Zitat von
Ylex
Es gibt in den Staaten schon zahlreiche staatliche und private Kampagnen gegen das Übergewicht, da wird das Werbeverbot von Disney auch nicht viel bringen – Schätzungen zufolge erwartet man eine weitere Zunahme der Fettleibigkeit, nämlich dass im Jahr 2015 drei von vier Amerikanern erheblich zu dick sein werden. Berechnungen von Wissenschaftlern sollen ergeben haben, dass sich die Folgekosten der Fettleibigkeit in den USA auf jährlich über 200 Milliarden Dollar belaufen. Der Verteidungsetat liegt bei 600 Milliarden Dollar.
Es wird gemunkelt, es kursieren Gerüchte, man hört Andeutungen – und zwar über bevorstehende staatliche „Zwangsmaßnahmen“, um das Problem wenigstens ansatzweise in den Griff zu bekommen. Da sich kalorienhaltige Lebensmittel schlecht verbieten lassen, könnte es auf eine quasi-offizielle Diskriminierung der stark Fettleibigen hinauslaufen, bei der Einstellung in den öffentlichen Dienst etwa, bei der Benutzung von Verkehrsmitteln wie Bussen oder Flugzeugen oder bei der Inanspruchnahme der staatlichen Gesundheitsvorsorge – schon jetzt weigern sich viele amerikanische Ärzte, deutlich übergewichtige Menschen zu behandeln, viele Versicherungen lehnen diese Menschen ab, sogar bei Grundversichungen wie zum Beispiel bei der Haftpflicht. Die soziale Verachtung der Dicken nimmt merklich und wird schleichend institutionaliert. Möglicherweise wird zu viel Fressen zur Sucht erklärt, so wie das Rauchen, das ja eine Sucht ist – Freiheit à la USA also nur noch für rauchfreie und abstinente Schlanke.