (ggf. auch E6) und erhalten am Anfang ca. 1.980 Euro (E5 Stufe 1) und höchstens 2.650 Euro (E6 Stufe 6). Als Meister bzw. Werkstattleiter erhalten Sie die E6 oder E8 mit angefangen 2.250 (E8 Stufe 1 ) bis max. 2.900 Euro (E8 Stufe 6 ).
    Übrigens: die Stufe 6 erhalten Sie erst nach 21 Jahren Erfahrung.

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    Mensch ! Da fragt Ihr euch noch weshalb ein Arzt mit einiges mehr als 40Std/Wo und diesem Gehalt aus Deutschland mal temporär auswandert ?
    Als Arzt fangen Sie an Uniklinika mit Ä1 Stufe 1 mit 4.030 Euro Brutto an und an kommunalen Krankenhäsern mit 3.850 Euro Brutto . Vom Anfangsgehalt gesehen sind zwischen dem Meister und Arzt gut 1.600 Euro Unterschied. Ein Arzt braucht 5-6 Jahre für's Studium, der Meister 3,5 Jahre für die Ausbildung und für den Meister in Vollzeit ca. 1 Jahr - in Teilzeit entsprechend länger.


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